Nach Overtime-Thriller vor einem Monat: Angstgegner Bonn oder Pokalverteidiger München – wer reist zum Pokalwochenende?

Da wird den Telekom Baskets Bonn erstmals seit vier Jahren ein Heimspiel im BBL Pokal zugelost (klammern wir die Pokal-Qualifikationsrunde 2020/21 in Bonn aus), und dann geht es ausgerechnet gegen den amtierenden Pokalsieger. Doch die Bonner dürfen mit breiter Brust in das Viertelfinalduell gegen den FC Bayern München gehen …

Denn bereits in dieser Saison hat sich das Team von Roel Moors im eigenen Wohnzimmer gegen die Bayern durchgesetzt: Am 12. November feierten die Bonner einen 88:83-Erfolg nach Verlängerung. Hatte damals Serge Ibaka die Münchener mit zwei verwandelten Freiwürfen in den Schlusssekunden des vierten Viertels in die Verlängerung gerettet, trumpften in der Extrazeit – wie über die gesamte Partie – bei Bonn Brian Fobbs, Glynn Watson Jr. und Till Pape auf, das Trio kam zusammen auf 67 Punkte. Doch nicht genug: Die Bonner haben beide Duelle gegen die Bayern in der vergangenen Saison für sich entschieden, die Rheinländer gehen also mit einer Serie von drei Siegen in Serie gegen die Bayern in das Viertelfinalduell.

Im Hauptrundenspiel vor einem Monat war Serge Ibaka von der Bonner Verteidigung nicht zu stoppen. Mit 21 Punkten und zwölf Rebounds legte der NBA-Champion sein damals erstes Double-Double im Münchener Trikot auf, offensiv war er mit einer Quote von 69,2 Prozent aus dem Feld und sechs Offensiv-Rebounds eine Macht. Und nach seinem zweiten Double-Double der Saison, beim Erfolg gegen Villeurbanne, wurde Ibaka zum EuroLeague-MVP des Spieltags gekürt. Wie könnte Moors' Plan aussehen? Zwar startete Benedikt Turudic im ersten Aufeinandertreffen beider Clubs, doch in der Verlängerung bildeten Till Pape und Christian Sengfelder das Tandem auf Groß. Vor allem Pape machte einen guten Job, Ibaka defensiv zu beschäftigen, zudem können beide nominellen Power Forwards den am Ring defensivstarken Ibaka mit ihrem Dreier nach außen ziehen (Pape: 33,3 3P%; Sengfelder: 48,0 3P%). Damals debütierte Thomas Kennedy nach überstandener Verletzung für Bonn, kam aber über einen Kurzeinsatz von 108 Sekunden nicht hinaus. Beim jüngsten Auswärtssieg gegen Braunschweig bewies der Kanadier zumindest sein Potential, als Abroller athletisch Gefahr auszustrahlen, wenn auch nur vier Punkte für ihn im Boxscore standen. Derweil hat Sengfelder seinen Rhythmus gefunden. War der EM-Bronzemedaillengewinner mit einer Nullnummer gegen Bayern noch blass geblieben, punktete er in den vergangenen drei Partien stets zweistellig, mit 14 Punkten und neun Rebounds war Sengfelder neben Harald Frey der zweite Erfolgsgarant in Braunschweig.

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Medieninformation: easyCredit BBL