Bruderduell der Iisalos und zwei Award-Anwärter auf der Eins: Bonn will in Heidelberg Siegesserie ausbauen

Geschwisterliebe hin oder her, die Iisalo-Brüder werden sich am Samstag nichts schenken (Tuomas Iisalo wird als Onkel aber sicherlich ein Geschenk dabei haben) – zu viel steht auf dem Spiel. Für Tuomas Iisalo und die Telekom Baskets Bonn (Bilanz: 26 Siege, zwei Niederlagen) zählt jeder Sieg, um sich die Tabellenführung von ALBA BERLIN (28-2) zu holen und sich damit den Heimvorteil über die kompletten Playoffs zu sichern. Joonas Iisalo würde mit den MLP Academics Heidelberg sicherlich noch irgendwie an die Playoffs anklopfen – doch mit einer Bilanz von zwölf Siegen und 17 Niederlagen ist die Endrundenteilnahme mit drei Siegen Rückstand auf den Achten Würzburg wohl nur noch rechnerisch möglich.

Dennoch wird der jüngere Bruder dem älteren beweisen wollen, auf eigenen Füßen zu stehen, setzte es im Hinspiel doch eine 65:98-Pleite für Heidelberg. Drei Jahre lang hatte Joonas seinem älteren Bruder Tuomas assistiert: von 2019 bis 2021 in Crailsheim und vergangene Saison in Bonn. Zuvor hatte es in unserer Liga zuletzt 2013/14 ein Bruderduell an der Seitenlinie gegeben: Stefan Koch gewann am 1. Mai 2015 mit Würzburg gegen Bayreuth um seinen Bruder Mike Koch.

Die Hauptrunde biegt auf die Zielgerade ein, deswegen gilt es auch umso mehr, die Award-Kandidaten genauer zu beobachten: Auf Bonner Seite hat sich TJ Shorts im Grunde seit Saisonbeginn als MVP-Kandidat und -Favorit hervorgetan, doch zuletzt agierte der Point Guard nicht mehr so effizient: Nur fünf Punkte gelangen Shorts gegen Bayreuth, auch zuvor gegen Oldenburg fiel der Wurf nicht (2/6 FG, 13 PTS). Auf der Gegenseite hat Heidelbergs Eric Washington in dieser Saison ein um das andere Mal seine Crunchtime-Qualitäten aufblitzen lassen – womit er zumindest ein Kandidat für die Auszeichnung zum besten Offensivspieler ist. Mit 18,8 Punkten rangiert Washington in der Scorer-Liste hinter DeWayne Russell auf dem zweiten Platz, Shorts mit 17,5 Zählern ist Fünfter. Dafür steht der Bonner Spielmacher bei den Assists ganz oben (7,8 APG) – Washington (7,5 APG) ist als Dritter aber nicht weit entfernt. Die beiden Wirbelwinde stehen für den Trend unserer Liga der schnellen Point Guards, dementsprechend bevorzugen beide den Zug zum Korb – Shorts dazu aus der Mitteldistanz –, statt von außen die Lichter auszuschießen (Washington: 29,9 3P%; Shorts: 35,9 3P%). Während Washington mit 3,5 Turnover am häufigsten den Ball verliert, passt Shorts um einiges besser auf den Ball auf: Nur 2,0 Ballverluste bei seiner Verantwortung sind beeindruckend.

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Medieninformation: easyCredit BBL