Löwen empfangen Oldenburg zum Niedersachsen-Duell

  • EWE Baskets rangieren mit fünf Siegen auf fünftem Tabellenplatz
  • Oldenburg ist bei den Offensiv-Rebounds Ligaspitze
  • Ramírez: „Sie werden uns bestrafen, wenn wir nicht präzise sind."

Nach etwas mehr als einem Monat Heimspielpause treten die Basketball Löwen Braunschweig am morgigen Freitag (25. November) endlich wieder vor heimischem Publikum in der Volkswagen Halle an. Gestärkt durch den unglaublichen Comeback-Auswärtssieg bei medi bayreuth treffen sie dabei auf den aktuellen Tabellenfünften EWE Baskets Oldenburg (10:4). Tip-Off der Begegnung ist um 20:30 Uhr (live auf www.magentasport.de), Tickets sind im Onlineshop, in der Konzertkasse in den Schloss-Arkaden und über die Ticket-Hotline unter 0531-7017288 erhältlich. Für Schüler:innen und Studierende gibt es bei diesem Niedersachsen-Duell ein besonderes Angebot: In der Preiskategorie 4 zahlen sie für ein Ticket nur 5 Euro.


„Das Spiel war schon verrückt", sagt Löwen-Headcoach Jesús Ramírez rückblickend auf den 77:76-Sieg, den seine junge Mannschaft am Samstag nach 18 Punkten Rückstand doch noch in Bayreuth feiern durfte. Das Comeback an sich war stark. Aber noch mehr Bedeutung misst Ramírez der Tatsache bei, dass seinem Team dies nach drei vorherigen schweren Wochen gelungen war. Aufgrund der Länderspielpause hatten die Löwen in dieser Zeit kein Spiel und mussten im Training erneut auf Spieler verzichten. Dementsprechend sei die Entwicklungskurve in dieser Zeit auch nicht so steil nach oben gegangen. Vielleicht fehlte nach dieser Zeit ohne ein Ligaspiel aber auch ein wenig der Rhythmus? Die Löwen hadern bislang mit ihrer Wurfquote, hatten im ersten Viertel gegen Bayreuth aber noch größere Schwierigkeiten ins Spiel zu finden. Sie fingen sich einen 16:0-Lauf des Gegners ein und erzielten selbst nur acht Punkte. „Ich bin mir allerdings unsicher, ob es am fehlenden Rhythmus lag. Manchmal hat man leider Phasen, in denen man nichts trifft", räumt Co-Kapitän Benedikt Turudic ein und ist davon überzeugt, dass der offensive Knoten bald platzen wird, wenn die Löwen weiter so hart an sich arbeiten wie bisher.


Gegen Bayreuth war dies immerhin im letzten Viertel schon der Fall. Da erzielten die Löwen 29 Punkte, offensiv lief es plötzlich. „Wir arbeiten viel dafür, um in den letzten fünf Minuten eines Spiels noch frisch zu sein. Da haben die Jungs dann ihre Würfe getroffen, hatten gute Beine und Selbstvertrauen. Sie haben Charakter gezeigt und dass unser Team ein besonderes ist", so Ramírez weiter. Darauf und auf der gezeigten mentalen Stärke müsse seine Mannschaft aufbauen. „Wir müssen weiter an uns glauben und besser verstehen, was wir offensiv tun müssen. Dann können wir richtig gut sein", fährt der Spanier mit Blick auf den nächsten Gegner Oldenburg fort.


Die EWE Baskets Oldenburg mussten sich vergangene Saison überraschend mit dem Thema Abstiegskampf beschäftigen, konnten das Ende der Spielzeit nach der Übernahme von Ingo Freyer als Headcoach aber noch positiv gestalten. Dennoch haben sich die Verantwortlichen im Sommer für einen erneuten Trainerwechsel entschieden und Pedro Calles verpflichtet. Der Trainer des Jahres 2018 war zuletzt Headcoach bei den Hamburg Towers und steht für eine gute Verteidigung und physische Spielweise. Er hat sich ein dementsprechend neues Team zusammengestellt: Nicht mehr dabei ist Identifikationsfigur Rickey Paulding, der seine aktive Karriere nach 15 Jahren im Oldenburger Trikot beendet hat, zudem kamen acht neue Spieler.


Angeführt werden die EWE Baskets vom ligaerfahrenen und neuen Spielmacher DeWayne Russell, der mit 18,6 Punkten und 7,1 Assists im Schnitt aktuell auf MVP-Kurs ist. „Er hat viele Freiheiten, ist schwer zu verteidigen und macht die Oldenburger Spielidee zusammen mit ihrer Philosophie komplett", beschreibt der Löwen-Headcoach den 1,80 Meter großen Point Guard. Als Scorer folgt ihm der wurfstarke Neuzugang Trey Drechsel mit 14,6 Punkten (44,4 Prozent Dreier), während Forward Tanner Leissner 10,3 Punkte erzielt und Top-Rebounder (7,1 RpS) des derzeit besten Offensiv-Rebound-Teams (15,3) der Liga ist. Weitere Verpflichtungen des Sommers waren unter anderem der bereits in Vechta und Hamburg unter Calles spielende Defensivspezialist Max DiLeo (6,7 PpS) sowie der letztjährige Löwen-Center Owen Klassen (6,6 PpS, 4,9 RpS). Vor Kurzem haben die Oldenburger sich noch mit Rihards Lomazs verstärkt, der in seinem ersten Einsatz gegen seinen Ex-Club Göttingen zwar nichts traf, dafür aber neun Assists verteilte.


Gegen die „Veilchen" holten die EWE Baskets am vergangenen Wochenende ihren fünften Saison-Sieg (93:75) und zeigten offensiv wie defensiv eine starke Leistung. „Oldenburg spielt hart und physisch und ist zudem gut gecoacht. Wir werden gegen sie über 40 Minuten eine gute Umsetzung unserer Spielzüge benötigen und müssen in der Offensive vor allem abseits des Balls schlau agieren. Sie werden uns bestrafen, wenn wir nicht präzise sind", macht der Löwen-Headcoach deutlich, betont aber gleichzeitig eine Stärke seiner Mannschaft: „Wir haben in den vergangenen Spielen gezeigt, dass wir gute Mannschaften mit unserer Verteidigung in Probleme bringen können. Und wir sind defensiv auch besser als Oldenburg", bezieht sich Ramírez mit dieser Aussage auf die Punkte, die der Gegner pro Ballbesitz erzielt. Da lassen die Löwen weniger zu als die Oldenburger.


Medieninformation: Basketball Löwen Braunschweig