Gelungene Generalprobe: Löwen siegen in letzter Sekunde

  • Hobbs trifft entscheidenden Korb 0,6 Sekunden vor dem Ende
  • Sechs Löwen punkten zweistellig
  • SKYLINERS treffen 50 Prozent von der Dreierlinie


Die Basketball Löwen Braunschweig haben es bei ihrer Generalprobe vor dem Start in die easyCredit BBL-Saison 2022/23 spannend gemacht: Sie gewannen ihre Partie gegen den Liga-Konkurrenten FRAPORT SKYLINERS in letzter Sekunde durch einen Wurf von Braydon Hobbs mit 96:94 (53:49). Zuvor hatte sich die Mannschaft von Headcoach Jesús Ramírez vor den Augen von Dennis Schröder und 1500 Zuschauern in der Volkswagen Halle nach einer defensiv ausbaufähigen ersten Halbzeit im dritten Viertel eine 14-Punkte-Führung erspielt und mit schönem Teambasketball überzeugt. In den letzten Minuten liefen die Frankfurter aber nochmal von der Dreierlinie heiß und machten das Spiel knapp und packend. Bei den Löwen, die 25 Assists verteilten, trafen sechs Spieler zweistellig: David Krämer (16 Punkte) und Nicholas Tischler (15) waren die Topscorer.


Die Partie begann ausgeglichen, ehe die Löwen über ihr schnelles Spiel und den auffälligen Benedikt Turudic auf 22:13 davonzogen. Defensiv war allerdings noch Luft nach oben. Das verdeutlichten einerseits enorm hohe Trefferquoten und anderseits ein Frankfurter 10:0-Lauf zum 23:26. So ging es mit einer knappen 27:26-Führung ins zweite Viertel, in dem die Löwen mehr Zug zum Korb entwickelten, dadurch viele Freiwürfe rausholten und sich durch zehn Punkte in Folge auf 45:37 absetzten. Vor allem in Brettnähe ging es für die SKYLINERS aber oftmals nach wie vor zu leicht, weshalb sie wieder herankamen und der Löwen-Vorsprung zur Halbzeit nur vier Zähler betrug (53:49).


„Wir haben in der ersten Halbzeit unsere Zonen-Verteidigung geübt und dabei noch viele Fehler gemacht. Das war ein Grund dafür, dass die Frankfurter mitunter recht einfach punkten konnten. Hinzukommend kommunizieren wir auf dem Spielfeld noch zu wenig. Und das ist für mich der wichtigste Punkt. Manchmal verlassen wir uns zu sehr auf unsere Regeln, vergessen aber miteinander zu reden. Darin waren wir heute nicht gut und dann sehen wir soft aus oder als wären wir zu spät dran", sagte Headcoach Jesús Ramírez über die erste Halbzeit. Der ergänzte aber auch, dass die Gäste einige schwere Würfe getroffen hatten und aufgrund all dieser Aspekte viele Frankfurter Punkte gefallen sind.


Nach der Pause bekamen die Löwen defensiv einen besseren Zugriff. Sie waren näher an ihren Gegnern dran, machten unter dem Korb besser zu und konnten sich so einen zweistelligen Vorsprung erspielen (75:61). Sie ließen im dritten Viertel nur 16 Frankfurter Zähler zu und erzielten im Gegenzug 23 Punkte. Dabei spielten die Löwen schnell nach vorne und überzeugten durch ein gutes Zusammenspiel sowie ausgeglichenes Scoring. Das Ramírez-Team nahm ein verdientes 76:65 mit ins letzte Viertel, in dem die SKYLINERS sich durch einige Löwen-Fehler und eigene Treffsicherheit zurückkämpften. Daran hatte der ehemalige Löwe Lukas Wank zusammen mit Guard Laurynas Beliauskas entscheidenden Anteil. Wank erzielte zwölf Punkte und warf die Frankfurter in der 38. Minute auch zur 89:91-Führung. Damit blieb es bis in die letzten Sekunden des Spiels spannend. Das entschied sich 0,6 Sekunden vor dem Ende, als Braydon Hobbs beim Stand von 94:94 den Ball in Korbnähe erhielt, irgendwie abdrückte und traf – mit Foul.


„Insgesamt haben die Fans glaub ich ein unterhaltsames und gutes Spiel gesehen. Wir müssen sicherlich noch an einigen Dingen arbeiten und uns in bestimmten Bereichen verbessern. Grundsätzlich bin ich aber zufrieden mit der Leistung und dem Einsatz der Mannschaft und sehe, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen", so Jesús Ramírez abschließend.


Löwen: Krämer 16, N. Tischler 15, van Slooten 8, Bango 10 (5 Rebounds), Fru 1, B. Tischler, Sehnal 8, Amaize 10, Hobbs 11 (6 Rebounds, 7 Assists), Turudic 11 (6 Rebounds, 5 Assists).


Topscorer FRAPORT SKYLINERS: Beliauskas 25, Wank 17.


Medieninformation: Basketball Löwen Braunschweig