Veilchen wollen Titelverteidiger Berlin erneut ärgern
-
DunkHard23 -
April 15, 2022 at 4:24 PM -
624 Views -
0 Comments
Göttingen, 15. April 2022 - Fünf Partien stehen für die BG Göttingen noch in der Hauptrunde der easyCredit Basketball Bundesliga-Saison 2021/22 auf dem Spielplan. Zwei Spiele trägt die Mannschaft von BG-Headcoach Roel Moors in der heimischen Sparkassen-Arena aus, dreimal müssen die Veilchen auswärts ran. Das Programm ist alles andere als leicht: Zum Endspurt-Auftakt empfangen die Südniedersachsen am Ostersonntag, 17. April, (15 Uhr, Sparkassen-Arena, live bei MagentaSport und im Free-TV bei Sport1) keinen geringeren Gegner als den Titelverteidiger ALBA BERLIN. Danach folgen die Duelle mit dem momentanen easyCredit BBL-Tabellenführer Telekom Baskets Bonn (24.04.), den HAKRO Merlins Crailsheim (26.04.), den JobStairs GIESSEN 46ers (01.05.) und Meisterschaftsanwärter FC Bayern München (08.05.). Die BG geht diese Aufgaben eine nach der anderen an und konzentriert sich immer nur auf den nächsten Gegner. „Berlin spielt in der Offensive mit einem sehr hohen Rhythmus, schaltet schnell von Verteidigung auf Angriff um und bewegt den Ball sehr gut", sagt BG-Assistenztrainer Olivier Foucart. „In der Verteidigung üben sie gerne Druck auf den Ball aus und sind sehr gut beim Defensiv-Rebound."
Tickets für das Duell mit dem deutschen Meister und aktuellem Pokalsieger gibt es bei den bekannten Kartenvorverkaufsstellen, telefonisch über die Ticket-Hotline (Tel.: 0180-6050400) oder im Online-Ticketshop auf http://www.bggoettingen.de. Für Kurzentschlossene öffnet die Kasse an der Sparkassen-Arena am Sonntag um 13:30 Uhr. Die Corona-Beschränkungen für die BG-Heimspiele wurden aufgehoben.
Auch vor den Berlinern liegt ein sehr anspruchsvolles Restprogramm – in erster Linie aufgrund der Vielzahl an Partien, die die Mannschaft von ALBA-Headcoach Israel Gonzales noch absolvieren muss. Neun Spiele stehen für die Albatrosse in den kommenden dreieinhalb Wochen noch an. Am Karfreitagabend empfangen die Hauptstädter ratiopharm ulm, am vergangenen Dienstag waren die EWE Baskets Oldenburg zu Gast in Berlin. Gegen die Oldenburger zeigte das Gonzales-Team keine Schwäche und gewann 92:86, obwohl neben Nationalspieler Maodo Lo, der geschont wurde, auch sein Nationalmannschaftskollege Johannes Thiemann (Muskelhämatom an der Wade) ausfiel. Auch der schwedische Guard Marcus Eriksson, der schon seit Januar an einer Fußverletzung laboriert, und US-Center Ben Lammers (muskuläre Probleme) kamen nicht zum Einsatz. Kaum ein Team scheint Ausfälle und viele Spiele in kurzer Zeit so gut wegzustecken, wie die Berliner, die in der heimischen Liga erst sechsmal das Parkett als Verlierer verlassen mussten.
Eine dieser Niederlage wurde den Hauptstädtern von den Veilchen zugefügt, die am 24. Oktober 2021 in der Mercedes-Benz Arena für eine riesige Überraschung sorgten. Nur 59 Punkte gestatteten BG-Kapitän Akeem Vargas, der von 2013 bis 2018 das ALBA-Trikot trug, und sein Team den auch an diesem Tag dezimierten Berlinern, sodass die Göttinger die Partie 65:59 für sich entschieden. „Wir haben sehr früh in der Saison gegen Berlin gespielt, als sie sich noch an viele neue Dinge gewöhnen mussten", sagt Foucart. „Inzwischen haben sie über 50 Spiele absolviert, jeder kennt seine Rolle und hat die Philosophie verstanden." Normalerweise erzielen die Albatrosse im Schnitt rund 86 Punkte pro Partie und belegen damit ligaweit den zweiten Platz hinter den Bonnern. Zudem lässt keine easyCredit BBL-Mannschaft so wenige Punkte zu wie ALBA (72,4 pro Spiel).
Aus dem breiten Berliner Kader sticht kaum ein Akteur heraus. Hinter Eriksson (13,5 Punkte pro Spiel) kommt nur der deutsche Forward Oscar da Silva im Schnitt auf eine zweistellige Punkteausbeute (11,7). Dahinter folgen US-Guard Jaleen Smith (9,7), US-Forward Luke Sikma (9,5) und der israelische Forward Yovel Zoosman (9,3). Sikma und da Silva sind zudem die beiden besten Rebounder im Berliner Team (je 5,4) – in der gesamten Liga holt keine Mannschaft mehr Rebounds pro Partie als das Team von der Spree (39,3). Die meisten Berliner Assists geben Sikma (5,4) und der israelische Aufbauspieler Tamir Blatt (4,5). „Es ist sehr schwer, ein oder zwei Schlüsselspieler zu nennen, weil es im Kader so viel individuelle Qualität gibt", so Foucart.
Gleichauf liegen die Göttinger mit ALBA bei den Dreiern: Beide Teams treffen im Schnitt 10,2 Dreier pro Partie – im Hinspiel blieben beide deutlich unter diesem Durchschnitt (je drei verwandelte Dreier), wobei die Trefferquote bei den Hausherren (10 Prozent) noch einmal deutlich schlechter war als bei der BG (21 Prozent). „Das Hinspiel ist lange her, jetzt gibt es andere Voraussetzungen", so der belgische Assistenztrainer. „Aber wir haben dort viele Dinge gut gemacht, die wir auch jetzt wieder umsetzen müssen: Wir waren aggressiv in der Verteidigung und haben uns an den Gameplan gehalten. Und wir haben in dieser Saison immer wieder gezeigt, dass wir mit allen Mannschaften mithalten können, wenn wir unsere Stärken ausspielen, Selbstvertrauen haben und als Team agieren. In den vergangenen Spielen haben wir sehr viele gute Dinge gemacht, darauf müssen wir uns fokussieren."
Medieninformationen: BG Göttingen, Presseabteilung, vom 15.04.2022.