Playoffs im Visier

NINERS in Bamberg gefragt.


Das spannende Rennen um die ersten acht Plätze der easyCredit Basketball Bundesliga biegt auf die Zielgerade ein und zwei direkte Konkurrenten begegnen sich diesen Freitag in der Brose Arena Bamberg. Dort empfangen die Hausherren um 19:00 Uhr das Chemnitzer Team um Cheftrainer Rodrigo Pastore. Der Vorsprung der NINERS auf die aktuell neuntplatzierten Franken beträgt sechs Punkte. Ein gutes, aber bei noch acht ausstehenden Hauptrundenpartien kein allzu sicheres Polster. Deshalb wollen die NINERS ihren Coup aus dem Hinspiel wiederholen, als man Bamberg mit 106:94 bezwang, und zwei Zähler mit auf die Heimreise nehmen. Dank der neuen Verordnungslage dürfen wieder über 6.000 Zuschauer ohne Zugangsbeschränkung live in der Brose Arena dabei sein. Der Gastgeber empfiehlt aber dennoch das vorsorgliche Tragen einer FFP2-Maske.


Im ersten Aufeinandertreffen dieser Saison wuchsen Sachsens beste Korbjäger kurz vor Weihnachten über sich hinaus. Ohne Isiaha Mike, Nelson Weidemann, Frantz Massenat und Eric Washington rangen leidenschaftlich kämpfende NINERS seinerzeit Bamberg mit 106:94 nieder. „Unsere Trefferquote war überragend“, erinnert sich Coach Pastore zurück, dass beim Hinspiel mehr als 62 Prozent aller Feldwürfe den Weg durch die Reuse fanden. „Aber wir hatten auch den Vorteil, dass Broses neuer Trainer Oren Amiel damals erst kurz im Amt war“, weiß Pastore. Mittlerweile hält sein Gegenüber die Bamberger Zügel schon seit vier Monaten in Händen und sein positiver Einfluss ist zunehmend sichtbar. In den vergangenen 14 Partien gingen die Franken acht Mal als Sieger vom Feld, zuletzt sogar vier Mal in Serie. Dadurch robbte man sich wieder an die Playoffplätze heran und wittert spätestens seit den Verletzungen wichtiger Schlüsselspieler der direkten Konkurrenten (Crailsheim: TJ Shorts, Göttingen: Kamar Baldwin, Chemnitz: Niklas Wimberg) frische Morgenluft.


Ein weiterer wichtiger Faktor für die Bamberger Trendwende sind die starken Leistungen der nachverpflichteten Spieler. Sowohl Center Akil Mitchell (13 Punkte pro Partie) als auch Shooting Guard Chris Dowe (12.7) und Flügel Tomas Kyzlink (9.8) verleihen der Mannschaft mehr Qualität und Stabilität als sie noch in der Hinrunde hatte. Zusammen mit Topscorer Christian Sengfelder (17), Justin Robinson (12.7), Omar Prewitt (12.3), Kenneth Ogbe (7.4), Martinas Geben (6.3) und Dominic Lockhart (4.2) standen Coach Amiel zuletzt also stets neun hoch veranlagte Korbjäger zur Verfügung. Diese konnten sogar den langfristigen Ausfall von Nationalspieler Patrick Heckmann (8.5) weitestgehend kompensieren und Bamberg zurück ins Rennen um die Playoffplätze bringen.


In eben jenem haben auch die NINERS gute Chancen. Allerdings gingen sie zuletzt gerade bei Auswärtsspielen oftmals leer aus. Nicht unbedingt ein gutes Omen, wo Chemnitz doch fünf seiner verbleibenden acht Partien in der Fremde bestreiten muss. Zudem kehren nach dem Wegfall der meisten Coronabeschränkungen allerorts die Anhänger zurück in die Hallen, was es naturgemäß noch schwerer macht, auswärts die Punkte zu klauen. „Wir müssen eine sehr konzentrierte und höchst engagierte Vorstellung zeigen, um in Bamberg zu gewinnen“, ist sich Pastore bewusst, dass den NINERS am Freitag eine große Herausforderung bevorsteht.


TERMINE: Brose Bamberg vs. NINERS Chemnitz, Freitag, 08.04.2022, 19:00 Uhr, Brose Arena Bamberg




Medieninformationen: NINERS Chemnitz, Presseabteilung, vom 06.04.2022.