München - Bonn: Kampf um die Tabellenspitze / Duelle der Center

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... zum Medien-Newsletter vor dem 17. Spieltag. Über allem steht natürlich das Duell des Ersten Bonn gegen den Zweiten München mit der Frage, wer nach der Hinrunde Tabellenführer sein wird? Zum Ende der ersten Hälfte der regulären Saison deutet die obere Tabellenhälfte aber generell einen extrem spannenden Kampf um die Playoff-Platzierungen an, denn zwischen dem ersten dem neunten Platz liegen aktuell lediglich zwei Niederlagen.

Dazu gibt es die Wochen der Wahrheit für den neunfachen Meister Bamberg und die Fragen, ob Hamburgs Caleb Homesley weiter brennt, wie die Donnervögel aus der Corona-Pause kommen und ob Ulms NBA-Kader den Heimkomplex ablegen kann. Außerdem stehen am kommenden Wochenende in mehreren Partien sehr spezielle Centerduelle auf dem Programm, bei denen zu sehen ist, wie verschieden die Klubs die Position des Big Man besetzen.


München – Bonn: Wer ist Tabellenführer zur Saisonhalbzeit?


Duell um die Tabellenspitze ... eines strauchelnden Führungsduos: Die Telekom Baskets Bonn (12-4) haben nach neun Siegen in Serie zuletzt zwei Niederlagen einstecken müssen. Für den derzeitigen Tabellenführer stehen eh Wochen der Wahrheit an: Nach Crailsheim, Hamburg und nun München trifft das Team von Tuomas Iisalo demnächst auf Bamberg, Oldenburg und Berlin an (alle in diesem Jahrtausend fast immer in den Playoffs). Der FC Bayern München (11-4) zog gegen Chemnitz erneut den Kürzeren, hat zwei der vergangenen drei Ligaspiele verloren und absolverte unter der Woche zwei Euroleague-Partien gegen Kaunas und Monaco.

Bei den beiden Bonner Niederlagen konnte Parker Jackson-Cartwright nicht an seine zuvor starken Saisonleistungen anknüpfen. Haben Teams ein Gegenmittel gegen den Bonner Anführer gefunden? In den vergangenen sieben Spielen hat PJC im Schnitt „nur" 14,0 Punkte bei schwacher Quote aus dem Feld (36,6 Prozent) erzielt. Eine sinkende Formkurve des Einsers? Das wird den Bayern bekannt vorkommen. Corey Walden startete sehr ordentlich in die Saison, musste im Ligabetrieb zuletzt aber immer wieder von der Bank aus zusehen. In den vergangenen fünf Ligapartien legte Walden zwei Nullnummern auf, lieferte am Donnerstag gegen Monaco allerdings mit 26 Punkten seine beste Saisonleistung. Wer hat im direkten Aufbau-Duell die Nase vorne?

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Bamberg empfängt Crailsheim: Wochen der Wahrheit für den neunfachen Meister

Wegweisende Bamberger Wochen: Die Hinrunde ist noch nicht komplett gespielt, aber der Blick auf die Tabelle zeigt, dass es für Brose Bamberg bereits darum geht, die Playoff-Ränge nicht aus dem Blick zu verlieren. Der neunfache Meister hat seit 2002 jedes Jahr die Postseason erreicht, aktuell aber drei Siege Rückstand auf den achten Platz. In den kommenden Wochen geht es gegen zuletzt strauchelnde Bonner und die Kellerkinder Würzburg (zwei Mal) und Gießen – da könnte ein Sieg gegen einen direkten Konkurrenten wie den Siebten Crailsheim der Auftakt in eine gute Serie sein und käme auch sehr gelegen, da das Rückspiel vorgezogen im Dezember bereits wegen einer schwachen zweiten Halbzeit mit 79:93 verloren ging.

Bambergs Akil Mitchell und Crailsheims Boggy Radosavljevic bilden eins der vielen interessanten Duelle auf der Fünf an diesem Spieltag. Beides sind moderne Fünfer, die sich auch gerne außerhalb der Zone aufhalten. Radosavljevic drückt in dieser Saison sogar öfters von Downtown (3,9 Versuche) als aus dem Zweierbereich ab (3,2 Versuche). Vergangenes Wochenende erzielte er gegen Heidelberg 17 Zähler und netzte dabei fünf seiner zehn Dreier. Mitchell liefert im Schnitt 12,3 Punkte sowie 6,7 Rebounds, trifft 50 Prozent seiner Dreier und überzeugt auch durch seine Passfähigkeiten (2,7 Assists im Schnitt).

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Braunschweig – Heidelberg: Duell der stärksten Teams der unteren Tabellenhälfte?


Wenn es um Teams geht, die zwar nicht direkt in Abstiegsnot sind, aber schon öfter nach unten als nach oben blicken, gehören die Basketball Löwen Braunschweig als Zwölfter und die MLP Academics Heidelberg als Vierzehnter dazu. Aber beide Klubs glänzten zuletzt mit Statement-Siegen in Derbys gegen derzeitige Playoff-Teams: Braunschweig gewann trotz der Verletzung von Robin Amaize in Göttingen, Heidelberg schlug mit ungewohnter Offensivpower Crailsheim 100:91. Und nicht nur das: Beide Mannschaften wirken auch insgesamt gefestigter als die Konkurrenz in der unteren Tabellenhälfte. Die Löwen haben als Zwölfter gegen die Mannschaften auf zweistelligen Tabellenplätzen eine Bilanz von sechs Siegen und einer Niederlage, Heidelberg hat mit -28 die zweitbeste Korbdifferenz in dieser Tabellengegend - hinter Braunschweig. Eines der beiden Teams wird nach dieser Partie noch weniger Grund haben, allzu oft nach unten schauen zu müssen.

Auch in diesem Spiel gibt es ein interessantes Duell auf der Fünf, denn mit Owen Klassen und Brekkott Chapman stehen sich da zwei sehr unterschiedliche Spielertypen gegenüber. Chapman ist ein wendiger Power Forward, der sehr stark am Ball und mit dem Gesicht zum Korb ist, den Dreier im Repertoire hat und sich selber sogar als Small Forward sieht. Klassen dagegen ist ein kantiger Zonen-Arbeiter, der hart abrollt, den Dreck wegräumt und als Gegenspieler weh tut. Was beide gemeinsamen haben: Als Bundesliga-Rückkehrer (Klassen lief bereits für Hagen, Würzburg und Ludwigsburg auf, Chapman spielte die vergangenen beiden Jahre in Würzburg) sind sie ohne Zweifel Leistungsträger ihrer Teams.

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NBA-Kader mit Heimkomplex: Kann Ulm gegen Bayreuth die Heimbilanz verbessern?


Seit dem Dezember 2021 steht ratiopharm ulm in der Liga bei 6-1 (Bayreuth bei 4-4) und hat mittlerweile als Fünfter nur noch eine Niederlage mehr als die Tabellenführer aus Bonn und München. Dem hochtalentierten Kader um die früheren NBA-Profis Cristiano Felicio (264 NBA-Einsätze), Sindarius Thornwell (164), Semaj Christon (66) und Jaron Blossomgame (27) ist im letzten Jahr von Klubikone Per Günther zuzutrauen, die Spitzenteams anzugreifen, wenn bloß die Heimschwäche nicht wäre (2-4). Ein Sieg gegen ein Bayreuther Team, dem zwei Anführer fehlen, wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Apropos Verletzung: Zum Aufbau-Duell zwischen Per Günther und Bastian Doreth als zwei Aushängeschildern der Liga wird es wegen Doreths Fußverletzung wohl nicht kommen, deshalb blicken wir statt der Eins auf die Fünf (wie in den bisherigen Partien dieses Spieltags auch). Dort stehen mit Cristiano Felicio (2,11 Meter, 122 Kilo, 29 Jahre) und Martynas Sajus (2,08, 115, 25) zwei klassische Big Men, die nicht nur die effektivsten Spieler ihres Teams sind, sondern auch die beiden besten Rebounder der Liga.

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Oldenburg - Ludwigsburg: Wie kommen die Donnervögel aus der Corona-Zwangspause?


Die EWE Baskets Oldenburg kehren nach der Corona-Zwangspause auf das Parkett zurück, und es stellt sich die Frage, ob und wie fit die Baskets nach diesen zwei Wochen sind. Immerhin stehen in zwei englischen Wochen über die nächsten zehn Tage gleich mal vier Liga-Partien an (Ludwigsburg, Weißenfels, Crailsheim und Braunschweig).

Auf der Fünf könnte es zum Duell zwischen Rückkehrer und Nachverpflichtung kommen: Bei Oldenburg könnte der vor der Pause noch verletzte Martin Breunig in den Kader zurückkehren, der 2016/17 seine Profikarriere in Ludwigsburg begonnen. Bei Ludwigsburg der nachverpflichtete Ethan Happ debütieren. Damit müsste Ludwigsburgs Trainer John Patrick nicht mehr so häufig Smallball spielen.

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Hamburg empfängt MBC: Wer stoppt Caleb Homesley?

Welcher Verteidiger der Wölfe bändigt Caleb Homesley? Hamburgs Topscorer nutzte vergangenes Wochenende in Bonn waghalsig jeden offenen Blick zum Korb, nahm zwanzig Dreier und traf davon sieben. Zusätzlich versenkte er fünf seiner sechs Zweier und zwei seiner drei Freiwürfe zur persönlichen Bestleistung von 33 Punkten. Und auch unter der Woche kühlte der 25-Jährige nicht ab: Beim Eurocup-Sieg gegen Ankara legte er 29 Punkte auf, netzte dabei sieben seiner zehn Dreierversuche und legte dazu elf Rebounds, sechs Assists und drei Steals auf. Seine 20 Dreierversuche in Bonn übertrafen sogar die digitale Bestmarke, die Hurl Beechum 1998 für die Telekom Baskets aufgestellt hatte, als er 19 Distanzwürfe nahm (und sogar amtliche zwölf davon für den BBL-Rekord für Dreier in einer Partie versenkte):

1. Caleb Homesley (2022 für Hamburg): 7/20 Dreier gegen Bonn (92:80)

2. Hurl Beechum (1998 für Bonn): 12/19 Dreier gegen Trier (102:93 n.V.)

3. Hurl Beechum (2004 für Bamberg): 7/19 Dreier gegen Oldenburg (71:85)

4. Hurl Beechum (1998 für Bonn): 7/19 Dreier gegen Ulm (77:68)

5. Carl Brown (1999 für Trier): 8/18 Dreier gegen Brandt Hagen (95:90)

6. Hurl Beechum (1999 für Bonn): 7/18 Dreier gegen s.Oliver Würzburg (92:89)

Und auch, wenn Homesley von Stefan Koch NBA-Potenzial bescheinigt wurde, ist er noch weit davon entfernt, Beechums Rekord bei den Dreiern in einer Saison (1998/99 netzte Beechum 161 von 380 Dreiern) zu gefährden. Denn über die gesamte Saison kommt Homesley bisher auf eine nur mittelmäßige Dreierquote von 32,6 Prozent (47/144).

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Göttingens Europa-Neulinge empfangen Frankfurts ausgeruhte Veteranen


Nachdem Zack Bryant und James Dickey im Dezember die BG Göttingen verließen, haben die Veilchen nur noch vier ausländische Profis im Kader. Mit Kamar Baldwin, Jake Toolson und Jeff Roberson präsentieren sich drei davon eigentlich das erste Mal in großen Rollen auf der europäischen Bühne: Alle drei waren bisher hauptsächlich am College und in der G-League im Einsatz; Baldwin und Roberson spielten zwar beide jeweils eine Saison in Europa, kamen dort aber nur begrenzt zum Einsatz. Trotz (oder gerade wegen?) der Unerfahrenheit liegen die Göttinger aktuell auf Playoffkurs (sechster Platz). Frankfurt hingegen baut auf die erfahrenen Tez Robertson (430 BBL-Spiele), Jamel McLean (elfte Saison in Europa) und Will Cherry (siebte Saison in Europa). Die drei Veteranen stabilisierten die junge Mannschaft, was dazu führte, dass die Frankfurter in den vergangenen Wochen durch vier Siege aus acht Spielen vom letzten auf den 13. Platz vorrückten.

Und bei dieser Partie stellt sich zudem noch eine der ältesten Fragen des Wettkampfsports generell: Was ist besser - ausgeruht oder im Rhythmus sein? Die Frankfurter hatten seit dem Derbysieg gegen Gießen am zweiten Januar kein Spiel mehr und konnten sich akribisch auf die Partie in Göttingen vorbereiten, die Veilchen dagegen mussten seitdem bereits drei weitere Spiele absolvieren, das letzte an diesem Mittwoch.

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Aktuelles Basketball-Geschehen auf einen Blick


Auch in dieser Saison versorgen wir die Basketball-Gemeinde wieder mit unseren wiederkehrenden Rubriken:

- Im täglichen Pressespiegel gibt es jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten aus der deutschen Basketball-Welt.

- Bei easyCredit BBL goes Europe" fassen wir immer die Partien unserer Clubs auf europäischem Parkett zusammen - jeden Morgen alle Boxscores und Highlights auf einen Blick.

- Und bei „on the road" blicken wir dienstäglich auf unsere Nationalspieler im Ausland - wie liefen die letzten Tage in NBA, NCAA und Euroleague für die deutschen Akteure?

Tabelle

# TeamSpieleS/NPunkteSerie
1.blocked.gif Telekom Baskets Bonn1612/424:8- 2
2.blocked.gif FC Bayern München1511/422:8- 1
3.blocked.gif NINERS Chemnitz1611/522:10+ 3
4.blocked.gif ALBA BERLIN1410/420:8+ 4
5.blocked.gif ratiopharm ulm1510/520:10+ 2
6.blocked.gif BG Göttingen1610/620:12- 1
7.blocked.gif HAKRO Merlins Crailsheim1610/620:12- 1
8.blocked.gif MHP RIESEN Ludwigsburg1610/620:12+ 1
9.blocked.gif Hamburg Towers159/618:12+ 1
10.blocked.gif medi bayreuth157/814:16- 1
11.blocked.gif Brose Bamberg167/914:18+ 1
12.blocked.gif Basketball Löwen Braunschweig146/812:16+ 1
13.blocked.gif FRAPORT SKYLINERS155/1010:20+ 2
14.blocked.gif MLP Academics Heidelberg155/1010:20+ 1
15.blocked.gif SYNTAINICS MBC154/118:22- 4
16.blocked.gif s.Oliver Würzburg143/116:22- 8
17.blocked.gif JobStairs GIESSEN 46ers163/136:26- 8
18.blocked.gif EWE Baskets Oldenburg112/94:18- 3


Medieninformationen: easyCredit Basketball Bundesliga, Presseabteilung, vom 14.01.2022.