AUFTAKT: RASTA VERLIERT SPIEL GEGEN ROSTOCK IM 3. VIERTEL!

Am 1. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA unterlag RASTA Vechta am Freitagabend den favorisierten ROSTOCK SEAWOLVES mit 54:68 (26:26). Erstmals waren wieder Zuschauer bei einem Pflichtspiel im RASTA Dome dabei. Und 1.216 (von möglichen 1.500) Zuschauern erzeugten nicht nur Gänsehaut-Atmosphäre vom Jump weg sondern hielten ihr Team auch lange im Spiel.


In Kürze


„Fans. Mannschaft. Gemeinsam. We are back". Mit diesen sechs Worten auf vier Bannern drückte RASTAs Fanclub ‚Klettverschluss' zu Beginn der Partie bestens aus, was alle dachten: Endlich wieder Live-Basketball an der Pariser Straße! Das lange Warten der Fans auf dieses Erlebnis wurde vom Vechtaer Team lange Zeit mit aufopferungsvollem Kampf belohnt, allein eine extreme Schwächephase im 3. Viertel kostete das Team von Head Coach Derrick Allen die Siegchance. Letztlich waren auch zu viele Vechtaer Ballverluste und zu wenig geholte Rebounds sowie eine schwache Trefferquote verantwortlich für die Niederlage gegen den letztjährigen Hauptrundenersten.


Fakten


Würfe: RASTA 20/52 (38%) - Rostock 26/63 (41%)

Dreier: RASTA 5/18 (28%) - Rostock 5/22 (23%)

Freiwürfe: RASTA 9/13 (69%) - Rostock 11/15 (73%)

Rebounds: RASTA 28 - Rostock 40

Assists: RASTA 14 - Rostock 17

Ballverluste: RASTA 18 - Rostock 16

Steals: RASTA 6 - Rostock 8


1. Viertel


‚Viele Würfe, wenig Punkte' könnte die Überschrift zum Saisonstart in der BAMER 2. Basketball Bundesliga ProA sein. Nur elf Treffer aus dem Feld gab es in den ersten zehn Minuten, geradezu brüderlich verteilt. Doch schon jetzt sechs Ballverluste der Vechtaer deuteten an, das dies am Freitagabend eine große Baustelle des Allen-Teams sein würde. Die ersten Zähler der Saison 2021-22 gingen per Dreier auf das Konto von Joschka Ferner (2. Minute). Zum Ende des 1. Viertels stoppte RASTA in Person von Carlos Medlock einen 0:6-Lauf, der US-Spielmacher traf per Buzzer Beater zum 12:14-Pausenstand.


2. Viertel


Spielerisch dürftig, dafür mit großem Kampf ging es weiter - und mit Robin Lodders. Sieben Punkte machte RASTAs neuer Center im 2. Viertel und die Vechtaer kamen von einem 12:17 (11.) zurück zu einer 19:17-Führung (13.). Ein weiteres halbes Dutzend Ballverluste ließ jedoch wenig bis gar keinen Rhythmus in RASTAs Offense aufkommen, dafür stimmte es in der Defense. Gegen eines der ganz hoch gehandelten Teams der Liga ließen die Vechtaer in Halbzeit eins nur 26 Punkte zu - ganz stark. Die eigenen 26 Punkte jedoch, jeder einzelne im RASTA Dome lautstark gefeiert, waren nicht genug, um die ‚Seewölfe' in Angst und Schrecken zu versetzen.


3. Viertel


Die Frage, wer als Erster in dieser Partie in der Offense ein Zeichen setzen würde, wurde dann schnell beantwortet: Die ROSTOCK SEAWOLVES starteten mit einem 17:0-Lauf in die 2. Halbzeit! Jordan Roland traf innerhalb von knapp drei Minuten drei Dreier, RASTA wurde förmlich überrollt und sah sich in der 17. Minute - nach dem vierten Roland-Dreier im 3. Viertel - mit einem 17-Punkte-Rückstand konfrontiert - 30:47. Aber weil Robin Lodders weiter fleißig Punkte in der Zone sammelte und nach 30 Minuten insgesamt 15 Zähler hatte, durften die Vechtaer vor dem Schlussabschnitt (40:52) noch auf ein Comeback hoffen.


4. Viertel


Mit einem solchen hätte es dank einer weiter starken Defense auch tatsächlich etwas werden können. Nach einem Threeball von Kristofer Krause zum 48:56 (33.) war #alarmstufeorange im RASTA Dome, die Fans trieben ihr Team unermüdlich an. Auch gut viereinhalb Minuten vor dem Ende war nach Robin Lodders' Punkten 16 und 17 zum 50:58 noch alles drin. Doch immer wenn das Allen-Team im 4. Viertel den Rostockern bis auf fünf Punkte hätte näher kommen können, scheiterte es - entweder am Gegner oder aber an sich selbst. Und in der Schlussphase übernahmen die Hansestädter dann doch wieder das Kommando und hatten in Brad Loesing einen eiskalten Vollstrecker.


Ausblick


RASTA hat nun reichlich Zeit, um das Erlebte aufzuarbeiten und sich auf den 2. Spieltag vorzubereiten. Erst am Sonntag, den 26. September (16 Uhr) spielen die Allen-Schützlinge wieder, dann bei Phoenix Hagen. Mit einer Rückkehr von A.J. Turner in den Kader der Vechtaer kann noch nicht gerechnet werden. Das Spiel in Hagen wird genau wie alle anderen Partien der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA live und kostenlos auf www.sportdeutschand.tv übertragen werden.


Stimmen zum Spiel


Derrick Allen (Head Coach RASTA Vechta): „Zunächst einmal möchte ich Gott dafür danken, dass ich hier sein und tun darf, was ich tue. Und natürlich möchte ich Coach Held zum wirklich guten Rostocker Spiel beglückwünschen. Sein Team hat den Sieg heute verdient. Heute waren zwei Dinge ausschlaggebend. Zum einen der 0:17-Start in die 2. Halbzeit. Da hatten wir komplett den Kopf unten, haben nicht dagegengehalten, waren nicht bereit fürs 3. Viertel. Wir haben den Ball nicht mehr in die Zone gebracht. Meiner Mannschaft hatte ich vor dem Spiel gesagt, dass wir den Korb attackieren müssen, um Rostocks Defense zu knacken. Rostock war in der 2. Halbzeit auch wesentlich physischer als wir. Und wenn man schließlich 18 Ballverluste hat, davon zehn leichtsinnige, sowie dem Gegner 40 Rebounds erlaubt und selber nur 28 hat - gerade Zuhause - dann ist es sehr schwierig ein Spiel zu gewinnen. Nochmal: Glückwunsch an Coach Held und sein Team für diesen guten Auswärtssieg."


Christian Held (Head Coach ROSTOCK SEAWOLVES): „Vechta ist sehr aggressiv gestartet und hat es hervorragend gemacht hat, uns in der 1. Halbzeit in gar keine Form von Offensive kommen zu lassen. Wir waren offensiv tot. Das lag daran, dass Vechta aus meiner Sicht extrem gut und extrem physisch verteidigt hat. Trotzdem ist es uns gelungen, im Spiel zu bleiben. Wir haben defensiv einige Dinge richtig gemacht. Wir konnten zwar Robin Lodders nicht stoppen, aber ansonsten hatten wir Vechta defensiv unter Kontrolle. Im 3. Viertel hatten wir mit Jordan Roland jemanden, der offensiv so etwas wie einen Rhythmus gefunden hat. So ein Lauf hilft dann natürlich in so einem Spiel. Wir erzielen 26 Punkte im 3. Viertel, das war für mich ausschlaggebend. Meine Mannschaft hat einen hervorragenden Job gemacht in der Verteidigung. So ist es einfacher, solch ein Spiel zu gewinnen."


Fr., 17.9.2021 - 19.30 Uhr - BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA - Saison 2020/21 - 1. Spieltag


RASTA Vechta - ROSTOCK SEAWOLVES 54:68 (12:14 / 14:12 / 14:26 / 14:16)


VEC: Nigel Pruitt (1 Punkt/2 Steals), Carlos Medlock (5), Josh Young (4/5 Assists/2 Steals), Joschka Ferner (9), Robin Lodders (17), Sheldon Eberhardt (2), Jannes Hundt (2), Justin Onyejiaka (DNP), Deng Geu, Preston Purifoy (1), Devin Searcy (8/8 Rebounds/2 Blocks) und Kristofer Krause (5)


HRO: Tyler Nelson (10 Punkte), Jose De Oliveira (2), Svante Schmundt (DNP), Chris Carter (5), Stefan Ilzhöfer (2), Jordan Roland (14/7 Rebounds), Till Gloger (14/10 Rebounds/4 Assists/2 Steals), Sid-Marlon Theis (6), Nijal Pearson (5/8 Rebounds) und Brad Loesing (10).


Zuschauer: 1.216 im RASTA Dome (erlaubt waren 1.500)


RASTA Vechta - 2021/2022 - Der Kader


Sheldon Eberhardt (Guard, 25, D/USA), Joschka Ferner (Forward, 25, D), Deng Gue (Forward, 24, UGA/USA), Jannes Hundt (Guard, 24, D), Kristofer Krause (Guard, 20, D), Robin Lodders (Center, 26, D), Carlos Medlock (Guard, 34, USA), Nigel Pruitt (Forward, 25, USA/D), Preston Purifoy (Forward, 29, USA), Devin Searcy (Center, 32, USA), A.J. Turner (Guard/Forward, 25, USA) Josh Young (Guard, 33, USA). Head Coach: Derrick Allen (41, USA). Assistant Coach & Athletic Trainer: Arturo Ruiz (29, ESP).


Medieninformation: RASTA Vechta