Trikotnummer 12 wird nicht mehr vergeben

Die Nummer eins in der ewigen Bundesliga-Korbschützenliste der Wölfe ist Djordje Pantelic bereits seit einigen Wochen. Gestern Abend, im letzten Auswärtsspiel der Saison (80:84 bei RASTA Vechta), durchbrach der Center-Routinier eine magische Schallmauer: Mit einem Korbleger zum 30:30-Zwischenstand in der 18. Minute erzielte der 36-Jährige seinen 1000. Karrierepunkt in der easyCredit BBL.


Nach dem letzten von fünf erlaubten Einsätzen stehen für Djordje Pantelic insgesamt 1003 Punkte im deutschen Oberhaus zu Buche. Im letzten Saisonspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen die EWE Baskets Oldenburg wird der SYNTAINICS MBC den Serben gebührend verabschieden, der mit Unterbrechungen seit 2011 für die Wölfe spielte und in dieser Saison bei Kooperationspartner BSW Sixers in der ProB unter Vertrag steht. Alle Akteure werden den Namen Pantelic anstatt ihres eigenen auf dem Trikot tragen. Die Rückennummer 12 wird künftig in Würdigung seiner Verdienste für den Verein nicht mehr vergeben. Diese Ehre wurde zuvor bereits Tomas Grepl (14) und Sascha Leutloff (16) zu Teil.


Djordje Pantelic hätte sich am Mittwochabend sicherlich ein glanzvolleres Ambiente für sein Jubiläum vorgestellt. Doch die Mannschaftsleistung bei der 80:84-Niederlage beim Liga-Schlusslicht und Absteiger aus Vechta war einmal mehr ernüchternd. Michal Michalak (23), Quinton Hooker (22) und Kapitän Sergio Kerusch (10) punkteten zweistellig. Kyndahl Hill hingegen zeigte in mehr als 31 Minuten Einsatzzeit mit lediglich drei Punkten und drei Rebounds eine auch vor der Einstellung her nicht bundesligataugliche Leistung. Immerhin: Der Klassenverbleib stand bereits seit der 90:99-Niederlage von Gießen tags zuvor in Bamberg fest.


Headcoach Silvano Poropat machte nach der Partie über seine Enttäuschung keinen Hehl. Er sagte: „In den letzten Spielen war ich wirklich zufrieden damit, wie unsere Mannschaft mit einer kleinen Rotation ohne viele wichtige Spieler gekämpft hat. Und heute, wo wir mehr Spieler zur Verfügung hatten, haben wir nicht so gekämpft. Da war wohl so das Gefühl im Spiel, dass man hierher kommt, ein bisschen so vor sich hin spielen kann und dann noch gewinnt. Das ist sehr in die Hose gegangen. Vechta wollte den Sieg heute einfach mehr als wir – das hat man deutlich gesehen, von der ersten Sekunde an. RASTA war aggressiver als wir und hat einen größeren Willen gezeigt. Deswegen ist der Sieg Vechtas auch absolut verdient, Gratulation! Ich gehe jedenfalls enttäuscht nach Hause, weiß aber nicht, ob die Spieler das auch sind. Heute wäre mehr drin gewesen. Wir müssen froh sein, dass es heute nicht mehr um Alles ging. Das müssen wir jetzt sacken lassen."


Frühzeitig geriet seine Mannschaft mit 5:17 in Rückstand. Erst Ende des ersten Viertels fand sie ins Spiel, holte Punkt um Punkt auf und ging nach einem Dreier von Quinton Hooker Anfang des zweiten Viertels sogar 25:22 in Führung. Mit einem knappen 32:36-Rückstand wurden die Seiten gewechselt. Danach taten sich die Wölfe abermals schwer und lagen in der 29. Minute sogar 47:60 zurück. Mit einem viertelübergreifenden 13:0-Lauf konnten sie zum 60:60 ausgleichen, Deron Washington holte mit einem Drei-Punkte-Spiel zum 67:65 die Führung zurück. Mit 74:74 ging es in die letzten zwei Minuten, in denen die Hausherren mehr Entschlossenheit zeigten.



SYNTAINICS MBC:

Michalak (23 Punkte, 6 Assists), Hooker (22 Punkte, 4 Dreier, 7 Rebounds, 7 Assists, 4 Steals), Kerusch (10 Punkte, 7 Rebounds), Washington (8 Punkte, 5 Rebounds, 4 Assists), Pantelic (7 Punkte, 6 Rebounds), Hartwich (7 Punkte, 3 Blocks), Hill (3 Punkte), Krstanovic (0 Punkte), Marelja (0 Punkte), Danes.


Medieninformation: SYNTAINICS MBC