„Gewinnen, egal wann und wie“: Bayern startet in die Finals
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June 12, 2026 at 8:12 AM -
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Das übergeordnete Ziel ist ohnehin klar, es ist die Meisterschaft und wäre in der 80-jährigen Historie der Bayern-Basketballer erstmals die dritte in Serie – der Threepeat. Was die Herren aber im Detail anstreben schon in den ersten beiden Finalspielen gegen Alba Berlin am Freitag (20.30 Uhr/DYN) und Sonntag (15.30 Uhr/jeweils SAP Garden), hat der bisherige Playoff-Topscorer der Münchner in der aktuellen Medienrunde mitgeteilt. „Wir wollen noch einmal“, sagte Oscar da Silva (14,3 PpS) – „unseren besten Basketball spielen.“
Berlin zweimal in Spiel 5 zum 3:2
Dass diese Best-of-five-Serie enger wird als die beiden ersten K.o.-Runden gegen Trier und Bonn (jeweils 3:0), ist im Münchner Lager angekommen. Denn mal abgesehen von der Rivalität der beiden erfolgreichsten Klubs der letzten Dekade hat Alba mit seiner überzeugenden Vorstellung im fünften Halbfinale gegen Bamberg (97:66) unfreiwillig noch einmal die Aufmerksamkeit erhöht beim Titelverteidiger.
„Sie haben Charakter gezeigt und einen soliden Playoff-Run gehabt“, sagte Kapitän Vladimir Lucic. „Sie haben gegen Vechta geantwortet und wie sie das fünfte Spiel gegen Bamberg gespielt haben, zeigte uns, dass wir einen schweren Gegner in den Finals haben werden.“ Auch Pesic zollt dem Herausforderer Respekt, nachdem Berlin zweimal ein welliges 3:2 zum Finaleinzug feierte: „Sie haben Bamberg deklassiert. Das hat mich ein bisschen überrascht, dass Bamberg einfach nicht im Spiel ankam. Alba hat von Anfang an sein Spiel durchgesetzt und alle drei Spiele zuhause dominiert. Sie haben es versucht, aber es war nicht Bambergs Tag.“
Playmaker Hermannsson im Fokus
Bayern und Berlin kennen sich ausreichend, obwohl sich die alten Bekannten diese Saison aufgrund von Albas Rückzug aus der EuroLeague bisher nur zweimal begegneten (81:67 im Oktober in Berlin und 85:79 am 1. Mai).
Pesic analysiert: „Sie spielen viel Transition, mit viel Laufen und dem direkten Basketball, nicht nur durch Außenspieler, sondern auch Inside. Und eine gute Transition-Mannschaft ist immer auch gut beim Offensivrebound. Unser erster Fokus ist also, so wenig Fastbreak-Punkte wie möglich zu erlauben und ihren offensiven Rebound zu kontrollieren. (...) Das sollte unser Fokus sein, denn Alba ist eine Mannschaft, die nicht aufgibt. Egal, wie das Resultat ist, sie spielen weiter schnell und sie haben in den fünf Spielen (gegen Bamberg) mehr Dreier geworfen als Zweier.“
Spielbestimmend ist bei Berlin weiterhin Playmaker Martin Hermannsson (11,9 PpS, 5,2 ApS), den diese Saison der ausgeliehene Nationalspieler Jack Kayil (12,5 PpS) als Scorer unterstützt. DBB-Kollege Malte Delow (9,1) und Forward Justin Bean (10,0) sind neben dem Distanzschützen Moses Wood (9,4) und Center Norris Agbakoko (8,7, 4,6 RpS) weitere offensive Optionen. Neu dabei ist seit April der frühere FCBB-Youngster Michael Rataj (2018 – 2021), der sich gleich mit durchschnittlich 9,2 Punkten einbrachte.
Pesic: „Spieler sind in guter Verfassung“
Die Frage ist nun, wie die Bayern aus den Startlöchern kommen nach acht Tagen ohne Playoff-Spiel. Routinier Lucic betont: „In Finals geht es darum, die Energie des Gegners zu matchen, defensive Intensität zu haben und hoffentlich den Heimvorteil in München zu nutzen. In den Finals ist es besonders wichtig, wie du in die Serie startest. Ich hoffe, dass wir nach der Pause mental und physisch in Form sein werden.“ Pesic ist zuversichtlich: „Insgesamt haben wir uns in allen sechs Spielen gut angestellt, trotz der Spielpausen. Aber dafür sind unsere Spieler jetzt alle in einer guten physischen Verfassung und sie sind bereit.“
Der Kader der Bayern erklärt sich wohl wieder von selbst. Andi Obst ist ja zurück nach seinem heftigen Mageninfekt während der beiden letzten Spiele gegen Bonn, so dass Pesic wohl erneut nur auf Center zwischen David McCormack und Wenyen Gabriel (aufgrund der internationalen Spots) zu wählen hat.
Die Stats zu den Playoff-Finals 2026:
- Pflichtspiele: FCBB 81 – Berlin 62
- Punkte pro Spiel: FCBB 88,1 – Berlin 86,1
- Feldquote: FCBB 48,7 % - Berlin 46 %
- Dreierquote: FCBB 37 % - Berlin 33,5 %
- Rebounds: FCBB 39,2 – Berlin 38,8
- Offense-Rebounds: FCBB 11,9 – 12.9
- Assists: FCBB 20,6 – Berlin 19,7
- Ballverluste: FCBB 12,6 – 13,8
Medieninformation: FC Bayern Basketball