Erstes Playoff-Duell zwischen Bonn und Würzburg – Der Vierte gegen den Fünften als traditionell engste Viertelfinal-Serie

Die besondere Brisanz: Nur einen Sieg mehr als die Fitness First Würzburg Baskets hatten die Telekom Baskets Bonn nach 34 Hauptrundenspieltagen, doch dieser macht jetzt den entscheidenden Unterschied beim Heimvorteil im Viertelfinale. Bonn (21-13) hat diesen nun in den ersten beiden Partien sowie einem möglichen fünften Spiel, Würzburg (20-14) muss also eins „klauen“, um ins Halbfinale einziehen zu können. Die Chancen stehen historisch nicht schlecht: Seit der Saison 2000/01, seit der sich die Tabellenfünften wieder direkt für das Playoff-Viertelfinale qualifizieren, haben diese immerhin in elf von 24 Duellen gegen den Vierten gewonnen – darunter in den vergangenen drei Saisons, 2023/24 gelang dies Würzburg schon einmal gegen Ulm. Spannung ist also garantiert, zumal ganze neun Serien zwischen dem Vierten und Fünften über die volle Länge von fünf Spielen gingen.

Duell im Fokus: Grayson Murphy ist der effektivste Spieler bei den Telekom Baskets und der zweitbeste Vorlagengeber der Liga. 10,2 Punkte, 4,6 Rebounds, 6,4 Assists und 1,9 Steals sammelt der Point Guard in 25:13 Minuten pro Partie (Effektivität 15,1). Unterstützung im Backcourt erfährt Murphy seit 15 Spielen von Jalen Finch, der mit 13,7 Punkten pro Partie Bonns Topscorer ist. Dazu kommen 1,8 Rebounds und 3,0 Assists (Effektivität 12,4). Traditionell stark besetzt im Spielaufbau sind seit Jahren die Würzburger, die mit den Playmakern Jhivvan Jackson (2025) und Otis Livingston II (2004) zuletzt gleich zweimal den MVP der Liga stellten, nachdem die vorherigen MVP-Awards in TJ Shorts 2023 und Parker Jackson-Cartwright 2022 an zwei Bonner Guards gingen. In dieser Saison bewarb sich lange Marcus Carr um diese Auszeichnung, schaffte es am Ende aber nicht unter die ersten Drei. Dafür ist er mit 17,3 Punkten pro Partie Würzburgs bester Korbjäger der Hauptrunde, dicht gefolgt von seinen Guard-Kollegen Davion Mintz (16,4 PPG), der laut Sportando nach der Saison in die EuroLeague zu Dubai wechseln wird, und Brae Ivey (11,5). Zusammen verteilen sie 12,3 Assists pro Spiel, sodass dieses Trio Herz und Seele des Würzburger Teams ist. Auch wenn erstmals seit der Saison 2020/21 der MVP-Award nicht an einen Würzburger oder Bonner Guard ging, muss man kein Prophet sein, um zu wissen, dass die Serie zwischen Bonn und Würzburg (auch) auf den kleinen Positionen entschieden werden wird.

Zahlen, bitte: Die Telekom Baskets sind schon ein Kuriosum diese Saison, was das Werfen an sich angeht – und das wird besonders im Vergleich mit Würzburg deutlich: Bonn nimmt 28,0 Dreier pro Spiel, netzt davon aber nur 27,2 Prozent (mit Abstand der schlechteste Wert der Liga). Würzburg nimmt nur 25,7 Dreier pro Spiel (ligaweit am zweitwenigsten), netzt davon aber 35,8 Prozent. Bonn trifft außerdem auch von der Linie mit 65,8 Prozent schlechter als jedes andere Team der Liga (Würzburg: 76,3 FT%). Warum die Mannen von Trainer Marko Stankovic trotzdem so gut nach der Hauptrunde dastehen? Weil sie mehr Offensivrebounds abgreifen als jedes andere BBL-Team (im Schnitt 15,5, Würzburg: 10,9) und außerdem die zweitwenigsten Ballverluste haben (12,2, Würzburg: 14,0). Das führt dazu, dass Bonn die meisten Würfe aus dem Feld nimmt (pro Spiel 69,1), Würzburg nimmt dagegen mit 61,6 ligaweit am wenigsten, weil Sasa Filipovski gerne die Shotclock melkt. Bonn ließ bisher 80,3 Punkte pro Spiel (45,0 FG%) zu, Würzburg 80,2 (44,2).

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Medieninformation: easyCredit BBL