Pokalsieger Bamberg gegen Vorjahresfinalist Ulm: Anton Gavel trifft auf seine meisterliche Vergangenheit

Die besondere Brisanz: 2023 wurde Anton Gavel sensationell Deutscher Meister mit ratiopharm ulm. Nur ein Jahr später entschied er sich für einen Wechsel nach Bamberg. Jetzt trifft „Tono“, gerade als „Coach of the Year“ ausgezeichnet, im Viertelfinale mit seinen BMA365 Bamberg Baskets auf Ulm – und nach dem Pokalsieg im Februar wollen die Franken den ersten Schritt in Richtung mögliches Double gehen. Zehn der vergangenen 13 nationalen Titel gingen an Bayern und Berlin, Bamberg und Ulm schafften es also in der jüngeren Vergangenheit, die Phalanx der großen Bs kurzzeitig zu durchbrechen. Ulm erreichte in der Vorsaison das Finale, scheiterte aber letztlich knapp mit 2-3 an München. Job unfinished?

Duelle im Fokus: Bei den direkten Duellen ist zunächst einmal zu berücksichtigen, dass nur bei Bamberg klar vorherzusagen ist, wer zu Beginn des Spiels auf dem Parkett steht. So oder so warten heiße Konfrontationen. Begegnen könnten sich beispielsweise Bambergs Cobe Williams und Ulms Nelson Weidemann. Williams ist mit 4,0 Assists pro Spiel der beste Passgeber der Bamberger, während Weidemann mit einer Quote von 36,1 Prozent der drittbeste Dreierschütze bei den Ulmern ist. Wichtige Rollen bekleiden auch zwei Spieler, die trotz ihrer verlässlich guten Leistungen dezent unter dem Radar fliegen: Richard Balint (Bamberg) und Tobias Jensen. Balint ist mit 45,3 Prozent der zweitbeste Distanzschütze bei den Franken, Jensen stand am häufigsten in der Starting Five von Trainer Harrelson (in 31 von 33 Spielen).

Ein heißes Duell könnte sich zwischen Ibi Watson (Bamberg) und Defensivspezialist Justin Simon entwickeln. Watson ist mit 16,0 Punkten Topscorer der Gavel-Schützlinge und landete bei der Wahl zum MVP der Saison hinter Münchens Andi Obst auf dem zweiten Platz. Simon wiederum wurde Zweiter bei der Wahl zum „Defensive Player of the Year“ und möchte seinem Ruf gerecht werden. Übrigens: Um Watson ranken sich seit Längerem Gerüchte über einen Wechsel nach Ulm. Auf der Vier treffen sich Demarcus Demonia, MVP beim BMW TOP FOUR, und der offensiv vielseitige Chris Ledlum, der gemeinsam mit Mike Kessens (Bonn) und David N’Guessan (Braunschweig) die drittmeisten Rebounds in der Liga geholt hat (6,5 RPG). Unter dem Korb lauert derweil Bambergs EJ Onu darauf, Gegner wie Joel Soriano am Punkten zu hindern. Der jüngst zum „Defensive Player of the Year“ gewählte Onu ist der beste Shotblocker der easyCredit BBL (2,4 BPG), Center Soriano wurde ebenso wie Simon im Verlauf der Saison nachverpflichtet.

Die ewige Bilanz: Insgesamt 101-mal standen sich Bamberg und Ulm bereits gegenüber, die Franken führen sehr deutlich mit 74-27. Die Playoff-Historie weist fünf Duelle auf: 1995/96 gewann Bamberg im Viertelfinale mit 4-0, 1997/98 wiederum gelang Ulm der bisher einzige Erfolg beim 3-2 im Halbfinale. Weiter ging es 2011/12 im Finale, wo die Bamberger mit 3-0 den Titel holten, bevor 2014/15 Bamberg ein 3-0 in der Halbfinalserie wiederholte. 2015/16 schließlich setzten sich die Franken im Playoff-Finale mit 3-0 gegen Ulm durch, es war bis heute das letzte Aufeinandertreffen in der Postseason. In der laufenden Saison gewannen jeweils die Auswärtsteams: Im Dezember unterlag Bamberg mit 83:106, im April revanchierten sich die Gavel-Schützlinge mit 89:73.

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Medieninformation: easyCredit BBL