Obst als MVP und Roland als bester Offensivspieler im Duell: Titelverteidiger Bayern ist haushoher Favorit gegen Aufsteiger Trier
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May 16, 2026 at 3:14 PM -
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Die besondere Brisanz: Beim Duell zwischen dem Tabellenersten und dem Achten triumphierte in unserer Liga nur zwei Mal der Außenseiter: 2007 Quakenbrück mit 3-0 gegen Berlin sowie 2010 Braunschweig gegen Oldenburg mit 3-1. Und wenn es diesmal sogar heißt Titelverteidiger gegen Aufsteiger, dann hat das eine Team nichts … das andere aber umso mehr zu verlieren. Der FC Bayern Basketball geht als Titelverteidiger und Hauptrundenkrösus natürlich als haushoher Favorit in das Viertelfinale gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier, die ganz befreit aufspielen können – haben sie es als erster Aufsteiger seit Vechta (2024) geschafft, in die Endrunde einzuziehen. Für Trier ist es die erste Playoff-Teilnahme in der Beletage seit 2004, die Gladiators wissen aber dennoch aus der jüngeren Vergangenheit, wie man einen starken Playoff-Lauf hinlegt: Sie setzten sich in der vergangenen Saison in den ProA-Playoffs durch – womit also Meister und Meister aufeinandertreffen
Duell im Fokus: Ein besseres Duell in der ersten Playoff-Runde kann es eigentlich nicht geben: Münchens Andi Obst wurde als MVP der Hauptrunde ausgezeichnet, Triers Jordan Roland als bester Offensivspieler – beide wollen nun im direkten Duell zeigen, dass sie zurecht diese Awards eingeheimst haben. Roland stellte mit 18,0 Punkten pro Partie den drittbesten Punktesammler der Hauptrunde, Obst folgte mit 16,6 Zählern auf dem achten Rang. Dabei beeindruckte Roland (40,6 3P%) mit der besseren Dreierquote als Obst (37,4 3P%). Interessant wird sein, inwieweit sich beide auch gegenseitig verteidigen werden. Bei den Bayern steht für solche Aufgaben ja auch immer gerne Nationalspieler Justus Hollatz bereit. Apropos Defense: Die Gladiators schafften es, dass Obst in den drei Saisonduellen nur sechs seiner 22 Dreier versenkte, die Bayern hielten Roland in zwei von drei Partien bei unter 13 Punkten. Beide haben in der Serie also auch etwas zu beweisen.
Trainerduell im Fokus: In Triers Jacques Schneider und Münchens Svetislav Pesic stehen sich der jüngste und der älteste Headcoach der acht Playoff-Teams gegenüber. Als Schneider im Jahr 1992 geboren wurde, hatte Pesic schon ein Jahrzehnt lang an der Seitenlinie gestanden. Wir sind guter Dinge, dass Schneider als Zweiter bei der Wahl zum Trainer des Jahres im Lauf seiner Karriere noch einige Playoff-Serien coachen wird, daher richten wir den Blick auf Svetislav Pesic: Sind diese Playoffs wirklich die letzten Spiele als Headcoach der Trainerlegende, wie er in einem Interview mit Süddeutschen Zeitung angekündet hat? Dann würde nach knapp 45 Jahren eine wirklich große Trainerkarriere zu Ende gehen, wie sie hier im August 2024 anlässlich seines 75. Geburtstags beschrieben wurde. Sollten die Bayern ihren Titel unter ihm verteidigen, wäre Pesic damit auch etwas Einzigartiges gelungen: Deutscher Meister in vier verschiedenen Jahrzehnten – 1997, 1998, 1999 und 2000 mit Berlin sowie 2014 und dann eben 2026 mit München. Zudem hätte er dann seit den Achtzigern (1987 war er Junioren-Weltmeister mit Jugoslawien) in fünf Jahrzehnten in Folge einen Titel als Vereins- oder Nationaltrainer gewonnen. Die Bayern würden dann als vierter Klub in der bald 60-jährigen Ligageschichte den Threepeat holen.
Details dazu und weitere Themen demnächst hier im Vorbericht
Medieninformation: easyCredit BBL