Courtside–Fakten und Stimmen: #HAMWUE

Am Donnerstag (07.05.) bestreiten die Veolia Towers gegen die Fitness First Würzburg Baskets ihr finales Heimspiel der Saison 2025/26. Gleich drei ehemalige Hamburger feiern beim letzten Heimauftritt der Hanseaten ein Wiedersehen. Tipoff ist um 20 Uhr – Tickets gibt es ab 8,50 Euro online und an der Abendkasse.


Die Chancen waren da, in Ulm wie auch in Bamberg. Nutzen konnten sie die Veolia Towers jedoch in beiden Partien nicht ausreichend – vor allem aus der Distanz fiel zu wenig. Und so mussten sich die Hamburger mit der 85:71-Niederlage am vergangenen Wochenende endgültig aus dem Rennen um einen Play-In-Platz verabschieden. Während andernorts, unter anderem auch beim kommenden Gegner, den Fitness First Würzburg Baskets, noch um die finale Postseason-Platzierung oder gegen den drohenden Abstieg gespielt wird, gehen aber auch die Hansestädter nicht völlig ziellos in ihr finales Heimspiel am Donnerstag (07.05., 20 Uhr). Neun der bisher 13 Saisonsiege wurden in der Inselpark Arena. Der Faktor Heimspiel ist für die Hanseaten auch in der Saison 2025/26 ein bedeutsamer. Und so liegt es Head Coach Benka Barloschky und seinen Schützlingen besonders am Herzen, ein letztes Mal zum Tanz zu bitten und sich angemessen von den heimischen Fans aus der Spielzeit zu verabschieden.


Nennenswert

  • Bislang gab es 17 Duelle zwischen beiden Klubs – in der ewigen Bilanz (6:11) führen die Würzburger
  • Towers-Topscorer Devon Daniels und Würzburgs bester Punktesammler Marcus Carr kommen durchschnittlich jeweils auf 17,2 Punkte
  • Mit Brae Ivey, Johnathan Stove (2024/25) sowie Eddy Edigin (2021/22) stehen gleich drei ehemalige Tower im Aufgebot der Fitness First Würzburg Baskets
  • Laut Tabellenprognose können die Veolia Towers die Saison 2025/26 noch zwischen Platz 11 und Platz 16 abschließen

Personal-Update


Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich die Profis der Veolia Towers in nunmehr 51 absolvierten Pflichtspielen aufgerieben haben. Das Resultat, frühzeitig die über weite Strecke in der Spielzeit bedrohlich wirkenden Sorgen um den Ligaverbleib weggewischt zu haben, ist, auch wenn es nicht mehr für eine Postseason-Qualifikation gereicht hat, eindrucksvoll. Die letzten kurzfristigen Ausfälle von Kapitän Benedikt Turudic (Hüfte) und Kenneth Ogbe (Leiste) sind letztlich der Preis dafür, dass die Mannschaft von Benka Barloschky seit November durchgehend am Limit agiert hat. Sich überhaupt noch einmal in die Position zu bringen, zum Ende der Hauptrunde eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte angreifen zu können, war eine Willensfrage.


Ob Head Coach Benka Barloschky im letzten Heimspiel der Saison 2025/26 auf alle Akteure zurückgreifen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Sicher ist jedoch, dass Spieler wie Coaches ein (vorerst) letztes Mal alles in die Waagschale werfen, um zusammen mit den heimischen Fans das Maximum herauszuholen.


Gegner Insights


Lange Zeit zählten die Fitness First Würzburg Baskets zur Spitzengruppe der easyCredit BBL. Ein bislang durchwachsenes letztes Saisondrittel, mit nur vier Siegen aus den letzten zehn Spielen, brachte jedoch eine fast schon sicher geglaubte Playoff-Qualifikation noch einmal ins Wanken. Immerhin: Mit einem deutlichen 98:84-Heimsieg gelang der Mannschaft von Sasa Filipovski am vergangenen Wochenende gegen den direkten Konkurrenten aus Ulm ein regelrechter Big Point. Zwischen Platz vier, gleichbedeutend mit Heimrecht im Viertelfinale, und Platz acht, der zunächst lediglich für die Teilnahme an den Play-Ins berechtigt, liegt noch alles im Bereich des Möglichen.


Topscorer der Würzburger ist Marcus Carr (17,2 PpS). Als vierteffektivster Akteur der easyCredit BBL mischt der Kanadier, der im Hinspiel verletzt fehlte, sogar in der Diskussion um den wertvollsten Spieler mit. Guard-Kollege Davion Mintz (16,8) steht seinem Startformationspartner nicht viel nach, ist vor allem aus der Distanz (41,0 %) sehr sicher. Drittbester Scorer ist mit Brae Ivey (11,4) ein alter Bekannter. In Würzburg trägt der letztjährige Towers-Topscorer offensiv weniger Last, defensiv zeigt er sich gewohnt gallig – was seine 1,5 Steals pro Spiel untermauern. Auch der agile Big Man Charles Thompson (8,6, 1,3 Blocks), Kraftprotz David Muenkat (7,3), Ex-Hamburger Eddy Edigin (5,7) und Energizer Alen Pjanic (5,1) trumpfen mit Vorliebe zunächst in der Defensive auf, können wann immer nötig aber auch im Angriff produzieren. Und dann wäre da auch noch Johnathan Stove (7,3), der hüben wie drüben statistisch weniger auffällig agiert, dem Team aber immer das geben kann, was am dringendsten benötigt wird. Abgerundet wird die Zehner-Rotation von Talent Christian Skladanowski (3,9) und Lukas Herzog (3,2).


Tickets für das Wiedersehen mit Brae Ivey, Johnathan Stove und Eddy Edigin gibt es schon ab 8,50 Euro im Online-Ticketshop unter tickets.hamburgtowers.de und am Spieltag an der Abendkasse. Diese öffnet mit Öffnung der Türen der Inselpark Arena ab 60 Minuten vor Tipoff.


Übertragung Das letzte Heimspiel der Saison 2025/26 live bei Dyn im Stream und im Re-Live. Die Übertragung startet um 19:45 Uhr, kommentiert von Stefan Koch.


Benka Barloschky: „Wir haben uns vor ein paar Wochen zusammengesetzt und beschlossen, in den letzten Spielen noch einmal das Maximum zu investieren. Wir haben uns ein Bild kreiert von einem Bus, den wir noch erreichen wollen. Der steht quasi schon an der Haltestelle und wir müssen nur hin. Also war es das Ziel, so schnell wie möglich zu sprinten, um einsteigen zu können – unabhängig davon, ob wir wissen, ob wir ihn erreichen oder er noch wegfährt. Das liegt nicht immer in der eigenen Hand. Wir wollten aber nicht zögerlich sein und so sind wir die letzten Spiele angegangen. Letztendlich war in einigen Spielen die Trefferquote aber nicht hoch genug, um gewinnen zu können. Wir können uns aber nichts vorwerfen, da wir alles investiert haben. Und deswegen können wir uns jetzt auch wieder mit vollem Fokus auf unser letztes Heimspiel konzentrieren. Natürlich wollen wir das gewinnen – das ist immer die Zielsetzung. Am Ende geht es um Ergebnisse.“


Bendikt Turudic: „Die Saison war sowohl mental als auch körperlich sehr kräftezehrend. Jeder von uns hatte immer mal wieder mit Wehwehchen, wie wir es nennen, zu kämpfen. Wir versuchen möglichst lange dadurch zu spielen, so lange bis das Risiko für eine Verletzung zu groß wird. Für mich war es erst einmal wichtig, dass wir unser Ziel, den Klassenerhalt zu sichern, auch wirklich erreicht haben. Danach habe ich mit Benka die Absprache getroffen, dass ich zwei Spiele aussetzen kann, um wieder zu mir zu finden. Natürlich bin ich etwas enttäuscht, dass wir die Postseason nicht erreichen können. Gleichzeitig sollten wir aber auch lernen, stolz darauf zu sein, dass wir bis drei Spieltage vor Ende der Hauptrunde die Chance hatten. Denn vor ein paar Monaten wurde ich noch Fragen gefragt, ob wir uns schon auf die ProA vorbereiten. Es ist also ein lachendes und ein weinendes Auge. Klar ist: Wir wollen uns in unserem letzten Heimspiel am Donnerstag ordentlich verabschieden.“


Devon Daniels: „Wir haben als Team im Verlauf der Saison eine wirklich gute Entwicklung durchgemacht. Dadurch, dass wir zusammengewachsen sind, haben wir es geschafft, in eine Erfolgspur zu finden. Ich bin zuversichtlich, dass wir die letzten Spiele mit dem gleichen Einsatz bestreiten werden. Selbst, wenn wir jetzt keine Chance mehr auf die Postseason haben, geht es für uns als Sportler immer um etwas, denn wir wollen uns beweisen – das liegt unserer Natur. Jetzt geht es darum, sich auf die richtige Weise aus der Saison zu verabschieden.“

Medieninformation: Veolia Towers Hamburg