Ohne Treffsicherheit in Bamberg

Die Veolia Towers verlieren gegen die BMA365 Bamberg Baskets mit 85:71. Nach einer Aufholjagd im zweiten Viertel treffen die Hamburger nicht konsequent genug, um das Spiel nachhaltig drehen zu können. Devon Daniels wird mit 17 Punkten Towers-Topscorer.


Benka Barloschky: „Wir haben in der ersten Halbzeit strukturell gut genug gespielt, um hier in Bamberg einen Sieg zu klauen. Wir haben zwar nicht hochprozentig genug getroffen, aber unser Spiel war gut genug. In der zweiten Halbzeit haben wir dann jedoch in zu vielen Situationen den Faden verloren und haben dann den Ball zu oft verloren, was wir unbedingt vermeiden wollten. Wir konnten gut Würfe herausspielen, die wir aber nicht getroffen haben. Um hier zu gewinnen, hätten wir eine hohe Dreierquote gebraucht, die hatten wir aber nicht. Insgesamt haben wir gekämpft, aber Bamberg war in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft.“


Martin Breunig: „Es ist sicherlich keine Schande, gegen ein so starkes und hervorragend gecoachtes Team zu verlieren - Bamberg ist nicht umsonst momentan das heißeste Team der Liga. Trotzdem ist es ärgerlich, dass wir nun im zweiten Spiel in Folge offensiv nicht die nötigen Quoten erreichen. Wir haben uns gute Würfe erarbeitet, sie aber nicht konsequent genutzt und uns phasenweise zu sehr auf Setplays verlassen, wodurch der Spielfluss etwas verloren ging. Bamberg hat das gut verteidigt und uns aus dem Rhythmus gebracht - da müssen wir schneller Lösungen finden.“


Nicht nur die Bamberger überraschten nach 37 Spielen in Folge mit einer neuen Starting Five: Auch Towers-Head Coach Benka Barloschky passte aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Kenneth Ogbe seine Startformation noch einmal an und beorderte Devon Daniels ins Aufgebot.
Die Veolia Towers starteten aufmerksam und mit viel Energie in die Partie. Auf der Anzeige wollte sich das zunächst aber nicht niederschlagen. Zwar eröffnete Martin Breunig die Partie aus Hamburger Sicht mit einem schnellen Dreier aus dem Feld, danach schien der Korb für die Towers aber wie zugenagelt. In einer Auszeit appellierte Head Coach Benka Barloschky an sein Team, weiterhin die gut herausgespielten Würfe zu nutzen. Das schien vor allem bei Ross Williams zu fruchten, welcher die Hanseaten mit drei Dreiern in Folge ins Spiel brachte. Die Gastgeber nutzten das Hamburger Wurfpech hingegen eiskalt aus. Packten ihrerseits fast schon mühelos Punkte auf die Anzeige und bescherten den Hamburgern mit Ende des ersten Viertels einen 14-Punkte-Rückstand (29:15). Abschrecken ließen sich die Towers davon nicht, kehrten stattdessen bissig und mit einer aufmerksamen Defense auf das Parkett zurück. Gleich dreimal stibitzte Zsombor Maronka den Bambergern den Ball, verwandelte die Ballgewinne in schnelle Fastbreak-Punkte und brachte die Hamburger bis auf vier Zähler heran (32:28). In einem nun wieder völlig offenen Spiel zwang das Team von Benka Barloschky die Oberfranken nun konsequent zu schweren Abschlüssen und nahm den Bambergern ihren offensiven Rhythmus. Für neue Energie sorgte ein Dreier, sowie der mittlerweile vierte Steal von Zsombor Maronka, welchen Zacharie Perrin mit einem Dunk krönte. Im offenen Schlagabtausch behielt Bamberg aber dennoch die Sneakerspitze vorne. Zur Halbzeit leuchtete ein 47:42 auf der Anzeige.


Nach dem Seitenwechsel schien sich die Geschichte zunächst zu wiederholen: Immer wieder erarbeiten sich die Veolia Towers gute Abschlüsse, konnten sich aber nicht konsequent genug mit Zählbarem belohnen. Vor allem der Dreier wollte nicht fallen (6/25). Resultieren tat das in einem erneuten besseren Start für die Gastgeber, wodurch die Hamburger wieder in einen zweistelligen Rückstand gerieten. Sich nun einschleichende Flüchtigkeitsfehler in Form von Ballverlusten, verhinderten eine weitere Hamburger Aufholjagd. Angeführt von Benedikt Turudić und Zsombor Maronka hielten sich die Hanseaten über eine schnellfüßige Defense dennoch weiterhin auf Schlagdistanz (69:59). Mit Beginn des letzten Viertels drehten die Oberfranken noch einmal auf Anschlag und ließen den Hamburger Rückstand erneut auf 14 Punkte anwachsen. Die Veolia Towers verloren zunehmend ihren offensiven Faden, kamen dabei kaum noch zu erfolgreichen Abschlüssen. Kurz vor Spielende erreichte Martin Breunig per Dunk noch einen Meilenstein von 900 getroffenen Würfen aus dem Feld, abwenden ließ sich die Niederlage 85:71 aber nicht mehr.

Stats: Thorpe (10, 4 Ast.), Rich, Maronka (9, 6 Reb., 4 Ast., 4 Stl.), Müller, Grey, Breunig (8, 10 Reb.), Wimberg (5), Daniels (17, 4 Reb., 4 Ast.), Gamble, Williams (15), Turudić (4, 5 Reb.), Perrin (3, 6 Reb.)

Medieninformation: Veolia Towers Hamburg