Am Sonntag (03.05.) gastieren die Veolia Towers beim amtierenden Pokalsieger BMA365 Bamberg Baskets. Die Oberfranken stehen bereits sicher in den Playoffs, gewannen neun ihrer letzten zehn Spiele. Tipoff ist um 18 Uhr, Dyn zeigt das Spiel live.
Drei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde stehen die Veolia Towers mit 13 Siegen auf Tabellenplatz 14. Der zehnte Platz, der bekanntlich als letzter für die Teilnahme an den Play-Ins berechtigt, liegt gerade einmal einen Sieg entfernt – und damit noch immer in Reichweite. Allerdings, und hier kommen die Statistiker ins Spiel, haben die Hamburger gegen drei der vier vor ihnen platzierten Teams den direkten Vergleich verloren. Lediglich gegen Rostock ist die Mannschaft von Benka Barloschky dank des letzten Heimspiel-Erfolges im Vorteil – allerdings steht gegen die Ostseestädter am letzten Spieltag noch das Rückspiel aus. Zunächst einmal geht es für die Hanseaten aber am Sonntag (03.05., 18 Uhr) gegen die BMA365 Bamberg Baskets – derzeit das heißeste Team der easyCredit Basketball Bundesliga.
Nennenswert
- In sieben Jahren BBL-Zugehörigkeit der Veolia Towers gab es insgesamt 15 Duelle, zwei davon im Pokal – in der ewigen Bilanz (5:10) führen die Bamberger
- Mit durchschnittlich 17,2 Punkten ist Hamburgs Devon Daniels aktuell der viertbeste Scorer der BBL
- Nach drei Jahren ohne Postseason stehen die BMA365 Bamberg Baskets wieder in den Playoffs – und das sogar mit sicherem Heimrecht für die erste Runde
- Bambergs Ejiofor Onu ist der mit Abstand beste Shotblocker der easyCredit Basketball Bundesliga – durchschnittlich 2,4 Würfe wehrt der Center pro Spiel ab
Personal-Update
Die Veolia Towers sind auf einer finalen Mission: Ziel ist es, aus den verbleibenden Möglichkeiten das Maximum herausholen. Einer, der sich das anscheinend besonders zu Herzen genommen hat, ist Devon Daniels. Im April kam der Topscorer der Veolia Towers auf durchschnittlich 21,5 Punkte – baute seinen Saisonschnitt auf 17,2 Zähler aus und ist nunmehr der viertbeste Punktesammler der easyCredit Basketball Bundesliga. Gegen Ulm verbuchte der 27-Jährige zum zweiten Mal in dieser Saison 32 Punkte – jeweils Karrierebestwert.
Überhaupt zählen die Hamburger, zumindest was die Offensive angeht, am Saisonende zu den stärksten Teams der Liga. Durchschnittlich 86,0 erzielte Punkte sind der sechstbeste Wert, die Trefferquote von 46,4 Prozent ist die siebtbeste. Dazu kommt, dass sich kein anderes Team so häufig an die Freiwurflinie (25,1 Versuche pro Spiel) bringt wie die Hanseaten.
Gegner Insights
Die BMA365 Bamberg Baskets gelten als die Positivüberraschung schlechthin. Trotz des vermeintlich kleinsten Spieleretats haben die Oberfranken nicht nur den Pokal gewonnen, sondern auch vorzeitig den Einzug in die Playoffs, inklusive Heimrecht in der ersten Runde, perfekt gemacht. Mit zuletzt vier Siegen in Serie, neun Erfolgen aus den letzten zehn Spielen, demonstriert die Mannschaft von Anton Gavel kurz vor dem Ende der Hauptrunde eindrucksvoll ihre Stärke. Entsprechend kommt es nicht von ungefähr, dass der Name des Deutsch-Slowaken, der schon ratiopharm ulm 2023 zur Deutschen Meisterschaft geführt hat, überproportional häufig in der Diskussion um die Auszeichnung Trainer des Jahres genannt wird.
Als einziger Klub der easyCredit BBL haben die Bamberger keine einzige Nachverpflichtung getätigt. Gleich sieben Spieler haben alle 31 Bundesliga-Partien absolviert – in jeder Partie stand dieselbe Starting Five auf dem Parkett. Offensiv wird das Team aus Freak City vom US-amerikanischen Dreigestirn um Topscorer Ibi Watson (16,1 PpS), Aufbau Cobe Williams (14,7) und Überflieger Demarcus Demonia (13,2) getragen. Für die defensive Stabilität sorgt in erster Linie der 2,11 Meter große Ejiofor Onu (7,5). Der erst 23-jährige Tscheche Richard Balint (8,4) und Zachary Ensminger (7,5) strahlen vor allem außerhalb des Perimeters Gefahr aus – beide Guards treffen knapp 45 Prozent ihrer Dreierversuche. Ergänzt wird die 10-Mann-Rotation von Austin Crowley (9,9), Moritz Krimmer (5,3), Daniel Keppeler (5,0) und Adrian Petkovic (2,6).
Übertragung Die Partie des 32. Spieltages zeigt Dyn live im Stream und im Re-Live – die Übertragung beginnt um 17:45 Uhr, der Kommentar kommt von Max Wittmann.
Benka Barloschky: „Wir haben schon zweimal gegen Bamberg gespielt. Allerdings war das sehr früh in der Saison. Damals gab es für mich keine Anzeichen, dass sich Bamberg im Verlauf der Saison zu so einem Spitzenteam entwickeln kann. Daher würde ich sie zurecht als Überraschungsteam bezeichnen. Ich denke, ihr großes Plus ist die Kontinuität. Sie sind ohne nennenswerte Verletzung durch die Saison gekommen. Dazu hat Anton Gavel ein klares System etabliert, welches die Spieler mit sehr viel Disziplin umsetzen. Auch wir arbeiten stetig weiter daran, ein gemeinsames Bild von uns als erfolgreiches Team zu kreieren. Leider konnten wir die Woche nicht immer in voller Stärke trainieren. Ich hoffe aber, dass die Fragezeichen, die hinter dem Einsatz des einen oder anderen Spielers stehen, bis Sonntag weniger geworden sind.“
Kenneth Ogbe: „Obwohl meine Zeit bei den Baskets schon ein wenig zurückliegt und sich dort auch viel verändert hat, sind Spiele in Bamberg noch immer etwas Besonderes für mich. Nicht zuletzt, weil zwei unserer Kinder dort geboren sind und ich auch noch einige Freunde dort habe. Es ist ein schwieriger Ort zu spielen, der Name Freak City kommt nicht von ungefähr, aber ich freue mich auf die Atmosphäre. Für uns ist wichtig, dass wir so gut wie möglich bei uns bleiben. Wenn ich jetzt anfangen würde zu rechnen, würde mich das verrückt machen. Wir wollen den maximalen Erfolg herausholen – und wir wissen, dass dieses Spiel dafür unglaublich wichtig ist.“
Niklas Wimberg: „Wir haben uns vorgenommen, bis zum Schluss zu kämpfen. Die Sicherung des Ligaverbleibes ist ein Zwischenerfolg. Unser Ziel ist es aber, alles noch Mögliche dafür zu tun, eine besondere Story zu kreieren. Wie krass wäre es, nach dem verpatzten Saisonstart doch noch in die Postseason zu kommen. Mit genau diesem Mindset reisen wir auch nach Bamberg. Das Team dort ist in dieser Saison extrem stark, vor allem, weil sie sehr gut gecoacht sind.“
Medieninformation: Veolia Towers Hamburg