Die Uuulmer bewiesen nach einem schwierigen Start großen Willen und egalisieren zwischenzeitlich einen 18-Punkte-Rückstand. Am Ende bleibt der Serienmeister ALBA BERLIN jedoch zu abgezockt und sichert sich den 77:89-Auswärtssieg.
Der schwerfällige Start ins Spiel wird den aufopferungsvoll kämpfenden Uuulmern am Ende zum Verhängnis. Im ersten Viertel hatten die Harrelson-Schützlinge große Probleme, offensiv einen Rhythmus zu finden, weshalb sie in den ersten zehn Minuten nur einen einzigen Wurf aus dem Feld verwandelten. Den zwischenzeitlichen Rückstand von 18 Zählern konnten die Hausherren im letzten Viertel sogar noch egalisieren. ALBA blieb dennoch abgeklärt, nutzte das mangelnde Wurfglück der Gastgeber in den Schlussminuten und fuhr den lange sicher geglaubten Auswärtssieg letztlich ein. „Berlin spielt eine wirklich gute Saison, was sie heute auch wieder bewiesen haben. Wir waren in den ersten Minuten nicht bereit, das hohe Level mitzugehen, das sie an den Tag gelegt haben. Auch wenn wir uns zurückgekämpft haben, ist ein solcher Rückstand gegen ein Team wie ALBA Berlin nur schwer aufzuholen. Das Comeback hat uns im zweiten und dritten Viertel so viel Energie gekostet, dass wir keinen Weg mehr gefunden haben, die Partie am Ende für uns zu entscheiden. Auch bei den Rebounds haben wir heute nicht entschlossen genug gearbeitet, was letztendlich ebenfalls ein Faktor war“, betont Ulms Cheftrainer Ty Harrelson nach Spielende.
Gute Reaktion auf schwierige Anfangsminuten
Die Uuulmer kamen nicht gut in die Partie. Defensiv waren die Hausherren in den Anfangsminuten sehr anfällig in der Zone, was Berlin eiskalt auszunutzen wusste. Cheftrainer Harrelson zog beim Stand von neun Punkten Rückstand früh die Notbremse (4.). Der Dreier fiel überhaupt nicht, und auch aus dem Feld fanden die Würfe nicht ihr Ziel. Nach dem ersten Treffer von Justin Simon in den ersten 20 Sekunden konnten die Gastgeber im restlichen ersten Viertel keinen einzigen Wurf mehr verwandeln (5:23; Q1). Auch nach der ersten Pause hatten die Uuulmer weiterhin große Probleme. Sobald sie das Spiel nicht schnell machen konnten, kämpften die Orangenen enorm mit der aggressiven Pressverteidigung der Berliner. Dann kam die langersehnte Reaktion: Drei schnelle Angriffe der Doppelstädter brachten offensiven Rhythmus und verkürzten den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich (15.). Die Albatrosse fanden nach einer Auszeit zwar wieder besser in ihren Rhythmus, konnten sich jedoch nicht weiter absetzen (39:48; Q2).
Großer Kampf bleibt unbelohnt
Aus der Kabine kamen die Uuulmer mit einem schnellen 7:0-Lauf, der den Rückstand auf zwei Zähler verkürzte. Das Spiel spitzte sich zunehmend zu, beide Mannschaften punkteten nahezu im Gleichschritt. Berlin kam nun deutlich häufiger an die Freiwurflinie und verwandelte dort konstant. Trotz der deutlichen Leistungssteigerung gelang es den Doppelstädtern zunächst nicht, an Berlin vorbeizuziehen (65:69; Q3). Auch im Schlussabschnitt blieb die Partie spannend. Nach knapp fünf gespielten Minuten sorgte ein krachender Dunk von Ledlum für den umjubelten Ausgleich. Die Hauptstädter blieben jedoch eiskalt und antworteten prompt. Immer wieder arbeiteten sie sich an die Freiwurflinie und belohnten sich dort konsequent. Eine letzte Antwort der Uuulmer blieb in den schwierigen Schlussminuten aus (77:89; Q4).
Simon beweist seine defensiven Qualitäten
Justin Simon war zweifelsohne einer der Schlüsselspieler bei der Aufholjagd. Beachtliche fünf Steals führten zu zahlreichen Fastbreaks, die den Doppelstädtern in einer schwierigen Phase wichtige Punkte bescherten. Zudem steuerte er 13 Punkte und 5 Rebounds bei – bei perfekter Dreierquote (2/2). Ebenfalls zweistellig punkteten Mark Smith (20), Chris Ledlum (15) und Nelson Weidemann (11).
Orange-Mixed Zone:
Head Coach Ty Harrelson: „Berlin spielt eine wirklich gute Saison, was sie heute auch wieder bewiesen haben. Wir waren in den ersten Minuten nicht bereit, das hohe Level mitzugehen, das sie an den Tag gelegt haben. Auch wenn wir uns zurückgekämpft haben, ist ein solcher Rückstand gegen ein Team wie ALBA Berlin nur schwer aufzuholen. Das Comeback hat uns im zweiten und dritten Viertel so viel Energie gekostet, dass wir keinen Weg mehr gefunden haben, die Partie am Ende für uns zu entscheiden. Auch bei den Rebounds haben wir heute nicht entschlossen genug gearbeitet, was letztendlich ebenfalls ein Faktor war.“
Medieninformation: ratiopharm ulm