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Nur drei Tage nach der Niederlage gegen Vechta empfangen die Veolia Towers am Mittwoch (22.04.) die ROSTOCK SEAWOLVES zum nächsten Nord-Ost-Derby in der Inselpark Arena. Die Ostseestädter verloren am Sonntag gegen Ulm. Spielbeginn ist um 20 Uhr – Tickets gibt es online und an der Abendkasse.


Nach dem Derby ist vor dem Derby, zumindest bei den Veolia Towers. Denn, nachdem RASTA Vechta am Sonntag den Play-Ins Träumen der Hamburger einen Dämpfer verpasste, empfängt das Team von Benka Barloschky im vorletzten Heimspiel der Saison die ROSTOCK SEAWOLVES. Das nächste Derby ist damit also angerichtet.


Nennenswert

  • Die Nachholpartie des 13. Spieltages ist das insgesamt 13. Aufeinandertreffen beider Teams – in der ewigen Bilanz führen (8:4) die Veolia Towers
  • Das letzte Derby entschieden die Hamburger am 08. März 2025 durch einen Buzzerbeater mit 78:77 hauchdünn für sich
  • In der Tabelle liegen die ROSTOCK SEAWOLVES mit 14 Siegen knapp vor den Veolia Towers auf Platz 10 – haben allerdings noch eine Partie weniger absolviert
  • Mit durchschnittlich 41,7 Rebounds sind die ROSTOCK SEAWOLVES unter den Körben so produktiv wie kein anderes Team in der easyCredit BBL – Owen Klassen (8,0) sammelt ligaweit die meisten Abpraller ein

Personal-Update


Personalengpässe hat Head Coach Benka Barloschky vor dem Duell gegen Rostock nicht zu befürchten. Dank der Rückkehr von Martin Breunig am vergangenen Wochenende stehen nun alle Spieler für das Finale im Saisonendspurt zur Verfügung. Grundvoraussetzung, damit bestmöglich auch alle von ihnen, die ihnen zugedachte Rolle erfüllen können. Die Rolle des verlässlichsten Scorers hat Devon Daniels eingenommen. Der US-Amerikaner bestritt bislang 23 Einsätze in der easyCredit BBL, erzielt im Durchschnitt 16,4 Punkte und ist damit Topscorer der Veolia Towers. In neun davon, darunter am auch Sonntag gegen Vechta (24), erzielte der 27-Jährige 20 oder mehr Punkte, lediglich sechs Mal war seine Ausbeute einstellig. Sein Floater aus der Mitteldistanz gilt als fast nicht zu verteidigendes Markenzeichen.


Und auch Zsombor Maronka hat sich im Verlauf der Saison zu einer sehr verlässlichen Stütze im Team der Veolia Towers entwickelt. Der 23-Jährige ist mit 41,1 Prozent Trefferquote bei 4,3 Versuchen pro Spiel der sicherste Distanzschütze der Hamburger. Seine fünf getroffenen Dreier (71,4 %) am Sonntag gegen Vechta bedeuteten für den 2,08 Meter großen Forward einen neuen persönlichen Bestwert. Lediglich in fünf von bislang 23 BBL-Spielen in dieser Saison blieb der Ungar ohne Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Linie.


Gegner Insights


Vor allem an den Brettern wissen sich die SEAWOLVES, die momentan auf dem 10. Tabellenplatz rangieren, zu behaupten. Mit im Schnitt 41,7 TR haben sich die Rostocker in der laufenden Saison als das beste Rebounding-Team der easyCredit BBL etabliert. Auffällig ist jedoch, dass sie diesen Vorteil beim Einsammeln von Abprallern vergleichsweise selten in eigene Punkte ummünzen können. Zumindest aus dem Zweier-Bereich. Mit einer Trefferquote von 50,2 Prozent ist das Team von Przemyslaw Frasunkiewicz dort das ungefährlichste der Liga. Wobei das Wort „ungefährlich“ dabei mit einer Prise Salz zu genießen ist. Jenseits der Dreierlinie wissen die Rostocker durchaus, wie man Gefahr ausstrahlt – nahezu die Hälfte ihre Abschlüsse nehmen die SEAWOLVES aus der Distanz und erweisen sich mit im Schnitt 10,9 Dreiern pro Spiel als durchaus treffsicher.


Topscorer in der Mannschaft von Przemyslaw Frasunkiewicz ist TJ Crockett Jr. (16,6). In einer überhaupt Guard-lastigen Offensive gibt es aber auch für den nachverpflichteten Phillip Greene (11,0), Lukas Kolenda (10,0), sowie Ex-Tower DeAndre Lansdowne (9,1) genug Raum, um immer wieder in Erscheinung treten zu können. Von einem sehr guten Rostocker Pick-and-Roll profitieren vor allem die Big Men Andy van Vliet (10,1) und Owen Klassen (7,2), während die athletischen D’Shawn Schwartz (13,5) und Kassim Nicholson nicht nur Frasunkiewicz’s tiefen Kader komplettieren, sondern auch immer wieder das Spielgeschehen von den Flügelpositionen bestimmen.


Tickets für das Nord-Ost-Derby gibt es schon ab 8,50 Euro – entweder vorab im Online-Ticketshop unter tickets.hamburgtowers.de oder am Spieltag an der Abendkasse. Diese öffnet mit den Türen der Inselpark Arena 60 Minuten vor Spielbeginn.


Übertragung Dyn zeigt das Spiel live im Stream und auch im Re-Live – Start der Übertragung ist um 19:45 Uhr, kommentiert von Arne Malsch.


Benka Barloschky: „Wir haben uns nach dem Spiel noch einmal hingesetzt, ehrlich miteinander gesprochen und das Kapitel Vechta dann schnell geschlossen. Das ist Grundvoraussetzung, damit wir auch mit einem neuen, positiven Mindset in die Aufgabe gegen Rostock gehen können. Sie sind extrem gefährlich von der Dreierlinie – vor allem vier ihrer Spieler. Dazu sind sie eine sehr gute Rebounding-Mannschaft, ganz besonders am offensiven Brett. Das alles zusammen ist eine sehr gefährliche Kombination. Wir müssen schauen, dass wir das defensive Rebounding für uns entscheiden. Hier geht es einerseits um Physis, aber auch um Schnelligkeit im Kopf. Die Strapazen nach einer langen Saison sind da, daher ist es jetzt, mehr denn je, eine Frage des Willens.“


Martin Breunig: „Ich bin wirklich sehr froh, dass wir so eine gute medizinische Abteilung und ein sehr gutes Physio-Team haben. Nach nur vier Wochen wieder zurück sein zu können, war eine riesige Erleichterung für mich. Ich freue mich, dass ich im Saisonendspurt noch einmal mit dem Team kämpfen kann. Die Partie gegen Rostock hat, zumindest was unsere Play-In-Ambitionen angeht, fast schon so etwas wie einen Do-or-Die-Charakter. Dass wir noch zwei Spiele gegen sie spielen, macht das Ganze auch mit Blick auf das Ranking zu einer spannenden Konstellation. Rostock ist ein sehr starkes Team, auch wenn sie im Laufe der Saison an der einen und anderen Stelle gestrauchelt sind. Wir dürfen sie keinesfalls unterschätzen.“


Zacharie Perrin: „Rostock ist das stärkste Rebounding-Team, Klassen der beste Rebounder. Das wird ein schwieriges Match-up. Wir wissen, dass wir ihnen diese Stärke nehmen müssen, um unsere eigene auszuspielen. Das Spiel ist quasi unsere letzte Chance, um weiterhin noch um die Postseason zu kämpfen. Es ist ein unglaublich wichtiges Spiel. Ich bin mir sicher, dass das allen bewusst ist.“

Medieninformation: Veolia Towers Hamburg