Zweieinhalb Stunden sind es mit dem Bus von Bologna hoch in den Norden nach Mailand, die vorletzte Dienstreise dieser EuroLeague-Saison: Auf die Bayern-Basketballer wartet am Donnerstagabend noch mal ein echtes Prestigeduell, in dem sie ihren hart erkämpften Auswärtssieg bei Virtus (85:80) bestätigen wollen. Mit einem Erfolg würde der Deutsche Meister mit dem so prominent besetzten Rekordmeister Italiens (17:19) gleichziehen vor dem Abschluss kommende Woche beim FC Barcelona. Spielbeginn im Unipol Forum ist um 20.30 Uhr (MagentaSport).
Letztes Heimspiel für Olimpia
Olimpia Mailand hat am Dienstagabend parallel 96:102 beim Tabellenzweiten Valencia verloren und somit erneut die Postseason der Königsklasse verpasst. Aufgrund des verlorenen direkten Vergleichs ist der Zehnte Monaco (am Mittwoch noch gegen Lyon-Villeurbanne) nicht mehr einzufangen. In Valencia büßte Mailand im letzten Viertel (13:24) seine Chancen ein. Beste Werfer waren Armoni Brooks (20, 6/12 Dreier), Zach LeDay (16) und Shavon Shields (14).
Auf die beiden in Bologna effektiven Inside-Spieler der Bayern, Topscorer David McCormack (24, 8 Rebounds) und Wenyen Gabriel (7/4), wartet in Mailand das Power-Duo Josh Nebo (10,8 PpS, 5,4 RpS) und Devin Booker (8,2 PpS), der langjährige Bayern-Center. Ein Wiedersehen gibt es auch mit Playmaker Leo Bolmaro (10,8 PpS), während bei den Bayern Neno Dimitrijevic (ein Double-Double in Bologna), Jo Voigtmann (zweimal italienischer Meister mit Olimpia) und auch McCormack eine Vergangenheit in der Lombardei haben.
McCormack mit Bestleistung
Center McCormack bestritt zu Beginn der Saison 2024/2025 sechs EuroLeague-Spiele für Mailand (6:19 MpS), ehe der 26-Jährige dort verabschiedet wurde und nach Berlin wechselte. Bologna war nun sein siebtes Spiel mit zweistelligem Scoring seit Ende Dezember, unter Trainer Svetislav Pesic haben sich die Spielzeit des NCAA-Champions von 2022 (Kansas) und sein Output erheblich gesteigert.
Als Team litten die Bayern in Bologna trotz McCormacks persönlicher Bestleistung erneut beim Rebound. „Wir haben in Bologna solide gespielt, doch vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir Probleme beim defensiven Rebound, das müssen wir verbessern“, sagt Dimitrijevic (11/10 Assists), der bei Virtus zusammen mit Andi Obst (11/9) 19 der 26 Münchner Assists aufgelegt hatte (Vlado Lucic vier). „Wir wollen nun auch die beiden letzten Spiele in der EuroLeague gewinnen. Mailand ist eine schwierige Auswärtshalle, mit so vielen erfahrenen und talentierten Jungs. Wenn wir ihre Offense stoppen können, haben wir eine gute Chance.“
Sonntag vs. Chemnitz im BMW Park, Dienstag vs. Ludwigsburg
Den Dreier von Mailand haben die Bayern konkret einzudämmen: LeDay (13,2, 50 %), Brooks (13,1, 41,5 %) und Bolmaro (40,9 %) werfen hochprozentig von außen; Routinier Marko Guduric (10,1 PpS) und Shields (12,3) sind neben den Big Men die weiteren Hauptdarsteller dieses namhaften Lineups um den neuen Trainer Giuseppe Poeta. In der Liga ist Mailand zurzeit Dritter (17:7), mit zwei Niederlagen mehr als Tabellenführer Bologna und Brescia (je 18:5).
Medieninformation: FC Bayern Basketball