Posts by Tobi74

    Es mag wohl stimmen, dass die genannten Firmen in der Reihenfolge die größten Sponsoren sind. Bei Bamberg bin ich auch der Überzeugung, dass sich diese zwischen 17-20 Mio. Roherlös bewegen. Geschenkt, der Bundesanzeiger wird es in 2 Jahren zeigen. Damit ist man mindestens auf Augenhöhe mit München.


    Ulm besteht zwischenzeitlich aus einer Hand voll Gesellschaften. Da kann man nur noch sehr schlecht irgendwelche Rückschlüsse ziehen. Vom Roherlös liegt Ulm mindestens auf Platz 5 in der Liga, wobei ich auch den 3. für nicht unmöglich halten würde. Vermutlich ist es Platz 4 knapp hinter Alba und vor Oldenburg das bei 7 bis 8 Mio. liegen dürfte. Die Wahrscheinlichkeit liegt sehr hoch, dass die BBU01 Gruppe einen Roherlös im Bereich von 8 bis 10 Mio. Erzielt. Damit hätte man vor 3 bis 4 Jahren um die Meisterschaft mitgespielt. So läuft man dem Wettrüsten der 2 großen B's hinterher.

    Liebe Südwestpresse,


    der Kommentar schlägt dem Fass den Boden aus. Das ist selbst für die SÜDWESTPRESSE ein neuer Tiefpunkt in Ihrer Berichterstattung. Aus fachlicher Sicht ist Ihr Kommentar zur aktuellen Situation sehr, sehr dünn. Hohe argumentative Fähigkeiten Ihrerseits beweisen Aussagen wie „Dass sich das Verhältnis zwischen Team und Trainer abgenutzt hat und der Coach die Spieler nicht mehr erreicht, kann nicht sein. Denn bis auf Per Günther sind alle Akteure neu.“ Was für den Autor des Textes nicht vorstellbar ist, darf nicht sein? Das ist ungefähr so sachlich wie das Argument, dass in einem Konsolenspiel mehr taktische Finesse steckt als bei den aktuellen Auftritten der Mannschaft. Das Spiel haben nämlich hunderte Programmierer geschaffen – während auf der Bank nur drei Trainer sitzen. So schnell hat man ein Argument mit These und vermeintlichem Beweis. Von dieser Art und Weise der Diskussion war das Forum in der Regel weit entfernt. Ihr Kommentar erreicht dieses Niveau problemlos.


    Als guter Journalist wäre eher der Frage nachzugehen, warum nach der letzten Saison fast die komplette Mannschaft ausgetauscht werden musste? Wollten vielleicht auch die Spieler nicht nur des Geldes wegen nicht zurückkommen? Gab es vielleicht auch andere Gründe z.B. in sportlichen oder menschlichen Bereich liegen? Letzte Saison musste man 3 bzw. 4 (mit Tim Olbrecht) mal nachverpflichten. Dabei wurde während der Saison die Hälfte der Ausländerspots neubesetzt. Hier hat der Club die aufziehende Krise mit teuren Nachverpflichtungen der Extraklasse, zumindest in der Liga, abgewendet (Stichwort: Eurochallenge). Diese Vorgeschichte blenden Sie ganz bewusst aus. Diesen Kampanien-Journalismus ist man für gewöhnlich von einer Zeitung mit vier Buchstaben gewohnt. Ich bilde aber meine Meinung selbst. Anstatt die aktuelle Situation sachlich selber aufzuarbeiten und etwas beizutragen, qualifizieren Sie die Fans und Ihre (noch) Leser pauschal als unsachlich ab. Guter Stil sieht anders aus.


    Ist der die Retourkutsche für das Thema „Ulmer Pressekonferenzen“ das erstellt wurde, als die Pressearbeit kritisch hinterfragt wurde? Wie kann es sein, dass es nach solch einem Auftritt keine Fragen an den Trainer gibt? Die Statements der Vereinsseite in Halbzeit und nach Spielende hätten einiger Rückfragen bedurft. Ein Dauerverletzter und eine Nachverpflichtung und man akzeptiert es, dass nur Verletzungen zur aktuellen Situation geführt haben? Traut sich die SÜDWESTPRESSE nicht mehr kritisch zu sein, weil man sich in einem gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis befindet? Nach Ihrem Kommentar bleiben mehr Fragen offen als beantwortet wurden.

    Vorgestern wurde die Bilanz der BBU 01 GmbH für das Geschäftsjahr 2013/14 veröffentlicht (Bundesanzeiger). Zur Erinnerung, das war die Mannschaft um Edgar Sosa, Cam Long, Matt Howard, Trent Plaistend usw. mit der man am Ende 7ter wurde. In dieser Saison wurde auch das Top 4 in Ulm ausgerichtet.




    Auch wenn die BBU 01 GmbH nur eine „kleine Kapitalgesellschaft“ ist und keine Gewinn- und Verlustrechnung veröffentlich muss, bringt sie doch etwas Licht in die Etat-Diskussion.




    Da Etat keine Größe in der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung ist, würde ich Ihn ganz grob als die Summe der geplanten Ausgaben/Aufwendungen bezeichnen für eine Saison bezeichnen. Davon zu unterscheiden sein die Umsatzerlöse die durch Sponsoring, Kartenverkauf, Merchandising und Ablösesumme zu erzielen sind.




    Fangen wir mit der Passiv an, weil das Eigenkapital die interessanteste Position dieser Bilanz ist.




    Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Eigenkapital um ca. T€ 500 erhöht. Der Ausweis in den einzelnen Positionen lässt die Schlussfolgerung zu, dass den Jahresüberschluss nach Steuern handeln muss. Nicht auszuschließen ist, dass es zuvor eine Dividende an die Gesellschafter ausbezahlt wurde. Bei einer ungefähren Ertragssteuerbelastung (Körperschaft- und Gewerbesteuer) von 28 - 30% ergibt sich ein Gewinn vor Steuern von ca. T€ 700. (Die steuerlichen Verlustvorträge aus der Vergangenheit dürften längst aufgebraucht sein).




    Ohne die Bilanzen aller BBL Clubs angesehen zu haben, dürfte das so ziemlich einmalig in der Liga sein. Bamberg hat in der gleichen Saison bei einem Umsatz (kfm. bzw. korrekt Rohertrag) von T€ 11.681 einen Jahresfehlbetrag von T€ 2.175 ausgewiesen. Mit einem straken Gesellschafter im Rücken ist das kein Problem. Die Aufwendungen beliefen sich also auf ca. 13,5 – 14 Mio. Euro (Etat). Dabei beliefen sich die Personalkosten auf ca. 8,6 Mio. € und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Halle, Reisekosten, usw.) auf 4,6 Mio. Euro. Bamberg hat damals einen Mannschaftsetat von geschätzten 6 – 7 Mio. Euro. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Zugang bei den immateriellen Vermögensgegenständen: Vulgo Ablöse. Diese betrug T€ 75. Hierfür kommen grundsätzlich Jared Jordan oder Daniel Theis in Frage (Wechsel am 26.06.2014 verkündet). Da in diesem Geschäftsjahr keine Abschreibungen vorgenommen wurden und Jared Jordan in der folgenden Saison nicht mehr in Bamberg gespielt hat, spricht sehr viel für, dass es sich um die Ablöse von Daniel Theis handelt.




    Alba Berlin (Pokalsieger) hatte bei Verlustvorträgen von über 3 Mio. Euro in der Saison 2013/14 einen Jahresüberschuss von T€ 276 ausgewiesen. Aufgrund des Verlustvortrags dürften hier keine Steuern auf Erträge fällig geworden sein. Alba hat somit nur etwas mehr als ein Drittel des ulmer Überschusses erzielt.




    Die Tigers aus Tübingen weisen hingegen einen Verlust in Höhe von 79 T€ aus.




    Zurück zu Ulm. Lt. clubeigener PM () vom März 2014 lag der Etat schon in der Saison 2013/14 bei 5,5 Mio. Euro.




    Hinzu kommt noch der Jahresüberschuss vor Steuern von T€ 700, so dass Umsatzerlöse in Höhe von zumindest 6,2 – 6,5 Mio. Euro erzielt wurden. Das entspricht einer sehr guten Umsatzrendite von fast 13 %, trotz der Gehälter von zwei Gesellschafter-Geschäftsführer (am Rande sei bemerkt, dass das Darlehen an einen Gesellschafter in Höhe von T€ 100 vollständig zurückgeführt wurde). Mit dem Ausstieg bzw. der Reduktion des Sponsorings von FUM und der SWU mag es plausibel erscheinen, dass der Umsatz letzte Saison nahezu unverändert war.




    Diese Saison mit dem Daimler-Deal und vermutlich anderen neuen kleineren Sponsoren läuft man auf Umsatzerlöse in Höhe von 7 Mio. +- X Euro zu. Dazu passt auch die Aussage von AO/TS, dass man jetzt auf Augenhöhe mit Oldenburg ist (ich glaube die SWP, hatte das neulich geschrieben). Dazu passt auch der Wechsel von Philipp Neumann. Wenn man nun in Betracht zieht, dass Oldenburg in der neuen Saison einen Etat von 7 Mio. Euro hat () schließt sich der Kreis. Auch die Aussage nach einem Wunschetat (bzw. Umsatz) von 8 Mio. Euro macht auf einmal Sinn und ist sehr konkret. Wenn man tatsächlich nur Umsatzerlöse von 5 – 6 Mio. Euro hätte würde man erstmal ein Ziel von 7 Mio. Euro ausrufen.




    Da mag die Aussage von TS durchaus richtig sein, dass der aktuelle Kader nur 4-5 % teurer ist als der in der letzten Saison. Wie schon hier geschrieben, wurde der Kader von 11 auf 9 Spieler gekürzt. Bei den Verpflichtungen ist zudem ein vermeintlich hohes Risiko eingegangen. Kann gut gehen – muss aber nicht. Wichtig ist bei diesem Team, dass es menschlich passt – dann könnte es tastsächlich eine erfolgreiche Saison werden. Im Zweifel ist bei der Etat-Planung sicher noch genug Luft da, um reagieren zu können. Es gibt sicher einige Clubs in der BBL die ausgeben was sie einnehmen. Da kann es (schnell) zu Schieflagen kommen kann, wenn es mal sportlich nicht läuft und nachverpflichtet wird (Düsseldorf, Gießen, Würzburg, Trier,…). Man mag für den Spielbetrieb (Etat) tatsächlich nicht viel mehr ausgeben, als das Bonn oder Ludwigsburg tun. Ulm dürfte aber im Vergleich signifikant höhere Umsatzerlöse erzielen, sich aber sehr diszipliniert an das selbst vorgegebene Budget halten. Im Zweifel lässt man Spieler mit zu hohen Gehaltsansprüchen ziehen. In gewisser Weise macht man sich viel keiner als man tatsächlich ist und vergleicht Apfel (Spieleretat) mit Birnen (Umsatzerlöse). Die erzielten Überschüsse werden aber auch benötigt ….




    Ohne das erfolgreiche Wirtschaften in den letzten Jahren, wäre ein sensationelles Projekt wie der Orange Campus, nichts weiter als ein Luftschluss. Da es sich um eine Spezialimmobilie handelt, wollen die Banken (nicht jede Bank finanziert überhaupt so etwas) in der Regel eine solide Eigenkapitalausstattung. Die Erfahrung zeigt, dass man mit einem Eigenkapital von 30 % + X rechnen muss. Die Darlehenslaufzeiten dürften maximal 10 (– 15) Jahre betragen. Bei einem 10 Mio. Projekt werden mindestens 3 Mio. Euro Eigenmittel benötigt. Wenn die BBU 01 nun bis zum Projektstart beispielsweise 2 Mio. Euro selber bringen könnte, müssten die weiteren Eigenmittel über Sponsoren, Fans und öffentliche Zuschüsse akquiriert werden.




    Zu guter Letzt sind die liquiden Mittel zum Geschäftsjahresende von T€ 808 auf T€ 1.682 gestiegen. Gleichzeitig ist der passive Rechnungsabgrenzungsposten (Dauerkarten, Sponsoren die schon für die nächste Saison bezahlt haben) um T€ 50 gesunken. Ohne die Einnahmen, die die nächste Saison betreffen, hätte man flüssige Mittel in Höhe von ca. T€ 900 gehabt. Ich möchte in diesem Zusammenhang an die Diskussion über den Zeitpunkt um die Abbuchung der Dauerkarten verweisen, der sich daraufhin von Mai auf Juli verschoben hat.




    Insgesamt verdient das solide wirtschaftliche Handeln sehr, sehr großen Respekt! Gerade im (Profi-) Sport sind hier leider zu oft Amateure unterwegs. Wer hätte jemals gedacht, dass die Ulmer Basketballer mehr Gewinn erzielen, als die Fussballer Umsatz machen. Chapeau und weiter so!

    Der Abgang von DT hat sich schon länger angekündigt. Insofern war das jetzt keine wirkliche Überraschung mehr. Es war toll zu sehen, wie er sich in dieser Zeit entwickelt hat. DT wird auch bei seinem neuen Club seinen Weg gehen. Mal sehen wo es DT im Laufe seiner Kariere hin verschlägt.
    Anfang Juni wurde nun auch der Jahresabschluss der Basketball Ulm Alb/Donau GmbH für das Jahr 2012/13 veröffentlicht. Der Jahresüberschuss konnte im Vergleich zum Vorjahr weiter auf T€ 267 gesteigert werden. Gratulation! Ein Jahresüberschuss in dieser Höhe dürfte, ohne es überprüfen zu wollen, einmalig in der BBL sein (mit Ausnahme vom Sonderclub FCB). Vor Steuern ergibt sich somit ein Betrag von ca. 370-380 T€ was einer Umsatzrendite in Höhe ca. 8% entspricht, wenn die Angabe zum Etat (im Vorjahr) von ca. 4 – 4,5 Mio. € stimmen. Da wär manch Unternehmen sehr neidisch drauf.
    Der Zuwachs an Dauerkarten wird im Rechnungsabgrenzungsposten sehr deutlich. Hier ist eine Steigerung von 230 T€ vorhanden. Bei einer Abbuchung zum 01.07. anstelle des 01.05. wäre das nicht ersichtlich und man hätte ich hier viel Ärger erspart. An der Liquidität sollte es bei dem ausgewiesen Bankguthaben nicht mangeln.
    Zudem wurde kräftig in das Sachanlagevermögen investiert (über T€ 300). Vermutlich lässt die neue Trainingshalle grüßen.
    Eine Besonderheit dürfte das/die Darlehen an „Organe“ der Gesellschaft darstellen, das wohl Ende April ausgereicht wurde. Normal gibt es das in der BBL nur andersrum. Da leihen die Gesellschafter der defizitären Gesellschaft das Geld, um eine Überschuldung zu vermeiden. Wer kann, der kann.
    Insgesamt eine durchaus bemerkenswerte Leistung für einen BBL Club die zeigt, dass es in Ulm kaufmännisch stimmt. Da könnten sich die Fußballfreunde Friedrichsau mehr als nur eine Scheibe abschneiden. Mal sehen wann sich das vielleicht auch in einer „spektakulären“ Neuverpflichtung auswirkt.

    Ich hatte mir lange überlegt, ob ich zu dem Thema überhaupt etwas schreiben soll. Wie bei TS üblich wird die Diskussion hier zu kaum etwas führen, weil:


    a) TS von seiner eigen Meinung 100 % überzeugt ist


    b) die Fans nicht immer für voll nimmt und das auch öffentlich kund tut


    Kurz zu unserem jungen Freund dem die Tickets nicht teuer genug sind. Es handelt sich bei der Basketball Ulm Alb-Donau GmbH um keinen (gemeinnützigen) Verein. Es kommt somit auch nichts, irgendwelchen Mitgliedern oder sozialen Zwecken zugute. Es handelt sich ebenfalls um keine gGmbH. Basketball Ulm ist ein Unternehmen die der Bäcker um die Ecke oder die Daimler AG. Das Geschäftsmodell der GmbH besteht aus Spitzensport und Emotionen die dadurch ausgelöst werden. Ziel eines jeden Unternehmens sollte es sein, Gewinne zu erwirtschaften. Das ist auch in der letzten veröffentlichen Bilanz zur Saison 2011/12 mit 235.414,72 Euro gut gelungen. Ein Gewinn sollte auch in der letzten und in der aktuellen Saison erzielt worden sein. TS und AÖ sind die beiden Gesellschafter-Geschäftsführer der Basketball GmbH. Insofern besteht durchaus ein berechtigtes Eigeninteresse möglichst rentabel zu sein, was per se nicht falsch ist. Man schaut wie weit sich die Kuh melken lässt, bevor das ganze Modell kippt. Insofern kommt nicht zwangsweise jeder Euro der Mehreinnahmen der Mannschaft oder der Jugendarbeit zugute. TS und AÖ wollen auch von was leben, das ist der Hauptunterschied zu Fremdgeschäftsführern, die ein Fixum haben. Das ist alles legitim und passt soweit auch. Insofern ist der Top Preis für die Play Offs ganz in diesem Sinne und somit gerechtfertigt.


    Ich habe mal bei anderen Fußball- und Handballerstligisten geschaut, wie die das handhaben (haben dort geschäftlich diverse Karten). Dort wurde von 2 Clubs eine Versandtpauschale von maximal einem Euro pro Karte verlangt. Bei allen anderen Karten gab es überhaupt keine Gebühren. Im VIP-Bereich wurde von keinem Club eine Gebühr erhoben. Insofern sind die 5,95 Euro schon eine Ulmer Spezialität und ein versteckter Aufpreis. Mein Vorschlag: die Karten kosten zukünftig nur noch 10 Euro aber je nach Gegner wird eine Lastschriftgebühr von 1,5 bis ?? Euro erhoben. Wie wäre es z.B. mit einer Handtaschengebühr? Einfach mal bei Ryanair schauen und lernen, ich habe mir sagen lassen, die seinen besonders kreativ. Ryanair hat das System wohl zur Perfektion gebracht. Man könnte die Preise auch offen als solche ausweisen … Ich keine keinen Fall, wo der Kunde im normalen Geschäftsleben die Lastschrift separat in Rechnung gestellt bekommt.


    Was der Vergleich mit den anderen Clubs aber deutlich gezeigt hat, ist der sehr frühe Zeitpunkt der Abbuchung. Diese erfolgt bei anderen Clubs maximal 1-2 Monate vor Saisonbeginn, was auch legitim ist. 5 Monate vor dem ersten Spiel, noch vor Beginn der Play Offs (also in der laufenden Saison) ist einfach sehr dreist. Die Karte für das letzte Heimspiel bezahle ich schon ein Jahr im Voraus. Das gibt es sonst nirgends. Im ganz normalen Alltag würde das kein Mensch akzeptieren. Aber in einem Geschäft mit Emotionen, bleibt die Rationalität oft auf der Strecke. Der Hype nährt den Hype. Solange es ein Anbietermarkt ist, bleibt der Kunde ein Bettler und muss schlucken. Die Fußball Freunde Friedrichsau setzen alle Hebel in Bewegung, dass das auch möglichst lange so bleibt. Man sollte mal ernsthaft über den Zeitpunkt der Lastschrift nachdenken und diese nicht als passiven Rechnungsabgrenzungsposten über den Bilanzstichtag schleppen.

    Liebe Diskutanten,


    die ganzen Diskussionen greifen hier viel zu kurz. Der eine kritisiert einzelne Spieler, die ihre Rolle nicht richtig ausfüllen können, der andere das Defensivverhalten der Mannschaft in einzelnen Spielen. Mit dem Abgang von Big John war ein Umbau der Mannschaft notwendig. Mann kann trefflich darüber streiten, ob der Umbruch jedoch so weit gehen hätte müssen. TS und TL waren wohl mit der Leistung (bzw. dem Pass bei SE) nicht zufrieden und dachten, dass Sie die besseren Alternativen aus dem großen Spielermarkt fischen können. Dies mag zum Teil auch gelungen sein - bei anderen Spielern hingegen ist dieses sehr fraglich. Manche Spieler haben auch noch nicht verinnerlicht, dass der Eurocup ein toller Bonus ist. Das was wirklich zählt ist die das Tagesgeschäft in der BBL. Und hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied zu den Vorjahren. Da hat man 3 von insgesamt 10 Niederlagen bei den beiden Absteigern kassiert, was sicher auch an der Motivation lag. Diese Saison hat man gegen sämtliche Mannschaften, die vor einem in der Tabelle stehen, Niederlagen kassiert. Die Siege wurden gegen die vermeidlich leichten Gegner, die hinter einem auf dem Tableau stehen, geholt. Fällt der Unterschied auf? Wenn es so weitergeht wird es ein Kampf um Platz 8 in der nun noch stärkeren BBL und nicht viel mehr. Da schließt sich eine weiter Frage an: War es richtig eine Mannschaft mit 10 annähernd gleich starken Spielern zusammenzustellen? Wäre es nicht besser gewesen, eine Mannschaft mit klarer Hierarchie und Führungsspielern zu formen? Oder können, wie es derzeit scheint, die vermeintlichen Leader diese Rollen (noch) nicht ausfüllen?