Chris Sengfelder hat in seiner Zeit in Ulm immer alles gegeben. Als Kapitän ist er immer als Vorbild vorangegangen, hat Verantwortung übernommen und sich auch in schlechten Zeiten nie versteckt. Gerade dann, wenn es sportlich nicht lief, ist er vor die Kameras getreten und hat Rede und Antwort gestanden. Genau so wünscht man sich einen Kapitän.
Ich kann absolut verstehen, dass es ihn zum Ende seiner Karriere noch einmal ins sonnige Spanien zieht. Ich gönne ihm von Herzen, dass er dort noch einmal die Erfahrung machen darf, in der besten Liga Europas zu spielen. Und wenn er dabei zum Abschluss seiner Karriere auch noch einmal richtig gutes Geld verdient, dann hat er sich das nach allem, was er geleistet hat, mehr als verdient.
Natürlich ist es unglaublich schade, dass wir ihn nicht mehr in Ulm haben werden. Wie gut Chris Sengfelder ist, hat man erst in den letzten Tagen wieder im Trikot der deutschen Nationalmannschaft gesehen. Wir verlieren einen großartigen Spieler.
Man sollte aber auch nicht vergessen, dass wir einen Spieler seiner Qualität vermutlich nur deshalb verpflichten konnten, weil sein Vertrag eine Ausstiegsklausel enthielt. Den Verantwortlichen in Ulm wird von Anfang an bewusst gewesen sein, dass diese Möglichkeit irgendwann genutzt werden könnte. Das gehört im Profisport einfach dazu.
Ich wünsche unserem ehemaligen Kapitän deshalb nur das Allerbeste. Viel Erfolg, viel Spaß und eine unvergessliche Zeit in Spanien.
Zum Schluss möchte ich mich noch ganz klar von Aussagen wie „Söldner“ distanzieren. Chris Sengfelder hat diesen Verein immer mit vollem Einsatz vertreten und sich als Kapitän jederzeit vorbildlich verhalten. Ein Sportler hat solche Aussagen generell nicht verdient. Und schon gar nicht ein Chris Sengfelder. Ich hoffe, dass es nicht viele gibt, die so denken und hoffe, er bekommt solche Aussagen nicht mit.