Beiträge von pizza4ever


    Es diskutieren auch viele über das Spiel Deutschland/Mexiko - und das ist auch nicht mehr zu ändern. Soll heißen: So ein Forum ist zum diskutieren da. Dass manche Sachen nicht zu ändern sind, ist klar. Stoschek wird sich nicht wirklich darum scheren, welchen Sponsoring-Betrag wir uns wünschen. :)


    Zur Personalplanung, ich will dir ein Beispiel nennen, o.k. ein Extrembeispiel.


    Jeder hier geht davon aus, dass wir Hickman nächstes Jahr nicht mehr sehen. Er soll angeblich der teuerste Spieler im Kader sein. Ergo dürfte es die teuerste Personalie sein, ihn aus dem Vertrag zu kaufen. Ich denke, so weit sind sich alle einig. Und ich denke, genau das wurde auf der PK gestern durch die Bank angedeutet, als von Spielern gesprochen wurde, die man trotz Vertrags nächstes Jahr nicht mehr sehen werde.

    Stellen wir uns einmal vor, Bamberg findet einen Coach, der sagt - Hickman? Der wird in meinem System furchtbar gut funktionieren (es ist ja nicht so, dass Hickmann in den vergangenen zehn Jahren nur so furchtbar gespielt hat wie letztes Jahr). Natürlich ist das unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Mein Eindruck ist aber, dass man Personalplanungen schon vorantreibt - und womöglich auch einen Abschied von Hickman - ohne überhaupt einen neuen Coach zu haben. Und das finde ich irrtierend. Klar, man kann diskutieren, ob man Hickman den Fans noch einmal zumuten kann - aber sollte er tatsächlich in einem System funktionieren, dann würde das Budget und Planung doch erheblich verändern. Deshalb bin ich irritiert, dass man plant ohne Coach.


    Noch einmal: Das ist ein Extrembeispiel, aber da gibt´s eben auch weniger Extreme. Zum Beispiel: Braucht ein neuer Coach Staiger? Glaubt er, Heckmann kann wieder einen Schritt nach vorne machen? Das sind doch alles Fragen, die geklärt sein müssen - und die werden derzeit offensichtlich alle beantwortet ohne Coach.

    Entwicklung ist die Gesamtentwicklung: Sprich, die Tür zur Eurleague zuzuschlagen (auch für den Fall, dass man Meister wird), sich für fünf Jahre an die Championsleague zu binden, .... das meinte ich.

    Und die aktuelle Entwicklung geht für mich nicht unbedingt in die richtige Richtung. Ich sehe es eben als Rückschritt und denke, dass die eigentlichen Probleme damit nicht angepackt werden (Scouting, versteckte Kosten


    Hans Damp toll inhallich mit meinem Post auseiandergesetzt. Respekt. <--- Ironie

    Auf der PK hat Beyer aber gerade das Scouting Problem erkannt , oder hast du das nicht gehört ?

    Also dieser Punkt ist klar erkannt worden .

    Ja, er gestand Fehler ein - aber wie behebt man sie? Also einfach zu sagen, wir haben schlecht gescoutet, das machen wir jetzt besser? Ist die Causa Baesi aufgearbeitet? Sicher läuft da viel zurecht intern - aber wie verändert man das Scouting? Ist es sinnvoll zu sagen, wir wissen noch nicht wer Coach wird, haben aber praktisch 8 von 12 Spielern unter Vertrag? Auch die Aussage, dass man die deutschen Positionen unabhängig vom Coach besetzt, hat mich überrascht. Ja, der Markt ist überschaubar und ja, man muss handeln. Ein Saibou ist sicherlich in Berlin auch wegen Aito so aufgeblüht. Wäre es da nicht sinnvoll, den neuen Coach zu fragen, ob er nicht vielleicht auch einen "Saibou" irgendwo sieht?

    Drödeldrupp  

    Steht doch im Prinzip in meinem Beitrag, oder nicht? Den eingeschlagenen Weg hätte ich grundsätzlich fortgesetzt. Dieses Jahr muss ein Konsolidierungsjahr sein - das ist nach dem vergangenen Jahr unumgänglich. Soweit stimme ich den Verantwortlichen zu. Aber ich hätte die Konsolidierun eben gerne anders gesehen, dass man die strukturellen Probleme - mangelhaftes Scouting und die zu aufgeblähten Struktur rund um das Team (Trainer- + Betreuerstab + evtl. Backoffice, aber das mag ich nicht beurteilen) - angeht und damit mittelfristig den prozentualen Anteil des Spieleretats am Gesamtetat steigert. Meines Erachtens wäre es der bessere Zug gewesen, in den Eurocpu zu gehen und nicht die Tür zu Eurleague auf mittlere Sicht zuzuschlagen. Natürlich weiß ich nicht - bevor dieser Einwand kommt - inwieweit hier Sponsoren mitgespielt hätten. Mir fällts aber schwer zu glauben, dass die Sponsoren happy sind, dass man so viele Schritte zurückgeht.

    Vermutlich gehöre ich zu den wenigen, die langfristig auch eine neue Halle für sinnvoll erachten. Natürlich müssen dazu alle mitspielen - egal ob Stadt oder private Geldgeber. Aber momentan sieht es danach aus, als ob man die internationalen Pläne deutlich zurückfährt und damit auch die Hallenpläne ad acta legt.

    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Stoschek eine ganze genau Vorstellung hatte, wie sich das alles entwicklen muss. Der Gegenwind aber von Seiten Stadt, Fans (identifikation mit den Standort Bamberg und eine gewisse Abneigung gegen Metropolregion) und der Euroleague (Wild Card für Bayern, keine für Bamberg) in Verbindung mit einer verkorksten Saison zu einer gewissen Resignation bei ihm geführt hat. Das ist auch verständlich - und noch einmal: Jeder Unternehmer entscheidet selbst, wie er sein Geld investiert. Aber das Projekt war meines Erachtens auf einem durchaus guten Weg und ich finde es eben bedauerlich diese langfristige Entwicklung, die man meines Erachtens nach der Fleming-Ära vor Augen hatte, so zu beenden - oder umzugestalten, je nachdem, wie du das nennen magst.

    97 :) Es geht mir nicht drum, dass ich die älteren Fans kritisiere. Es geht mir darum, dass in manchen Posts durchaus zum Ausdruck kommt, dass manch einer meint, die Lage besser beurteilen zu können oder ein wichigerer Bestandteil der Bamberger Basketball-Welt zu sein, weil er schon zu TTL Zeiten zum Basketball gegangen ist. Aber die Zeit hat sich nunmal weiter gedreht.

    Oder ein anderes Beispiel: Unter Bauermann hat man tolle Erfolge gehabt und man hat mitgefiebert und mitgefeiert. Aber ich für meinen Teil würde die Art des Basketballs eben heute nicht mehr unbedingt sehen wollen - das hat aber nichts damit zu tun, dass es damals dennoch eine gute Zeit war. Nur es entwickelt sich eben weiter. Und die aktuelle Entwicklung geht für mich nicht unbedingt in die richtige Richtung. Ich sehe es eben als Rückschritt und denke, dass die eigentlichen Probleme damit nicht angepackt werden (Scouting, versteckte Kosten).


    Hans Damp toll inhallich mit meinem Post auseiandergesetzt. Respekt. <--- Ironie

    So, einen Tag drüber geschlafen. Einmal tief Luft geholt - und ich muss einige Sachen loswerden.


    Was mich generell hier nervt, ist dieses Gerede "ich gehe schon 150 Jahre zum Bamberger Basketball und habe schon schlechtere Zeiten erlebt und alle, die jetzt nicht mehr kommen, sind nur Erfolgsfans bla bla bla". Eine Sportart lebt von neuen Fans und die werden nunmal leichter durch Erfolg angezogen als durch Stammtischparolen der Alten. Ich gehe auch schon ein paar Jahre zum Basketball und ich bezeichne mich selbst als Basketball-Fan im Allgemeinen und von Bamberg im Besonderen. Ich war vor 20 Jahren schon bei NBA-Spielen vor Ort und schaue heute vielleicht etwas mehr über Stream als live in der Halle - weil sich einfach der Lebensmittelpunkt verschiebt. Dennoch maße ich mir nicht an, nur weil ich vielleicht ein paar Jahre länger Basketball schaue als andere, diese von oben herab zu behandel oder als Erfolgsfans oder ähnliches zu bezeichnen. Man darf durchaus eine Entwicklung kritisch hinterfragen - egal ob man fünf Jahre Basketball guckt oder 50. Und diese nostalgische Verklärtheit, dass früher alles besser war - kurzum: ne, wars nicht. Wir haben in den letzten Jahren fantastischen Basketball gesehen, das hat man unter Bauermann nicht gesehen. Und auch unter Fleming, de von vielen hier noch verehrt wird, war bei weitem nicht alles Gold was so im Nachhinein glänzt.


    Dieses "Wir spielen jetzt einmal mit, backen kleinere Brötchen und schauen einmal, was daraus wird" das manche hier überspitzt als Devise ausgeben, muss einem nicht gefallen. Und man muss eben kein Erfolgsfan sein, damit einem das nicht gefällt. Mir gefällt es nicht. Das geht schon beim Sportlichen an: Wenn ich in ein Spiel gehe, will ich gewinnen. Dabei sein ist alles, mag ein netter olympischer Gedanke sein, oder ein Trost für Kinder, wenn es einmal nicht läuft. Doch ganz ehrlich: Im Spitzensport - und darüber reden wir hier - hat das eigentlich nichts verloren. Man will eine Entwicklung sehen. Dass die nicht immer mit mehr Geld einhergehen muss, ist selbstredend. Apropos Geld ....


    Der Etat schrumpft um 40 Prozent. Das ist eine Hausnummer. Jedem Sponsor ist es selbst überlassen, wie und wo er sein Geld investiert. Und das Sportsponsoring - noch dazu bei Randsportarten - eher eine Herzensangelegenheit und unter wirtschaftlichen Aspekten ein eher schlechtes return on investment darstellt, ist doch klar. Aber als Fan muss einem das nicht gefallen. Wie man mit dem neuen Weg neue Sponsoren gewinnen will, ist mir ehrlich gesagt schleiferhaft. Wenn ich Sponsoren nicht durch Spiele gegen Barcelona, Athen oder Moskau für ein Engagement begeistern konnte, wie soll das dann mit der Championsleague gehen? Sicherlich mag ein Argument sein, dass der Hauptsponsor sein Engagement zurückfährt und damit nicht mehr derart dominant ist - und das wiederum kleinere Sponsoren anlockt, die dann eine vermeintlich größere Rolle spielen könnten. Aber bis ich hier den Beweis in der Praxis sehe, darf ich Zweifel an dieser Überlegung anmelden. Denn Brose ist im Namen, als Logo als Marke omnipräsent. Daran wird sich nichts ändern, nur weil man ein paar Millionen weniger investiert.


    Recht gebe ich Stoschek, wenn er kritisiert, wie mit dem Geld in der vergangenen Saison umgegangen wurde. Wenn Bamberg wirklich einen 24-Millionen-Etat hatte (auch wenn es nicht der Spieleretat gewesen ist), dann hätten hier eigentlich andere Namen aufschlagen müssen als Hickman - zumal wenn man bedenkt, dass Hackett von einer langen, schweren Verletzung kam, genauso wie Miller, der lange und schwer verletzt gewesen ist. Wenn ich dann immer lese, unter anderen Umständen wären die nicht nach Bamberg gekommen, wunder ich mich immer. Mit dem Etat hat man meines Erachtens schon zu den Top 8 bis 10 in der Euroleague gehört. Die Frage ist daher eher: Wohin genau ist denn das Geld geflossen. Und wie viel wurde vom Umfeld, auch von dem meines Erachtens doch etwas aufgeblähten Betreuerteam aufgesogen. Solche Probleme kann man aber auch anders regeln, als die Mannschaft zu konsolidieren. Und so nebenbei wird ja auch irgendjemand diese Ausgaben abgesegnet haben.


    Solange man diese Probleme aber nicht behebt, mag man vielleicht auf dem Papier nicht den zweitgrößten Etat in der BBL haben, aber faktisch wird nach wie vor zu wenig in die Mannschaft fließen, weshalb vielleicht der Spieleretat nicht mehr der zweitgrößte der BBL sein wird. Nur mal so nebenbei. Und zwischen 24 und 16 Millionen ist ein gehöriger Unterschied. Ja, ja, ich weiß: Es kommt darauf an, wie man die Millionen investiert. Das ist klar.


    Fünf Jahre Championsleague kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Vor allem mit dem Hinweis, dass man auch bei einer sportlichen Qualifikation auf die Euroleague verzichten würde. Da spielen sicherlich gekränkte Eitelkeiten eine Rolle. Die man zum Teil verstehen kann, da Bayern die Wild-Card (und vermutlich irgendwann die A-Lizenz bekommt) während das bei Bamberg als jahrelanger Serienmeister nie ein Thema gewesen ist. Letzten Endes ist es eine Wette, dass die Championsleague auf Sicht der kommenden Jahre den Eurocup als zweite Größe in Europa ablöst. Ob das geschieht? Kann ich nicht beurteilen.


    Kurzum: Mir gefällt nicht, was gerade geschieht. Nach einer schwachen Saison wird das gesamte Konzept in Frage gestellt. Statt die wirklichen Probleme anzugehen - die meiner Meinung nach in einem schwachen Scouting lagen und auch darin, dass offensichtllich zu viel Geld aus dem Etat nicht in die Mannschaft geflossen sind (anders kann ich mir das nicht erklären) - wird in einer an ein beleidigtes Kind anmutenden Aktion die Tür zur Euroleague zugeschlagen. Das Thema Hallenneubau scheint sich auch erledigt zu haben.


    Waren manche Pläne zu hochtragend? Sicherlich! War das Tempo zu hoch? Sicher, man hat bei der Entwicklung des Standorts vielleicht zu viele Schritte übersprungen. Ist die jetzige Konsolidierung sinnvoll? Konsolidierung - ja. Aber was man gerade macht ist mir zu radikal. Es war nicht alles schlecht die letzten Jahre. Im Gegenteil: In meinen Augen war mehr gut als schlecht.

    Buh, na, wenn das der Kader für die kommende Saison ist, dann braucht man auch in der Championsleague nicht auf große Sprünge hoffen. Außer Neu A und Neu C sind die Heilsbringer.


    Ich habe jetzt dreimal angefangen, zu schreiben, was man bräuchte und komme auf keinen grünen Zweig. Wenn man Mitrovic behält, der nach vier bis sechs Monaten Pause irgendwann im November/Dezember wieder zur Verfügung steht und dann sicher nicht bei 100 Prozent sein wird und Taylor von einer langen Verletzung kommt und man bei Harris nicht wirklich weiß, wie belastbar er sein wird, weiß ich nicht, wie dieser Kader rund werden soll.


    1. wir bräuchten einen Aufbau, der den Namen verdient. Ich gehe davon aus, dass entweder Zisis oder McDowell White spielen werden - aber von Zisis sollte man nicht mehr zu viel erwarten und von McDowell White noch nicht zu viel. Also muss Neu A richtig einschlagen.

    2. Taylor war lange verletzt. SG nur mit Stuckey und Taylor zu besetzen, ist riskant. Man bräuche im Idealfall einen Spieler zusätzlich, der die 2 und die 3 spielen kann, da auch SF dünn besetzt ist.

    3. behält man Mitrovic und sieht Rubit (wie ich) eher als PF, dann fehlt gewaltig Shooting auf der 5

    4. Kratzer ist zwar jung und entwicklungsfähig - aber auch in Würzburg nicht gerade mit seinem Durchbruch. Geht Leon, ist das auch hier zu dünn.


    Ich wüsste nicht, wieder dieser Kader rund werden soll.