Beiträge von franz

    Bisher habe ich mir die Entscheidung um die CL-Teilnahme reiflich durch den Kopf gehen lassen. Wir müssen festhalten, daß Stoschek und seine Berater dies noch länger und noch intensiver überlegt haben.


    Hand aufs Herz:

    Bamberg war über die Jahre aufgrund des Meistertitels Teilnehmer in der EL, zweimal war die "neue Fassung" 30 Spielen in der Hauptrunde zugange.

    Als einer von den fünf Nichteigentümern mußte Bamberg gravierende Nachteile hinnehmen, die in erster Linie in der finanziellen Benachteiligung lagen. Fassen wir es kurz zusammen, während die elf Eigentümer hohe Planungssicherheit hatten und die EL-Erträge durch Werbeeinnahmen unter sich aufteilen konnten, blieb für Bamberg nur eine Anhängsel-Funktion mit mageren ca. 35.000 € Prämie im Falle eines Sieges übrig.

    Die gesamte SR-Situation in der Saison 2016/17 lasse ich mal komplett außer Acht.


    Es war ständig ein Bestreben von Stoschek und Bamberg zumindest eine Wildcard oder A-Lizenz zu ergattern, bestmöglich sogar in die Eigentümer-Struktur aufgenommen zu werden.

    Da hat es im Hintergrund viele Gespräche gegeben; über drei Jahre hinweg.

    Die Forderungen waren hoch (große Halle, Metropolregion), die Gegenleistung gering (eine hohe Eintrittssumme ohne langfristige Garantie).

    Leute, sollen wir eine Superhalle bauen und danach zieht Jordie zurück, weil er von anderer Seite mehr Geld kriegt?


    Daß Jordie schließlich einem deutschen Konkurrenten (also München) entgegen jeglicher Anforderung an die Halle und entgegen jedweder sportlichen BBL-Erfolge in den vergangene drei Jahren eine zweijährige Wildcard gibt, ist eine Frechheit ohnegleichen. Sie zeigt deutlich, daß es nicht um sportlichen Wettkampf geht, sondern um persönliche Interessen, die letzendlich mit "Bekanntheitsgrad der Marke" unterstützt werden.

    Ein Tatsache, die einem erfolgreichen Unternehmer nur den Kopf schütteln läßt.


    Da gibt es eigentlich nur eine Konsequenz:

    WEG von diesem EL- und EC-Haufen, weg von diesen intransparenten Vorgängen und weg von diesem System, das offensichtlich stark personenabhängig aus der katalanischen Zentrale bestimmt wird.

    WEG von dem System, das Nationalmannschaften und Nationalligen komplett ignoriert, das die Belastung der Spieler immer mehr erhöht.


    Was einzig und allein zu denken gibt, ist die Tatsache, daß in EL und EC zur Zeit der qualitativ höhere Basketball gespielt wird. In der EL tummeln sich halt die großen Namen Europas (Spieler und Clubs), der EC ist aber nur ein Anhängsel der EL.


    Vielleicht stimmt die Chemie zwischen Stoschek und Bortomeu nicht. Vielleicht muß man seiner Schwiegertochter ab und zu mal einen Porsche vor die Türe stellen oder gemeinsam ein dickes Fußballgeschäft mit seinem Bruder absolvieren.

    Vielleicht hat es Stoschek falsch angepackt.

    Vielleicht will Jordie keinen Emporkömmling in die Elite der Sportführer reinlassen.

    All das wissen wir nicht.


    Als Akteur und Eigentümer darf ich mir so ein Verhalten aber wirklich nicht bieten lassen. Auch (und das wissen wir alle), wenn die finanziellen Ergebnisse der Saison durch Fehlverpflichtungen und Verletzungen sehr schlecht waren und auf den ersten Blick den Eindruck eines enttäuschten Eigentümers und Trotzkopfes bei vielen Fans hinterlassen.


    Auf das Kapitel CL komme ich später zu sprechen, sonst wird der Text zu lang und zu unübersichtlich.

    Wenn man EL nach dem neuen Modus das erste Mal spielt, wird man seine Erfahrungen machen;

    gute und schlechte.

    Das schwierigste wird sein, die beteiligten Spieler und das Publikum für jeden Spieltag neu zu motivieren.


    Hat MUC mehr Potenzial?

    - Sportlich kann derzeit nicht mal im Ansatz eine Einschätzung getroffen werden, da nicht einmal der Kader und/oder Trainer feststehen.

    - Was die Zuschaueranzahl anbelangt, da kann man auch keine Abschätzung geben.

    - Geld ist in Hülle und Fülle durch die Fußballsponsoren da. Es geht natürlich langsam in Regionen, daß man sich vom BB-Etat ein bis zwei Fußball-Profis leisten könnte,


    Tatsache ist, daß der Kader auf jeden Fall um ca plus vier Leute erweitert werden muß; das dürfen keine Busfahrer sein. Das kostet eine Menge Geld. Auch dabei wird man Erfahrungen machen.

    Andrea hat uns tatsächlich einen Sprung in eine neue Galaxie verschafft (besser, Bareider ? Oder übertrieben?).


    Ja, Erich , es ist nicht schlimm, wenn man mal wieder einen Neubeginn startet, das war in Bamberg sehr oft der Fall.


    Wie tut man das?

    Sagt man, wir haben ein, zwei Übergangsjahre, die einen erneuten Anschluß an die internationale Spitze zum Ziel haben oder

    will der Club-Eigner in Zukunft auf die EL und den EC für immer verzichten?

    Es geht ja wirklich nicht ums Recht haben.

    Jeder haut mal daneben oder sieht die Sache irgendwie aus einem anderen Blickwinkel.

    Wenn der Club definitiv weiß, welchen Wettbewerb er spielt, erleichert das natülich die Verhandlungsbasis gegenüber Trainer- und Spielerkandidaten.


    Wichtig ist nur, daß man sich hier im Forum nicht deswegen anpöbelt.

    Oh, c'mon! "Ist definitiv nicht erfüllt"?! Glaubst du ernsthaft, dass die ULEB ihr Teilnehmerfeld veröffentlicht, bevor die Vereine ihre vertragliche Zustimmung gegeben haben?


    Die nächste verdrehte Wirkungskette: Eurocup - Trainer - Spieler, nicht (!) Trainer - Spieler - Eurocup. Das ist empirisch bestätigt.


    Man vergleiche einfach mal das tatsächliche Teilnehmerfeld des Eurocups 17/18 mit der Publikation vom 14.06.2017. Und Surprise! Sie sind identisch. Überraschenderweise ist auch das Datum (Tag, Monat) identisch.

    Ja, das glaube ich.

    Zur Teilnahme an den privaten europäischen Ligen gehören zwei Seiten:


    1) Die Zusage des Clubs,

    2) die Zusage der Privatliga.


    Punkt 1) ist definitiv nicht erfüllt. Hier ist ganz einfach eine Veröffentlichung von Bamberg und den anderen Clubs abzuwarten. Ich halte es für höchst unwahrscheinlich, daß Bamberg bereits zum heutigen eine eindeutige Entscheidung getroffen hat, nachdem weder Trainer noch anderweitige Positionen im Ansatz feststehen.


    Punkt 2) ist erst mal eine Veröffentlichung und möglicherweise Wunschkatalog; jederzeit veränderbar (wie wir Jordie kennen).


    Abwarten.

    Herzlichen Dank, Andrea!

    Lieber Professore (Du hast mich immer "Dottore" genannt)!


    Du hast den Bamberger Basketball auf ein vollkommen neues Niveau gehoben. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als Du in Deiner ersten Saison, als Bamberg im EC antrat, mit Deinen Spielern antratest und mit ihnen und ihren Leistungen sehr unzufrieden warst. Während wir Fans zuschauten und Niederlagen akzeptierten, hast Du Höchstleistungen eingefordert.

    Sagenhafte Spieler hast Du mitgebracht: Wanamaker, Strelnieks, Mbakwe, Carlon Brown ...

    Und ich war baff als ich die Mannschaft und Dich zum ersten Mal bei den Vorbereitungsspielen in Coburg sah.

    Der erste Meistertitel war eine Sensation mit dem unvergeßlichen Paß von Wanamaker auf Dawan Robinson.


    Daniele Baiesi hat Dich dann nachfolgend unterstützt, leider seid Ihr nicht zusammen gekommen.

    Aber Spieler wie Melli, Miller, Causeur und Theis hast Du geformt und einen Basketball spielen lassen, der ganz Europa zum Zunge schnalzen gebracht hat. Deine in Bamberg entwickelten Spieler sind mittlerweile ganz oben (Wanamaker, Causeur und Melli waren die besten auf dem Parkett beim letzten EL-Finale).


    Wir vergessen einfach, daß die Spielerauswahl in Deiner letzten Saison nicht glücklich gelaufen ist.

    Wir denken nicht mehr dran, daß sich das Verhältnis zu Deiner Mannschaft abgenutzt hat.

    Der Profisport verzeiht halt keine Fehler.


    Danke, daß Du nach Bamberg gekommen bist!

    Danke für Dein herzliches Verhältnis zu uns Bamberger Fans!

    Danke für den Quantensprung, den uns Du in Bamberg gewährt hast!


    Ich werde Dich sehr vermissen und wünssche mir irgendwann eine Rückkehr!


    (Vielleicht erreichen Dich diese Zeilen irgendwie)

    Trincheri kultiviert den Basketball. Drei Jahre erzielte er hervorragende Ergebnisse und drei Mal holte er die Meisterschaft.

    Er ließ einen (fast) perfekten Basketball spielen und das galt sogar europaweit.

    Gescheitert ist er in Bamberg nicht als Trainer, sondern an seinem Drang den gesamten Club unter seine Kontrolle zu bringen zzgl seiner miserablen Spielerauswahl im vierten Jahr. Zudem hatte er sich nach drei Jahren verschlissen, im Profisport nahezu normal.


    Seine Philosphie hat rein gar nichts mit dem Hau-Ruck-Basketball von Patrick zu tun. Sein Basketball ist eine Sackgasse.


    Wir hatten schon unter Bauermann den Nimbus einer Bad Boy Truppe.

    Das will ich nie mehr haben.