Posts by fox40

    Mein Gefühl sagt wir streiten uns mit Bamberg um den 8. Platz.

    Das gleiche Gefühl habe ich auch. Und ironischerweise ist ja Platz 8 der viel reizvollere. Ich spiele lieber in Runde 1 gegen Ludwigsburg als gegen Alba oder Bayern. Nicht, dass wir gegen Ludwigsburg eine wirkliche Chance hätten, aber zumindest sehe ich da eine kleine Chance auf eine halbwegs ausgeglichene Serie. Gegen Alba oder Bayern kriegen wir einen schönen Sweep.


    Also. Go Bamberg! Und Ulm bitte ab jetzt noch ein paar mal verlieren. _grin Bin mal gespannt, ob es am Ende wirklich eine Taktiererei gibt.

    Ich schreib dazu mal was aus meinem persönlichen Umfeld. Der Bruder meiner Frau ist MS erkrankt und in einem Pflegeheim untergebracht. Er wird regelmäßig von uns besucht, mit dem Risiko ihn anzustecken. Vielleicht bin ich infiziert ohne es zu merken? Warum gibt es da z.B keinen Schnelltest am Eingang? Warum werden die Pfleger und andere Menschen die in Pflegeheimen, etc. arbeiten nicht häufiger getestet? Das würde vermutlich schon die meisten Risiko Patienten schützen. Diese Menschen nicht mehr zu besuchen ist wohl die schlechteste Option.

    Das Problem ist, dass viele Pflegeheime das nicht bewerkstelligen können. Die Tests können nur von geschultem Fachpersonal abgenommen werden. Wir haben aber sowieso schon zu wenig medizinisches Personal momentan. Und es gibt bei weitem nicht genügend Schnelltest für jedes Pflegeheim.

    Eine Idee wäre gewesen, in jeder Stadt ein zentrales Testzentrum zu installieren, wo man kurz vorbei fährt und sich testen lässt, bevor man die Verwandten im Pflegeheim besucht. Aber auch das hat man vielleicht über den Sommer verschlafen. So wie du dir das vorstellst ist es auf jeden Fall momentan nicht durchführbar.


    Abgesehen davon würde das auch nur die Pflegebedürftigen in Heimen schützen. Was man mit den Pflegebedürftigen macht, die zuhause bei ihren Familien sind, das kann keiner erklären.


    Edit: Noch ein Punkt. Die Schnelltests sind nicht 100% sicher. Das ist kein großes Problem, solange die Infektionszahlen in der Gesamtbevölkerung halbwegs im Griff bleiben (z.B. durch Kontaktbeschränkungen usw.). Wenn alle Maßnahmen aufgehoben wären, würden die Infektionszahlen durch die Decke gehen. Dann würden sehr viele unentdeckte Infizierte da draußen rumlaufen und ihre Verwandten in Pflegeheimen besuchen. Und jeder fehlerhafte Test würde im schlimmsten Fall einen Ausbruch im Pflegeheim nach sich ziehen. Auch deshalb kann man die Risikogruppen effektiv nur dann schützen, wenn man die Inzidenz in der Gesamtbevölkerung halbwegs niedrig hält.

    Es geht doch nicht nur um Tote. Es geht doch auch darum was der Ausfall der Infizierten für den Wirtschaftssektor und das Gesundheitswesen bedeutet. Die Menschen fehlen dann und wenn sich das Virus weiter verbreitet (unter den 20-59-Jährigen) wird die Menge der Menschen die ausfällt, immer größer.

    Amen! Es ist ein Irrglaube der "Risikogruppen schützen"-Jünger, dass die Wirtschaft auf Hochtouren weiter laufen würde, wenn man die Infektion einfach ungebremst durch die Gesellschaft rauschen lassen würde. In einigen US-Bundesstaaten, die im Frühjahr die Taktik Herdenimmunität versucht haben, haben Wirtschaftsverbände irgendwann einen Lockdown gefordert, um die Wirtschaft zu retten.


    Abgesehen davon konnte aus meiner Sicht noch niemand erklären, wie dieses "Risikogruppen schützen" praktisch funktionieren soll. Die Leute in Altersheimen sollen sich selber pflegen? Familien, in denen ein Mitglied vorerkrankt ist, sollen sich zwei getrennte Wohnungen nehmen? "Risikogruppen schützen" ist eine leere Worthülse. Ein Ausdruck, mit dem man sich den einfachen Applaus abholt.


    Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Ich bin auch der Meinung, dass die Politik gewaltige Fehler gemacht hat. Man hat den Sommer komplett verschlafen, hätte da schon sinnvolle Konzepte für den Herbst entwickeln müssen. Hätte man beispielsweise Geld in die Hand genommen um Luftfilteranlagen für Schulen und Gastronomie zu subventionieren, hätte man jetzt sicher andere Möglichkeiten. Und auch in der jetzigen Situation muss natürlich jede einzelne Maßnahme kritisch hinterfragt werden. Aber aktuell lassen die Zahlen es einfach nicht zu, dass man tatenlos zuschaut.


    Und ja, es ist ein riesen Problem, dass man nicht weiß, wo die Infektionen überhaupt stattfinden, sodass man auch nicht genau nachvollziehen kann, welche (Lockdown-) Maßnahme genau wie wirksam ist. Aber wie will man das Problem lösen? Hat da schon irgendjemand einen konkreten Vorschlag gemacht? Der einzige praktikable Weg wäre eine für jeden verpflichtende App, die nicht nur die Kontakte, sondern auch die Standorte aufzeichnet. So könnte man ziemlich genau sagen, wer sich wann, wo und bei wem angesteckt hat. Aber da spricht wohl der Datenschutz dagegen, das goldene Kalb, das unbedingt unangetastet bleiben soll. Und das sage ich als Datenschützer.

    Killian legt in Detroit eigentlich genau so los, wie in Ulm letztes Jahr. Im ersten Testspiel gegen die Knicks stand er in der Starting Five, spielte 21 Minuten, 5 Punkte, 4 Rebounds, 3 Assist, 2 Steals und leider 7 Turnover. Wenn er sich in der NBA aber auch so schnell akklimatisiert wie in Ulm und die TOs ablegt, dann kann das eine starke Rookie Saison für ihn werden. Er ist offensichtlich in Detroit als Starter eingeplant.

    Und hier kommt Teil 2 der Overtime Doku über Killian Hayes. Ich sag mal so: Die schwäbische Küche kommt nicht besonders gut weg. _verwirrt


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    Hat nicht Sankt-Petersburg ähnliche Probleme ?

    Denen hat man ein oder gar zwei Spiel in der EL als verloren gewertet mit jeweils 0 : 20.

    Bitte gerne berichtigen, falls ich da falsch liege.

    Ich meine (bin mir nicht zu 100% sicher), dass die EL die Regel inzwischen geändert hat und ein Spiel wegen Corona bis zu drei mal verschoben werden kann. Erst danach wird es als 0:20 gewertet. Die Spiele von Zenit werden inzwischen auf der Website auch nicht mehr mit 0:20, sondern mit -:- angegeben.


    Ich kann mir nicht vorstellen, wie das terminlich alles klappen soll. Der Kalender der EL Teams ist ja sowieso schon überfüllt. Wenn jetzt noch reihenweise verschobene Spiele nachgeholt werden sollen...

    Nein - der Fall Saibou hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. So ist das gemeint. Denn Meinungsfreiheit ist ne Sache zwischen Bürger und Staat. Der Fall Saibou dreht sich aber um das Verhältnis "Arbeitnehmer-Arbeitgeber", und hat deshalb mit Meinungsfreiheit nix zu tun....
    Sein Arbeitgeber hat (nur) beschlossen, unter den Umständen nicht mit ihm zusammenarbeiten zu wollen. Und ob das eine fristlose Kündigung rechtfertigt, das klärt jetzt ein Arbeitsgericht.

    Seine Meinungsfreiheit wird dadurch in keinster Weise berührt.

    (...) Das Arbeitsrecht wird hierbei durch die Grundrechte über die Einbruchsstelle des wichtigen Grundes, der für eine außerordentliche, fristlose Kündigung erforderlich ist, von dieser Wertentscheidung beeinflusst. Eine Kündigung wegen einer bestimmten Meinungsäußerung ist daher aufgrund der integralen Bedeutung der Meinungsfreiheit in beinahe allen Fällen unzulässig. (...) Ich kann mir daher beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Kündigung vor Gericht Bestand hat und würde mich an Stelle des Spielers auch nicht ohne großzügigen Ausgleich auf einen Vergleich einlassen.

    Absolut richtig. Ich bin allerdings im Fall Saibou der Meinung, dass es hier einer der seltenen Fälle sein könnte, in denen eine Kündigung aufgrund einer Meinungsäußerung wirksam sein könnte.


    Die Meinungsfreiheit hat ihre Grenze in den "allgemeinen Gesetzen", zu denen nach der Rechtsprechung auch die "Grundregeln des Arbeitsverhältnisses" zählen, insbesondere die Interessenwahrungs- und Treuepflicht des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber. Vor allem bei leitenden Angestellten, zu deren Aufgabe ja auch die Außendarstellung des Unternehmens gehört, ist auch bei Meinungsäußerungen auf die Interessen des Arbeitgebers Rücksicht zu nehmen.


    Nach meiner bescheidenen Meinung muss dieser Grundsatz erst recht für angestellte Profisportler gelten. Der Grund, warum ein Basketballprofi Geld (sehr sehr viel Geld) verdient, ist ja, dass er letztlich eine wandelnde Werbebande ist. Die Sponsoren der Telekom Baskets überweisen dem Verein (und damit mittelbar den Spielern) deshalb so viel Geld, weil die Spieler mit tollen Leistungen Aufmerksamkeit erregen und so den Sponsoren eine Reichweite und ein gutes Image verschaffen. Insofern sind bei einem Profisportler, der sich über seinen Instagram Account gegenüber tausenden Leuten öffentlich äußert, schon andere Maßstäbe anzulegen, als meinetwegen bei einem Kfz-Mechaniker, der mit seinen fünf Stammtischbrüdern nach fünf Pils Verschwörungstheorien spinnt.


    Ich bin mir auch nicht sicher, ob das, was Saibou konkret geäußert hat, nun für eine Kündigung reicht oder nicht. Was auch daran liegt, dass ich - wie wahrscheinlich die meisten, die hier (und vor allem drüben bei SD) wild diskutieren - gar nicht so genau weiß, was denn nun geäußert wurde und was nicht. Die Teilnahme an der Demo allein wird wahrscheinlich nicht reichen. Die ganzen Äußerungen seiner Freundin, die er (wie ich gelesen habe) auch gelegentlich weiterverbreitet, von wegen QAnon, Deep State, Adrenochrom, Kinderhandel, Impfzwang, Bill Gates Microchips und der ganze Quatsch, sind da natürlich schon ein anderes Kaliber. Ob und was genau er davon "repostet" hat, weiß ich nicht. Aber genau darauf kommt es im Ergebnis wohl an. Dass eine Kündigung "beim besten Willen" nicht Bestand haben kann, sehe ich nicht so eindeutig.


    Stell dir vor, ein Spieler von ratiopharm ulm würde öffentlich als Impfgegner auftreten und ständig vor tausenden Leuten auf Instagram behaupten, die Pharmaindustrie würde vom "Deep State" gesteuert und auf Geheiß von Bill Gates allen Menschen Microchips einpflanzen. Meinungsfreiheit? Klar. Aber müsste sich ein Verein, dessen Hauptsponsor ein Pharmakonzern ist, das gefallen lassen? Ein Teil der aktuellen Verschörungstheorien ist ja auch, dass die 5G Masten uns (über die Microchips von der Impfung?) kontrollieren sollen. Müsste es sich die Telekom gefallen lassen, wenn ein von ihr bezahlter Werbeträger sowas verbreitet, während sie zeitgleich teure Werbekampagnen für ihre neuen 5G-Tarife fährt?


    Was dazu kommt: Die Kündigung wurde ja (so wie ich das verstehe) nicht nur auf seine Meinungsäußerungen gestützt, sondern auch darauf, dass er mit seinem Verhalten die Gesundheit des Teams gefährdet und die Bemühungen des Vereins - Stichwort Hygienekonzept - konterkariert. Ich lese drüben bei SD immer, dass das Quatsch sei, weil er ja ohnehin gerade niemanden anstecken könne, weil die Teams aktuell gar nicht trainieren. Darauf kommt es aber gar nicht an, glaube ich. Voraussetzung für eine fristlose Kündigung ist immer ein Vertrauensverlust. Hier geht es darum, dass Saibou letztlich Corona leugnet oder zumindest verharmlost und die ganzen Maßnahmen für Quatsch oder zumindest überzogen hält. Kann ein Verein einem Spieler, der die Regeln für Quatsch hält, "vertrauen", dass er sich an genau diese Regeln halten wird, wenn in ein paar Wochen das Training wieder los geht? Ich weiß es nicht. Ich glaube aber schon, dass das Vertrauensverhältnis hier soweit gestört sein könnte, dass eine Kündigung berechtigt sein kann.


    Letztlich, das sehe ich genau so wie du, wäre der Verein gut beraten gewesen, wenn er den Spieler zuerst abgemahnt hätte. Wobei wir natürlich auch nicht wissen, ob Saibou nicht in der Vergangenheit schon abgemahnt wurde (anscheinend verbreitet er ja schon länger Verschwörungstheorien). Meine Beispiele hier waren natürlich alle sehr zugespitzt. Ist mir auch klar, dass Saibou sich nicht ganz so deutlich als Aluhut positioniert hat. Was ich eigentlich sagen will: Ob die Kündigung nun berechtigt oder unberechtigt war, können wir alle hier gar nicht beurteilen, weil keiner von uns weiß, was Saibou denn nun genau geäußert oder verbreitet hat und was zwischen ihm und dem Verein intern so ablief. Im Ergebnis will das auch kein Richter entscheiden, sodass es sowieso auf eine Abfindung hinauslaufen wird. Wie hoch die dann ausfällt, wird man wohl nie erfahren.