Posts by Motuler

    Ok, das ist mein letzter Beitrag zu dem Thema. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, warum du dich jetzt an mir so abarbeitest.


    Ich verwende die Begriffe überhaupt nicht, sondern lese sie hier tagein- und tagaus im Internetforum und höre sie auch von den Vereinsverantwortlichen (siehe das zitierte Zeitungsinterview oben). Ich pflichte dir bei, dass überhaupt nicht klar ist, was mit den Begriffen gemeint ist, weil sie so in Bilanz und GuV nicht vorkommen. Mein Vorschlag: Wenn man mit solchen Begriffen an die Öffentlichkeit geht, würde ich mir wünschen, dass man näher ausführt, was damit gemeint ist. Damit schafft man Transparenz und sich selbst Legitimation im (zukünftigen) eigenen Handeln. Dafür brauche und fordere ich auch keine Einsicht in die monatliche BWA, Kassenbücher, Cash-Flow-Berechnungen oder Ratings der Kreditwürdigkeit bei den Banken.


    Oder man verwendet einfach von Anfang an die richtigen Begriffe, die dann auch jeder nachträglich in Bilanz und GuV nachvollziehen kann _freuu2.


    Es steht Dir aber frei, im nächsten Video-Call eine entsprechende Frage zu stellen und Begriffe wie "Altlasten" oder "Altschulden" zu vermeiden.

    Vielen lieben Dank, dass Du mir das erlaubst! _freuu2

    Mich stört die flapsige Formulierung übrigens auch sehr, weil tatsächlich völlig unklar ist, was mit Altschulden - geschweige denn Altlasten - gemeint ist. In Bilanz und GuV findet man beide Termini nicht, weswegen ich es auch generell sehr kritisch sehe, überhaupt so locker leicht darüber zu diskutieren. Dass das hier in einem Fanforum geschieht ist das eine. Dass die Begriffe aber auch von Vereinsverantwortlichen und Medien verwendet werden verwundert und wirkt dann eben so, als sei man gezielt darauf aus, verschiedene Sachverhalte miteinander zu vermischen. Das halte ich für sehr schwierig und führt dann am Ende auch bei Debatten hier zu unterschiedlichen Auffassungen, weil jeder etwas anderes damit meint. Ich bleibe bei meinem oft wiederholten Credo: Transparenz wäre auch in diesem Fall der richtige Weg! _freuu2_zustimmung

    Danke vielmals, Bamberg Freak , genau so war mir das bekannt mit den Altschulden, und dass diese eben NOCH NICHT beglichen worden sind.

    Zu Beginn der vergangenen Saison waren diese beglichen laut Arne Dirks.


    Ich zitiere aus der SZ (18.10.19):


    Frage: "Die Mannschaft war überaltert, teilweise mit hoch dotierten Verträgen ausgestattet. Gibt es noch Altlasten?"

    Arne Dirks: "Nein, wir haben alle beglichen".


    Diese Aussage ist für das Geschäftsjahr 19/20 getroffen worden. Zu neuen "Altlasten" für die kommende Saison (Geschäftsjahr 20/21) auf Grund der getätigten Vertragsauflösungen ist mir keine offizielle Aussage bekannt, weswegen das alles rein spekulativ ist.

    Auf Grund der sich fast schon überschlagenden Ereignisse will ich mich nun auch mal wieder zu Wort melden. Der Ausstieg von Brose als Gesellschafter der Bamberger Basketball GmbH wurde ja schon in der Vergangenheit häufiger mal als Drohkulisse gezeichnet – eine existenzbedrohende Angelegenheit quasi, die durch die einseitige Eigentümerstruktur mehr oder weniger naturgegeben ist.


    Als die Meldung dann vergangene Woche so langsam durchsickerte, hielt sich zu meiner Überraschung sowohl die Verwunderung, als auch mein Bedauern darüber, sehr stark in Grenzen. Das mag vielerlei Gründe haben, wobei zu aller erst die frappierende Konzeptlosigkeit der letzten Jahre zu nennen ist. Vor lauter Reset, Re-Reset, junge Spieler, erfahrene Spieler, schlankeres backoffice, players-coach, offensive-coach, defensive-coach, Litauen, Belgien, EL, EC, CL, Konsolidierung, DK-Preiserhöhung, etc. konnte einem aber irgendwie auch nur schwindelig werden. Was mir bei all der Veränderung aber stets fehlte, war ein klares Konzept – ein skizzierter Weg, an dessen Ende ein konkretes Ziel steht. Die im selben Zeitraum ebenfalls munter wechselnden Verantwortlichen warteten zwar immer wieder mit „konzept-ähnlichen“ Ankündigungen auf - die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität konnte aber in den meisten Fällen drastischer nicht sein.


    Womit wir auch bei meinem zweiten größeren Kritikpunkt angelangt sind: Der katastrophalen Kommunikation. Und da gibt es – im Vergleich zu einem fehlenden oder falschen Konzept (vgl. z.B. Alba Berlin Mitte der 2010er Jahre) – für mich überhaupt keine Entschuldigung für. Da werden Dinge versprochen, die niemals gehalten werden können. Da werden Gründe für „notwendige“ Veränderungen vorgeschoben, die jeglicher Grundlage entbehren. Da wird aktiven und ehemaligen Mitarbeitern buchstäblich Dreck hinter her geworfen. Da werden wesentliche Dinge überhaupt gar nicht kommuniziert. In Summe führt die fehlende Transparenz bei mir dazu, dass sich der Verein komplett unglaubwürdig gemacht hat, weil ich nur die Kommunikation bewerten kann, die da ist. Und wenn die eben nicht nachvollziehbar ist und vor allem auch von den anschließenden Handlungen abweicht, dann wird es mehr als nur problematisch. Was ist daran so schwierig, auch die Fans und Medien mitzunehmen im Entscheidungsfindungsprozess? Die Gedanken zu erläutern? Abzuwägen zwischen Alternativen? Finanzielle Aspekte genauer auszuführen?


    Auch jetzt frage ich mich - wie viele andere hier - wie es weitergehen soll. Transparenz wäre in dieser schwierigen Phase für den Bamberger Basketball essentiell, aber auch hier werden wir wohl warten dürfen, bis in einer halbgaren Pressemitteilung verkündet wird, dass die Bamberger Basketball GmbH Insolvenz angemeldet hat oder von Gesellschafter X/Y/Z die Eigentumsanteile gekauft bzw. übernommen wurden.


    Die heutige Meldung des Endes der Zusammenarbeit mit Baunach ist ein weiteres perfektes Beispiel für meine beiden Kritikpunkte: Konzeptlosigkeit („junge Spieler sollen gefördert werden“) und mangelhafte Kommunikation („Konsolidierung“). Man sägt hier selbst am eh schon hölzernen Fundament des Bamberger Basketballs und ich halte das für einen falschen Schritt zum absoluten ungünstigsten Zeitpunkt.


    Meine große Hoffnung ist, dass in der Phase nach dem - hoffentlich erfolgreichen - Gesellschafterwechsel ein neuer Wind durch den gesamten Verein weht. Vermutlich ist das auch nur ein Windhäuchchen, aber mein großer Wunsch ist, dass endlich wieder ein Konzept erstellt wird, das Hand und Fuß hat, transparent kommuniziert wird und dann - auch mit erheblich weniger Geld - zu attraktivem und erfolgreichen Basketball führen kann. Man soll ja noch träumen dürfen _freuu2.

    Ich kann bezüglich Visionen, Zielsetzungen, Etat, Altlasten, etc. nur dieses Interview der SZ mit Arne Dirks von Mitte Oktober empfehlen.


    Das soll auch absolut kein Nachtreten von mir sein, man ist ja bekanntlich im Nachhinein immer schlauer. Allerdings stehen da auch einfach ein paar "hard facts", an denen sich die Organisation schon messen darf. In wie weit man da von den Vorstellungen bisher abgewichen ist, kann und darf natürlich jeder selbst entscheiden.


    Und selbstverständlich ist ja auch noch ein gutes Stück Weg in dieser Spielzeit zu gehen. Allerdings ist das in Summe - aus meiner Sicht - wirklich eine extrem ernüchternde Spielzeit bis hierhin!

    Für mich ist diese Entscheidung überhaupt nicht nachzuvollziehen und die Begründung finde ich ebenfalls ziemlich lächerlich. Eine tolle Veranstaltung wird mit einer reinen „bottom line“ Betrachtung wegrationalisiert, wobei der Mehrwert dieser doch weit über die direkt messbaren Kosten hinausgeht. Eine Netzwerk- und Teambuildingveranstaltung, die die Bamberger (bzw. fränkische) Basketball Community mit dem Verein Brose Bamberg und den jeweiligen Unternehmen verbindet. Etwas wertvolleres kann es aus Vereinssicht doch eigentlich gar nicht geben? Die potentielle Neu-Akquise von Sponsoren und die Pflege bereits bestehender Partnerschaften sind sicherlich nur ein paar der Aspekte, die die Kosten für die Mieten der Hallen und die Organisation (z.B. Schiedsrichter) aus meiner Sicht in den Schatten stellen sollten. Aber was weiß ich schon, vielleicht hat man das ja gar nicht nötig? _freuu2