Beiträge von Mastermind00

    Ich bin auch am Tag danach immer noch etwas schockiert ob der "Leistung" einiger Spieler sowie des "Teamplays" (bewusst beide Begriffe in Anführungszeichen gesetzt). Auch vom Coach kam wie ich finde wenig von Außen, was dem Team hätte helfen können. Er war zwar weitaus emotionaler wie in anderen Spielen, aber es darf schon die Frage erlaubt sein, wieso das Team nun schon zum wiederholten Male ein Spiel beginnt, als wäre es auf einem kleinen Kaffeekränzchen. Bis ins letzte Viertel wirkte es für mich wieder so, dass nur ein Team Biss zeigen und kämpfen will...Und das trug an diesem Abend keine schwarz-roten Trikots.


    Die Körpersprache mancher Spieler war gestern (wieder) erschreckend. Meine bereits vor einigen Spielen geäußerten Befürchtungen, dass sich Jelovac zum Problemfall entwickeln könnte, werden nicht weniger. Defensiv macht er ja nicht zu viel, offensiv nimmt er ein paar Dreier (ohne sich dafür groß freilaufen zu müssen) und feiert jeden getroffenen Dreier, als wäre es der Buzzerbeater zum Sieg gewesen. Zu Recht hat er vom Coach einige Male zu hören bekommen, was er von seiner Leistung hält. Seine Reaktion darauf hat aber auch Bände gesprochen. Neben Heckmann (bei seinem leider viel zu kurzen Einsatz) und McDowell-White ist er der einzige Bamberg mit einem negativen Plus-Minus-Wert (-2). Entsprechend wundert es nicht, dass er in der guten Phase im letzten Viertel nicht auf dem Feld war. Seine einizigen Sekunden im letzten Viertel bekam er bei +9 und 20 Sekunden Restzeit.


    Der zweite Spieler, der für mich eine katastrophale Körpersprache an den Tag legt, ist leider Kulboka. Ich gestehe ihm auf ejden Fall noch Fehler zu. Dafür ist er noch zu unerfahren. Aber seine Verteidigung ist in vielen Situationen nicht mehr als Alibi-Defense. Auch als unerfahrener Spieler kann ich meinem Gegenspieler an der Dreierlinie etwas näher als 1,5m auf die Pelle rücken. Hat er Angst, dass der Gegenspieler dann an ihm vorbeizieht? Schlimmer als das ist aber dann die Reaktion, wenn er - wie in den letzten Spielen und auch gestern öfter passiert - der Gegenspieler den Abstand nutzt und ihm den Dreier ins Gesicht wirft. Achselzucken und in Richtung des tobenden Coahces andeuten, dass er ja alles richtig gemacht habe und nicht besser verteidigen konnte. Insgesamt sehe ich bei ihm aber trotzdem Verbesserungen. Auch wenn offensiv viel daneben geht, er braucht diese Minuten einfach.


    Froh bin ich, dass wir Zisis haben. Für mich war er gestern ein entscheidender Faktor. Er hat versucht, das Spiel zu ordnen und hat uns in der 2. Hälfte im Spiel gehalten. Das Lineup mit Zisis, Harris, Rice, Rubit und Kulboka fand ich insgesamt am besten.


    Ich will nicht alles schlecht reden, aber einen negativen Punkt habe ich noch: Was zum Teufel ist das (übrigens auch in den vorangegangenen Spielen) für eine Rückwärtsbewegung? Gefühlt laufen immer nur zwei Spieler schnell zurück, drehen sich aber erst zu ihren Gegenspielern um, wenn es schon zu spät ist...Und die anderen drei Bamberger traben gemütlich zurück in die eigene Hälfte. Himmel ist das häufig katastrophal. 17 Fastbreak-Punkte von Dijon sprechen Bände.


    Positiv: Der Einsatz beim Rebound stimmte. 11 Offensivrebounds geholt, nur 4 zugelassen. Das geht vollkommen in Ordnung. Auch 42 Punkte von der Bank können sich sehen lassen (wobei mit Rice natürlich der beste Scorer bislang (fast) immer von der Bank kommt). Dem gegenüber hat Dijon nur 7 Punkte durch Bankspieler erzielt.


    Es ist noch einiges zu tun. Am Wochenende geht es in Bremerhaven weiter. Bis dahin hat man mehr Zeit, sich auf den Gegner vorzubereiten. Hoffentlich nutzt man sie.

    In der Liga steht Dijon gar nicht schlecht da. Am letzten Spieltag gab es glaube ich die erste Saisonniederlage im 5. Spiel (Angabe ohne Gewähr). Auch das erste CL-Spiel wurde gewonnen.


    Mit David Holston (16 Punkte im 1. CL-Spiel) kommt immerhin ein bekanntes Gesicht mit aus Frankreich.

    Gegen einen stark einzuschätzenden Gegner gewonnen. Insofern bin ich zufrieden. Auch zufrieden bin ich, dass bei allen Veränderungen im Team und Verein eine Konstante über all die Jahre bestehen bleibt: Die Dummheit am Ende eines Spiels, wenn es darum geht, einen Sieg nach Hause zu bringen. Ich weiß noch nicht, was ich schlimmer fand: Die Passivität beim Ludwigsburger Ausgleich in der regulären Spielzeit (Erde an Heckmann, das Spiel ist erst vorbei, wenn die Sirene ertönt...Solange darf man auch zum Rebound hochsteigen) oder die zwei vergebenen Freiwürfe von Rice in der Verlängerung. Aber sei's drum, beide genannten Spieler haben ihren Teil zum Sieg beigetragen, sodass ich über die Szenen heute schmunzeln kann.


    Über was ich nicht schmunzeln kann - und das ist mir heute zum ersten Mal so richtig negativ aufgefallen, nachdem ich glaube ich mein erstes Duell gegen Ludwigsburg am Laptop und nicht in der Arena verfolgt hab - ist das lamentieren des gesamten Ludwigsburger Teams bei wirklich jedem Foul, das man gegen sich gepfiffen bekommt. Positive Ausnahmen sind mir nicht aufgefallen. Da wird der gegnerische Korberfolg mit allen Mitteln verhindert...Da wird mit dem kompletten Körper in den Mann hineingesprungen und gehofft, irgendwie auch den Ball zu touchieren...Da werden notfalls die Arme des Gegners herunter gerissen, wenn er einen aussteigen lässt und freie Bahn zum Korb hätte...Und dennoch wird jedes Mal so getan, als wäre nichts gewesen. Ich habe Patrick und seine Teams bislang meist als hart, aber nicht übertrieben unsportlich angesehen. Das heute vor dem Laptop hat mein Bild dann doch etwas verändert. Denn es ist für mich einfach grob unsportlich, wenn man ständig einen auf Unschuldslamm macht.


    Highlight dann Patricks Auszeit kurz vor Ende der regulären Spielzeit, als er erst ewig auf die Schiedsrichter einredet, dann aber die Auszeit überzieht und so tut, als hätte er den Pfiff nicht gehört...Sorry, ich bin froh, dass dieses Verhalten (bislang zumindest) noch keine Schule in der Liga macht.

    Mbakwe hat unter der Woche in der Champions League einies an Einsatzzeit bekommen. Deshalb gehe ich davon aus, dass er auch heute spielen wird. Im Ludwigsburger Vorbericht zum heutigen Duell wird auch erwähnt, dass Mbakwe auf sein ehemaliges Team trifft (genauer gesagt wird die in einer Bildunterschrift erwähnt).


    Was aber - wenn man den Ludwigsburger Aussagen glauben darf - tatsächlich für Probleme im Ludwigsburger Team sorgte war ein Magen-Darm-Virus, den sich viele Spieler und der Coachung-Staff unter der Woche eingefangen hatte und der das Trainieren schwierig machte.

    Ich bin (übrigens zum ersten Mal seit Langem wieder) richtig sauer...auf einzelne Spieler und den Coach. Man hat das, was man sich im 4. Viertel mühsam erarbeitet hat, durch dumme Aktionen innerhalb kürzester Zeit wieder weg geworfen.


    Angefangen hat die Kacke mit Jelovac und seinem völlig unnötigen Dreierversuch, als man geschätzt eine Minute vor dem Ende deutlich führte und er meint, nach wenigen Sekunden den Dreier zu nehmen. Das resultierte dann glaube ich in der Jump-Entscheidung mit u.a. Rubit.


    Aber das passt zu dem Eindruck, den ich bislang von Jelovac habe. Er scheint ein super Spieler zu sein, der aber keinen Schritt zu viel macht (gerade defensiv nicht) und sich gleichzeititig doch in den Vordergrund spielen mlchte und selbst feiert. Von der Veranlagung her erinnert er mich an Suput, nur noch viel fauler (und das sage ich bewusst in dieser Deutlichkeit, weil ich glaube, dass er noch zum Problem in dieser Saison werden könnte).


    Weiter ging es mit Heckmanns dummen Foul zum And1. Apropos Heckmann...Ich fand ihn defensiv überfordert uns habe mich gefragt, wieso er in den letzten Sequenzen beim Rebound steht.


    Zuletzt bin ich auf Zisis wütend. Ich bin in manchen Situationen kein Freund davon, zu foulen, um den Dreier zum Ausgleich zu verhindern. Es waren noch 4 Sekunden zu spielen und der Gegenspieler war auf Höhe der eigenen Zone im Seitwärtsbewegung. Come on...Was für ein Wurf kann dabei noch groß herauskommen? Im schlimmsten Fall so ein Buzzerbeater wie heute...Nur halt zum Ausgleich.


    Durch das Foul bringt man sich in solch einer Situation in die ungünstige Lage, selbst das Heft des Handelns wieder in die Hand zu nehmen, indem man den Rebound nach dem verworfenen Freiwurf holt. Und dass das nicht einfach ist, wenn der Gegner mit aller Wucht zum Rebound geht, ist kein Geheimnis. Da könnem immer Fehler passieren. Und dann hat man wie heute einfach keine Möglichkeit mehr, außer zu hoffen, dass so ein Zirkuswurf nicht den Weg in den Korb findet.


    Nein, ich fand diese Entscheidung, zu foulen, in DIESER Situation kapital falsch. Es wird aber bestimmt auch Fans und Experten geben, die sie richtig fanden, das will ich gar nicht bestreiten...

    Zur Info: Ich habe den Zwist und die Stänkereien von gestern Nacht komplett entfernt. Einzig die Ausgangsfrage und die Antwort darauf sind für mich noch relevant. Ich werde in Zukunft sämtliche Sticheleien und Provokationen rigoros entfernen. Es sollte bekannt sein, dass man auch ohne Provokationen diskutieren kann. Wer dies nicht möchte, ist hier falsch.

    Ich habe die komplette Diskussion gelöscht, weil sie hier komplett offtopic ist. Solange ihr sachlich diskutiert (was auch nicht immer der Fall war), könnt ihr dieses Thema gerne besprechen. Ich finde es aber schade, dass wir hier weiter das Phänomen haben, dass ihr teilweise lieber "unter euch" diskutiert, anstatt ein Thema im richtigen (aber "fremden") Thread anzusprechen.

    Ich glaube, die Basis für die aktuell häufig geäußerten Befürchtungen ist bei vielen die Frage, was Stoschek macht. Wäre Bamberg ein normaler Verein mit seiner Sponsorenbasis, würden glaube ich viele Fans aktuell etwas beruhigter sein. Dass man den Titel nicht gepachtet hat, wissen alle. Und ich bin mir sicher, dass der Bamberger Basketball auch ohne regelmäßigem Meistertitel gut angenommen wird. Dafür ist Bamberg und die Region an sich einfach zu basketballverrückt und zu sehr in diesen Sport verliebt. Betrachtet man dies so, dann kann ich dem Beitrag von Frankauskas voll zustimmen.


    Aber Bamberg ist von seiner Struktur her kein normaler Verein. Das muss selbst ich als Bamberger zugeben. Die Struktur mit einem großen Hauptsponsor, der zudem noch Inhaber des Vereins ist, ist speziell. Ich will es nicht "gefährlich" nennen, aber es bleibt IMMER die Frage nach dem "Was wäre wenn...?" Kann auch nur einer von uns mit absoluter Sicherheit sagen, wie die Pläne von Stoschek sind? Kann auch nur einer von uns sagen, wie genau die Sponsorensituation ist? Ich glaube nicht...Und darin liegt imho die aktuell vielerorts spürbare "Allergie" gegen einen Rückschritt begründet.

    AM_ : Letzten Endes tragen auch die (durchaus sachlichen und begründeten) Beiträge, die du im jeweiligen Thread die Diskussion kritisieren, nicht zur Beruhigung der Situation bei. Es gibt beispielsweise diesen Thread hier, in dem die Beiträge besser aufgehoben wären. Ansonsten sollte im betroffenen Thread zu kritisierende Beiträge vielmehr gemeldet werden, da ansonsten eine Grundsatzdiskussion im Thread zu befürchten ist.


    Ich muss auch sagen, dass ich erschrocken war, als ich vorhin nach Hause gekommen bin und die vielen Meldungen gesehen habe. Insofern kann ich mich MG_ nur anschließen. Es ist schade, wie hier immer die gleichen User regelmäßig für eine richtig miese Stimmung sorgen.