Posts by Mastermind00

    Firefox bereitet bei Authentifizierungen immer wieder Probleme. Wir haben bei uns im Unternehmen vor einigen Monaten ebenfalls die 2-Faktor-Authentifizierung bei Zugriff auf unsere Microsoft-Anwendungen eingeführt. Firefox ist der einzige Browser, bei dem Anwender die Authentifizierung teils mehrfach täglich wiederholen müssen. Wir in der IT wissen bis heute nicht, woran das liegt.

    Ich musste meine Geräte, die ich bereits registriert hatte, nochmals registrieren. Soweit hat aber alles funktioniert.


    Einzig die Fehlermeldung nach Anklicken des Bestätigugnslinks ist verwirrend ("Seite nicht verfügbar"). War dies bei euch auch so?

    Politische Statements sind deswegen ja per Statuten verboten (insoweit bin ich bei euch); stellt die Liga in ihrer gestrigen Stellungnahme auch ebenso klar, wie dass es den Sportlern aktuell nicht um politischen Statements, sondern um Rassismus geht.

    Und genau da fängt aktuell die Grauzone schon an. Rasissmus ans ich ist in seiner Reinform sicherlich erst einmal eine Ideologie / Gesinnung und hat nichts Politisches an sich.


    Aktuell geht es bei den Protesten aber - wie schon in vergangenen Jahren - um Polizeigewalt in den USA. Weston McKennie (Fußballer von Schalke 04) trug im Spiel vergangenes Wochenende ein Armband mit der Aufschrift "Justice for George". Er selbst sagte, dass er damit gegen Polizeigewalt und Rasissmus protestieren möchte.


    Durch den Bezug auf die Situation in den USA wird das Thema plötzlich hochpolitisch. Das liegt nicht nur daran, dass sich Trump und die Gouverneure aktiv einmischen. Vielmehr liegt das an der Gesetzgebung der USA, die Polizisten extrem viel Macht zugesteht und es schwierig macht, Polizisten für derartige Vergehen zu belangen. Der Oberste Gerichtshof der USA hat mehrfach geurteilt, dass Polizisten ihre Waffe einsetzen dürfen, wenn sie um ihre eigene Sicherheit fürchten oder um Flüchtende zu stoppen. 2014 urteilte ein Gericht einstimmig, dass von "exzessiver Gewalt" keine Rede sein könne, obwohl Beamte insgesamt 15 Kugeln in das Auto von Flüchtenden abgefeuert und dabei zwei Menschen getötet hatten.


    In Kombination mit dem immer noch sehr verbreiteten Rasissmus sorgt dies seit Ewigkeiten für Komfliktpotenziel in den USA.


    Ebenso reichen oft selbst Videoaufnahmen nicht aus, um gewalttägige Polizisten anklagen zu können. Sind wir ehrlich: Auch im aktuellen Fall wäre es wohl zu keiner Anklage gekommen, wenn die Proteste nicht derart eskaliert wären.


    Diese Probleme in der Gesetzgebung können nur von Washington aus behoben werden. Man muss sagen, dass die Gesetze für Polizisten in der Vergangenheit immer wieder verschärft wurden. Aber das war häufig mehr alibihaft, um sich als Politiker nicht vorwerfen lassen zu müssen, nichts unternommen zu haben.


    Deshalb mag die aktuelle Diskussion für uns in Deutschland nicht politisch sein, der Ursprung in den USA aber hochpolitisch.

    Für mich gibt es auch viele nachvollziehbare Gründe, weshalb Sportligen politische Statements im Rahmen von offiziellen Spielen verbieten. Zwei Punkte fallen mir besonders ins Auge:



    1. Außendarstellung der Liga: Jede Liga hat ein Interesse daran, dass die Außendarstellung positiv ist. Ungeplantes ist dabei nicht selten kontraproduktiv. Auch deshalb dürften die Spieltage minuten- bis sekundengenau getimed sein. Man möchte ein möglichst einheitliches und positives Bild der Liga nach Außen (in Richtung Zuschauer und TV).


    Politische Meinungsäußerungen sind deshalb ein potenzielles Risiko, da sie für die Liga nicht vorab kontrollierbar sind. Wir reden aktuell beim Thema Rasissmus über etwas, über das wir uns hoffentlich alle (weitestgehend) einig sind. Aber es gibt unzählige politische Themen, zu denen sich ein Spieler äußern könnte. Und nicht jedes Thema ist so eindeutig und wird von den übrigen Beteiligten (Spieler, Verantwortliche, Hallenzuschauer, TV-Publikum...) als positives Statement gewertet.


    Da sind wir dann auch schnell beim zweiten Punkt, der für mich wichtig ist:



    2. Je nach Thema und/oder Kulturkreis haben politische Meinungsäußerungen ein hohes Konfliktpotenzial. Als verantwortliche Liga möchte ich derartige Konflikate aber aus dem Spiel heraushalten. Für uns in Deutschland mag das in der BBL nicht vorstellbar sein, aber je nach Thema kann politische Meinungsäußerung schnell als Provokation angesehen werden.


    Somit sprechen wir über Grauzonen politischer Meinungsäußerung, die sich eine Liga nicht leisten kann. Wo setze ich die Grenze? Wenn ich politische Meinungsäußerung erlaube, müsste ich auch Themen erlauben, bei denen der deutsche Zuschauer womöglich eine andere Meinung hat als der (ausländische) Spieler.


    Könnt ihr euch noch an den Militärgruß türkischer Fußball-Nationalspieler Ende letzten Jahres erinnern? Selbst teamintern gab es damals Diskussionen, da manche Spieler nicht mitmachten und dies anders sahen. Nun stelle ich mir vor, etwas Ähnliches passiert bei einem (emotional aufgeladenen) Spiel mit einem Gast-/Heimpublikum, das die Geste als Provokation wertet.


    Ich sehe für eine Liga keine andere Möglichkeit, als politische Meinungsäußerung von Vornherein zu verbieten. Was man dann bei Verstößen macht, steht wieder auf einem anderen Blatt. Dort ist dann Fingerspitzengefühl gefragt. Durchgängige Straffreiheit bei Themen, die es Wert sind, angesprochen zu werden, ist sicherlich nicht zielführend. Aber man könnte - wie hier auch schon vorgeschlagen - die Strafen zumindest immer einem dem Thema entsprechenden guten Zweck zukommen lassen. Gerade die aktuelle Rasissmus-Debatte ist aber tatsächlich dafür geeignet, den gesunden Menschenverstand zu nutzen und keine Sanktionen zu verhängen.

    Abgesehen davon, dass es sich hier zu einer Grundsatzdiskussion entwickelt hat (die definitiv nicht in diesen Thread gehört), sehe ich keinen inhaltlichen Zusammenhang zwischen den verlinkten Aussagen von Spielern und dem Turnier. In diesem Thread geht es um das Anstehende Turnier und das "Drumherum". Und solange die aktuelle Diskussion lediglich dafür sorgen könnte, dass Spieler während des Turniers ein politisches Statement abgeben und dafür eventuell (finanziell) bestraft werden, besteht lediglich ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Turnier und Diskussion.


    Nur als Beispiel: Etwas Anderes wäre es, wenn beispielsweise Spieler ihre Teilnahme am Turnier verweigern, weil sie während des Turniers schweigen müssen. Dann wäre auch der kausale Zusammenhang gegeben, der in diesen Thread gehört. Aber abgesehen davon zeigt sich doch bereits nach nicht einmal einem Tag, dass dieses Thema viel zu umfangreich und eigenständig ist, als dass es in diesen Thread gehört.

    Die Vergangenheit hat leider gezeigt, dass in bestimmten Phasen auch ironisch gemeinte Beiträge böses Blut verbreiten können. Deshalb hatte ich auch auf die "kurze Leine" hingewiesen. Ein Beitrag, der absolut keiner sachlichen Diskussion dienen soll, fällt dann leider der kurzen Leine zum Opfer, auch wenn der ein oder andere User sicherlich über den Beitrag geschmunzelt hätte.

    Leider entwickelt sich die Diskussion hier stellenweise in eine Richtung, die wir bereits vor einiger Zeit bei LC hatten und die alles andere als gewollt ist. Ich möchte euch deshalb bitten, wieder sachlicher zu diskutieren und insbesondere auf folgende Punkte zu verzichten:


    - Persönliche Angriffe gegen andere User

    - Persönliche Angriffe gegen Personen außerhalb von LC

    - Abwerten der Diskussion (Wer nicht diskutieren möchte, wird nicht dazu gezwungen)


    Die Leine ist dieses Mal kürzer als noch bei vorherigen Diskussionen, da wir bereits einige negative Erfahrungen gemacht haben.

    Solange die Vorgaben auch nur ansatzweise sind wie aktuell, brauchen wir uns keine Gedanken über Spiele mit Publikum machen. Die Gesichtsmaske ist dabei noch das geringste Problem.


    Vielmehr dürften die 1,5m Mindestabstand bei Großveranstaltungen zum entscheidenden Problem werden. Mit dem Freilassen eines jeden zweiten Sitzplatzes ist es dabei meiner Erfahrung nach nicht getan, da der Abstand selbst dann zwischen den Zuschauern in einer jeden Arena (selbst in denen mit gemütlichem Sitzabstand) keine 1,5m beträgt. Selbst 1m Abstand dürfte in diesem Fall schon viel zu optimistisch sein. Zwei freie Plätze zwischen Zuschauern in der selben Reihe dürften das Minimum darstellen. Zudem muss der Abstand nach vorne und hinten eingehalten werden, sodass man wohl auch nur jede zweite Reihe belegen kann.


    In solch einem Szenario sind wir dann schnell bei der Frage, ob es sich für einen Verein wirtschaftlich lohnt. Und selbst, wenn dies zu bejahen ist und dann vielleicht statt 4.000 Zuschauer nur 1.000 Zuschauer Platz finden, bleiben viele Fragezeichen, da es sich immer noch um eine Großveranstaltung auf - gerade in den Foyers - beengtem Raum handelt. Wer in den letzten Wochen im Supermarkt einkaufen war, der weiß, dass in bestimmten Situationen der Sicherheitsabstand gar nicht einzuhalten ist oder dass sich bei größeren Menschenansammlungen schnell eine Eigendynamik entwickelt. Hauptproblem ist hier die Pause und die Zeit nach dem Spiel.


    Vor dem Spiel ließe es sich dadurch regeln, dass der Aufenthalt (d.h. das Stehen und Unterhalten) in den Foyers gänzlich untersagt wird. Getränke und Essen holen...Zum Fanshop schauen...Auf Toilette gehen...Das war's.


    Aber wie soll es in der Pause aussehen, wenn die Massen plötzlich zeitgleich zu oben genannten Punkten im Foyer gehen? Hier müsste man ganz kreativ sein.


    Nach dem Spiel wiederum käme ein blockweises Verlassen des Halleninnenraums in Frage, um die Massen zu entzerren.



    Klingt alles verrückt? Hätte ich bis vor Kurzem auch gedacht, bis ich dann bestimmte Regelungen von Biergärten oder meinem Fitnessstudio mitgeteilt bekommen habe:


    • Biergarten: Mit dem Smartphone QR-Code am Eingang scannen > Auf dem Smartphone Formular ausfüllen > Warten auf Servicekraft, die einen an einen Tisch begleitet > Überall im Biergarten Einbahnstraßensystem
    • Fitnessstudio: Bei Eintritt Hände desinfizieren > Warten am Eingang > Formular ausfüllen und und Infos durchlesen > Bei "OK" von Mitarbeiter in Umkleidekabine, um dort seine Sachen abzulegen (möglichst kein Umziehen) > Duschen natürlich gesperrt


    So oder so ähnlich könnte ich es mir nächste Saison wirklich vorstellen, sollte es wirtschaftlich Sinn machen.