Posts by Mastermind00

    Die VIPs zählen genauso zur Kapazität wie jeder andere Zuschauer auch. Wieso sollte es auch anders sein? Zumal in der Brose Arena nicht einmal eine bauliche Trennung zwischen den VIP- und den normalen Sitzplätzen vorhanden ist (wie es in manch anderen großen Arenen der Fall ist). Somit wird die Anzahl der ausgegebenen VIP-Tickets mit Sicherheit die Anzahl der in den Verkauf gehenden Dauerkartenplätze beeinflussen.


    Im Prinzip ist das ja auch gar nicht schlimm. Letzten Endes wird es darauf ankommen, ob die Anzahl verhältnismäßig zur Gesamtanzahl in den Verkauf gehender Tickets ist. Wohlwissend, dass der Umsatz mit VIP-Tickets ein weitaus höherer sein dürfte als der mit normalen Tickets, so kann sich ein Verein auch ganz schnell die Finger verbrennen, wenn das Verhältnis nicht stimmt.


    Ich bin ohnehin gespannt, ob es Sonderlocken geben wird. Es wird bestimmt die ein oder andere Gruppierung geben, die für sich ein festes Kontingent beansprucht mit der Begründung: "Wir unterstützen euch seit Jahren bei jedem (Auswärts-)Spiel, also haben wir auch ein extra Kontingent verdient." Ja, ich würde es ihnen durchaus auch gönnen.

    Ich sehe das wie glory. In der abgelaufenen Saison wäre es für mich absolut verständlich gewesen, wenn Vereine in finanzielle Schieflage geraten. Wenn plötzlich vollkommen unerwartet die Zuschauereinnahmen für nahezu eine komplette Saisonhälfte wegfallen, dann kann man noch so gut kalkuliert haben, man wird dies extrem spüren.


    Nun ist die Sachlage für die kommende Saison insofern klar, als dass für jeden Verein klar sein muss, dass er im schlimmsten Fall gut und gerne auch komplett ohne Zuschauereinnahmen auskommen muss. Das müssen vernünftig kalkulierende Verantwortliche einfach bei ihrer gesamten Saisonplanung berücksichtigen. Nachdem der Anteil der Zuschauereinnahmen am Gesamtetat in der BBL "nur" rund 20% ausmacht, bin ich davon überzeugt, dass zumindest kurz- bis mittelfristig ein jeder Verein auch ohne Zuschauereinnahmen überleben kann. Ob er dies durchgängig in der BBL tut (Stichwort Mindestetat) oder wie sich dies auf die Qualität des Kaders auswirkt, steht natürlich auf einem anderen Blatt.


    Aber wie gesagt, ein jeder Verein, der kommende Saison in finanzielle Nöte gerät, hat für mich genauso schlechte Arbeit geleistet wie Vereine, denen dies ohne Ausnahmesituationen wie Geisterspielen passiert.

    Ich habe den Threadtitel einmal angepasst, damit dieser Thread nicht zu einem allgemeinen BBL-Diskussionsthread wird. Ursprünglich war er für Transfergerüchte gedacht. Das sollte auch so bleiben. Alle anderen hier angesprochenen Themen haben entweder schon einen passenderen Thread oder verdienen sich selbigen.

    Kann man es irgendwem verübeln, skeptisch zu sein und jede Entscheidung des Vereins 3x zu hinterfragen?

    Ich würde diese Frage per se nicht mit "Ja, kann man." beantworten, aber sie hat schon durchaus mehr Facetten, über die man sich Gedanken machen sollte.


    Ich war und bin eigentlich selbst ein eher kritischer Fan. Dennoch - und das habe ich an anderen Stellen schon ein paar Mal erläuter - kommen mir in den letzten Jahren viele Bamberger Spieler bei der Beurteilung durch die eigenen Fans zu schlecht weg. Gefühlt wird jeder Neuzugang erst einmal etwas skeptisch betrachtet. Entsprechend schnell kann man sich als Bamberger Spieler in letzter Zeit das Prädikat "nicht gut genug" einhandeln. Das sorgt für mich dann auch insgesamt für eine phasenweise ungemütliche Stimmung, die sich dann eben auch auf das Umfeld und das Team selbst übertragen kann.


    Dabei - und das ist für mich der Knackpunkt an der Geschichte - können die Neuen im Team und im Umfeld absolut nichts für das, was ihre Vorgänger angestellt haben. "Der Verein" trifft auch keine Entscheidungen. Es sind die Verantwortlichen eines Vereins, die die Entscheidungen treffen und dafür geradestehen müssen.


    Seit der Bekanntgabe der Verpflichtung von Rojjakkers war hier nahezu durchweg zu lesen, wie sehr man sich als Fan auf die neue Saison freue, wie viel Vertrauen man in Roijakkers habe und wie viel er doch selbst die Spieler aussuchen wird. Mit diesem Hintergrund ist mir die Skepsis, die hier stellenweise herrscht, einfach zu viel. Auch lässt sich das wie gesagt nicht mit den Entscheidungen der letzten drei Jahre begründen, da Roijakkers und sein Team daran 0,0 Anteile hatten.


    Mit dieser Skepsis müsste man eigentlich auch gleich wieder Roijakkers hinterfragen. Darauf würde es schließlich auch hinauslaufen, sollten die Neuzugänge nicht einschlagen. Und wir wären wieder an dem selben Punkt, an dem wir im Herbst des letzten Jahres waren, als Moors' Team nicht weiter voran kam.


    Uns täte bisweilen etwas mehr Gelassenheit gut. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Es ist im Basketball nicht ungewöhnlich, dass das erste Jahr unter einem neuen Coach und mit einem nahezu komplett neuen Team holprig bis unglücklich verläuft. Der Basketballsport bringt es nun einmal mit sich, dass Fehlverpflichtungen oder auch ein schlechte Teamchemie sehr schnell negative Auswirkungen auf den sportlichen Erfolg haben. Das erste Jahr unter Fleming ist weiterhin eines der besten Beispiele dafür. Auch bringt es der Basketballsport mit sich, dass die Leistungen eines jeden Einzelnen extrem vom Team abhängen. Was hatten wir in Bamberg schon Spieler mit außergewöhnlich guten Statistiken, die aber in Bamberg nicht zu Recht kamen. Und umgekehrt wäre es ebenso wenig verwunderlich, wenn bei Nezugängen plötzlich die Statistiken in Bamberg besser aussehen würden als zuvor.

    Ich bin davon überzeugt, dass wir wirklich volle Hallen erst dann wieder haben werden, wenn es entweder einen Impfstoff gibt oder wir in Deutschland über einen längeren Zeitraum keine Neuinfektionen mehr haben. Letzteres halte ich für ausgeschlossen.


    Es gibt regelmäßig Beispiele weltweit, wie schnell sich das Virus ausbreitet, wenn man keine Vorsichtsmaßnahmen trifft. Deshalb sehe ich beispielsweise die Aufhebung des Abstandsgebots noch in sehr weiter Ferne. Und alleine dadurch würden Hallen nur zu einem Bruchteil belegt werden können.


    Ich habe gestern ein Statement der New England Patriots (NFL-Team) dazu gelesen. Die Patriots planen - sollten überhaupt Zuschauer in der kommenden Saison zugelassen werden - mit einer Auslastung von maximal 20%. Dies entspricht in deren Stadion etwa 10 Personen pro Block.