Beiträge von Harvey Specter

    Neben der emotionalen Komponente "die wollen uns haben" und "die nicht", sprach Beyer im Podcast von mehreren harten Faktoren, die in der Summe den Ausschlag für die CL gegeben haben. Einer der dort von ihm genannten und noch nicht thematisierten Gründe, ist, die Monokultur von Brose und das dadurch bedingte Risiko zu diversifizieren, zur Schaffung einer gesunden Struktur. Bamberg "musste" aufgrund der Herausforderung Euroleague - so schön sie auch war - ein paar essentielle Entwicklungsschritte überspringen, um auf Teufel komm raus auf europäischen Parkett performen zu können. Dieses (zu) hohe, künstliche Wachstum fällt dem Verein nun kumuliert auf die Füße. Vielleicht entpuppt sich rückblickend die verkorkste letzte Saison, mit all seinen Konsequenzen, als ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit...


    Der Verlust vieler Sponsoren und das dadurch entstandene große Loch im Budget zeigen, auf welch instabilen Füßen die Bamberger Basketball GmbH gebaut wurde. Die Sponsorenlandschaft wurde die letzten Jahre zwar ausgeweitet, aber letzten Endes führt der Weg nahezu aller größeren Sponsoren zum fränkischen Mekka Brose. "Abhängigkeiten" haben in jedem Bereich der Gesellschaft das Potential inne, den Teppich unter den Füßen wegzuziehen - nach dieser Saison geschah genau das mit Bamberg: keine Meisterschaft => keine Euroleague => no party.


    Was spricht folglich dagegen, die - aufgrund des durch die Euroleague induzierten Drucks - übersprungenen Wachstumsschritte nachzuholen und eine Vereinsstruktur zu generieren, die auf einem gesunden Fundament steht. Womöglich dauert die ökonomische Konsolidierung nicht nur ein, sondern eben jene fünf Jahre, die Bamberg voraussichtlich FIBA Champions League spielen wird. Jede Saison herrschen dieselben Rahmenbedingungen vor, das Paket, welches Brose Bamberg den Sponsoren, Fans und Spieler bietet, ist über einen längeren Zeitraum konstant. Ich sehe das mittlerweile eher als Chance zur Schaffung einer soliden finanziellen Basis, denn als Risiko der Stagnation. Und wer weiß schon, wie sich der Club und die Euroleague in den nächsten fünf Jahren entwickeln werden. Ich für meinen Teil werde mit dem Kapitel "Euroleague in Bamberg" noch nicht komplett abschließen.


    Zum Thema Strukturen: Man vergleiche mal die Organisation Alba Berlin mit der Organisation Brose Bamberg: Hier liegen Welten dazwischen, in beinahe jeglicher Hinsicht. Einzig das Spielermaterial von Bamberg war die letzten Jahre qualitativ besser als das von Alba Berlin, ansonsten ist Alba Berlin was die Strukturen des Vereins, die Mitarbeiter, den Nachwuchs, das Know-How, etc. angeht, Bamberg weit voraus. Müsste ich heute die Frage beantworten: Welche deutsche Basketballmannschaft wird auch noch in 30 Jahren in der Spitzengruppe der BBL vertreten sein: a) Alba Berlin oder b) Brose Bamberg. Dann wäre meine ehrlich Antwort ganz klar a) Alba Berlin. Die Frage kann gerne jeder mal für sich selbst beantworten. Nachhaltigkeit ist hier das entscheidende Stichwort...


    Zum Sportlichen: Aus meiner Sicht ist es nur eine Frage der Zeit bis die CL dem Eurocup qualitativ den Rang ablaufen wird. Es trifft der 1. Wettbewerb der FIBA auf den 2. Wettbewerb der ULEB, insofern ist das jetzt auch keine allzu gewagte Prognose. Klar ist aber auch, dass das Ganze noch Zeit benötigen wird und der Eurocup zumindest nächste Saison ein gutes Stück besser besetzt sein wird als die FIBA Champions League. Es gilt also erneut zwischen kurzfristigem und langfristigem "Genuss" zu differenzieren. Bei der Spielerakquise ist es mMn relativ gleichgültig, ob man Eurocup oder CL spielt. Für gewöhnlich wird von den Spielern zwischen drei unterschiedliche Arten von Ambitionen unterschieden: 1. NBA; 2. Euroleague; 3. "europäisch spielen"...


    Mir persönlich werden die Euroleague-Spiele unfassbar fehlen. Der Wettbewerb bietet den aus meiner Sicht schönsten Basketball der Welt, und genau dieser Basketball war regelmäßig in Bamberg zu Gast. Auf dieses Privileg werde ich unter Tränen zumindest die nächsten fünf Jahre verzichten müssen. Das ist verdammt schade und definitiv DIE negative Begleiterscheinung der Entscheidung pro FIBA.


    Fazit: Ich wage zu bezweifeln, dass diese Entscheidung jemals exakt quantifizierbar sein wird. Meiner Meinung nach bieten beide Organisationen klar voneinander abgrenzbare Chancen und Risiken. Welches Paket das bessere ist, ist für mich Stand heute unmöglich zu beantworten. Es liegt nun in den Händen unserer Entscheidungsträger die Chancen, die die CL m.E. nach definitiv aufweist, bestmöglich zu nutzen und eine nachhaltige, auf gesunden Strukturen zurückgreifende, spielerische wie konzeptionelle Identität zu schaffen, die von meiner Warte aus auch sehr gerne eine Rückkehr zu Freak City enthalten darf - nur bitte ohne dämliche Briefe.

    Habe mal versucht alle relevanten Infos zusammenzufassen:

    • Wir spielen die nächsten fünf Jahre CL, sofern wir uns qualifizieren. Die Qualität des Wettbewerbs soll stark steigen...
    • Das nächste Jahr, die nächste Saison dient der Konsolidierung. Man hat seine Konsequenzen aus den begangenen Fehlern gezogen und wird daraus lernen => Besseres Scouting, neue, langfristige Vertragsstruktur, mehr Planungssicherheit, und Rückkehr zu "Freak City", zumindest habe ich das so rausgehört
    • Das Budget wird wohl in etwa zwischen 11 und 15 Millionen betragen. Rechnung: 22 Millionen (SZ) - 6 bis 10 Millionen - (0,05 bis 0,08) * (22 Millionen). Damit dürfte man tatsächlich einen sehr ähnlichen Spieleretat wie Alba Berlin zur Verfügung haben
    • Brose wird auch mittelfristig in der jetzigen Form unser Hauptsponsor bleiben. Auf Basis dessen soll das Budget die nächsten Jahre wieder erhöht werden, damit Bamberg auch die nächsten Jahre um Titel mitspielen kann
    • Ende dieser Woche wird der neue Trainer bekanntgeben. John Patrick wird es nicht werden, ein Verbleib von Banchi ist eher unwahrscheinlich
    • Zisis (kleinere Rolle), McDowell-White (Doppellizenz; sicher) und Kulboka, Kratzer (wahrscheinlich) werden nächste Saison in unserer Rotation sein. Die Kaderplanungen sind recht weit fortgeschritten, was den Rahmen angeht, jetzt muss in Kooperation mit dem neuen Trainer geplant werden, welche zwei, drei ausländische Spieler man konkret verpflichten will und wird
    • Die neuen ausländischen Spieler werden allesamt jung sein und langfristige Verträge unterschreiben, die maximal eine Ausstiegsoption für die NBA enthalten
    • Ziel wird es in Zukunft sein, mehr Talente über den Zwischenschritt Baunach in die Rotation von Brose Bamberg zu integrieren (namentlich Henri Drell, Kay Bruhnke)
    • Mitrovic wird 4-6 Monate ausfallen - Verbleib scheint ungewiss zu sein, zumindest keine Andeutungen in die Richtung. Bei Harris stehen die Zeichen anscheinend auf Abschied, so interpretiere ich die Worte Beyers, auch wenn er zuletzt Fortschritte gemacht hat
    • Thiemann ist ein Spieler, den Bamberg auf dem Schirm hat, allerdings passt er womöglich von seiner Position her nicht hundertprozentig in die gewünschte Kaderstruktur hinein
    • Hackett, Lo und Radosevic werden Bamberg wohl allesamt verlassen, so meine Spekulation auf Basis der Antworten von Beyer


    Das geplante Roster könnte wie folgt aussehen:

    PG Neu/Zisis/McDowell-White

    SG Neu/Stuckey/Wolf oder Bruhnke

    SF Kulboka/Taylor/Heckmann

    PF Neu oder Mitrovic (?)/Olinde

    C Rubit/Thiemann(?) oder Harris (??)/Kratzer


    Oder:


    PG Neu/Zisis/McDowell-White

    SG Taylor/Stuckey/Wolf oder Bruhnke

    SF Kulboka/Heckmann

    PF Neu oder Mitrovic (?)/Olinde

    C Rubit/Neu/Kratzer


    Dieses Roster wäre aus m.E. allerdings suboptimal, da "hier" doch enorm wenig Kreativität mit Ball vorhanden ist.


    Am Ende wird es entscheidend sein einen Trainer zu verpflichten, der richtig Bock darauf hat, das ausgerufene Konzept umzusetzen und auf junge Spieler zu bauen. Dementsprechend müssen sich auch die Spieler zum Konzept committen, dann kann der Ansatz schon funktionieren. Ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Zukunft wird sein, dass es dann dem Team gelingt den Funken auf die Fans zu übertragen und Emotionen zu schüren, ansonsten wird es auch auf dieser Seite größere (mengenmäßig) Abgänge geben. Die Meisterschaft sehe ich zumindest für die nächste Saison als illusorisch an, was ich persönlich nicht so tragisch finde, allerdings erwarte ich ein klares Konzept und eine Mannschaft, die sich in jedem Spiel zerreißt und einen teamorientierten, mitreißenden, schnellen Basketball spielt.


    Bin mir aktuell noch sehr unsicher, wie ich den Wechsel von ULEB zur FIBA werten soll. Die Euroleaguespiele waren emotionale Höhepunkte und für mich persönlich ein nahezu existenziell wichtiges Genussmittel. Folglich finde ich es erst einmal sehr schade, dass es zumindest die nächsten fünf Jahre keine Euroleague in Bamberg geben wird. Auf der anderen Seite habe ich durchaus Verständnis für die Entscheidung: seit Jahren ist der Club in der Euroleague aktiv, und sei Jahren muss Bamberg unter seinem Dasein als kleinere Stadt leiden. München dagegen bekommt allein aufgrund seines Daseins als Metropole und Weltmarke eine Wildcard für zwei Jahre "geschenkt". Das ist schon eine bittere Pille aus Sicht von Bamberg. Folglich kann ich wie bereit erwähnt, die Entscheidung pro FIBA, die sich offensichtlich sehr um Bamberg als Teilnehmer in ihrem Wettbewerb bemüht und ein klares Konzept ihrer Ziele/Pläne vorgelegt haben, durchaus nachvollziehen. Allerdings alles basierend auf der von Beyer geschürten Erwartung, dass die FIBA Champions League sportlich deutlich aufwertet und alsbald den Eurocup überholt.


    Gespannt darf man sein, wie schnell der Lerneffekt aus den begangenen Fehler einsetzt. Aus meiner Sicht dient die nächste Saison nicht nur der (wirtschaftlich + sportliche) Konsolidierung, sondern gleichzeitig auch als Weichenstellung für die Zukunft. Falls, wie von Beyer geäußert, das Ziel weiterhin darin besteht die Bayern zu ärgern, dann muss in dieser Saison ein Basketball gezeigt werden, der nicht nur die Fans, sondern auch potenzielle Sponsoren begeistert.

    Hummels beklagt sich,nach eigener Aussage im Interview, angeblich seit langem über Lücken und mangelnde Unterstützung. in der 4-er Kette. Aber nichts hätte sich geänder.Schon seit der Quali sieht man zunehmende Langsamkeit und mangelnde Kreativität im Umschaltspiel, mangelhafte Chanenverwertung und Ideenlosigkeit am gegnerischen 16-er, mit viel Ball- und Verantwortungsgeschiebe ohne Knipsermentalität. Torwart-Legende Uli -"der Beckenbauer ist ein Suppenkasper"- Stein vermisst seit einiger Zeit die letzten 10 % Biss und Siegeswillen die 2014 den WM-Sieg ermöglichten. Also allmählich müssen sich Löw und Hummels fragen ob sie ihre (Mit-) Spieler noch erreichen big_grin. Was haben die eigentlich während der Vorbereitung trainiert? Reichen 4 Wochen Vorbereitung für eine WM auf einmal nicht mehr aus ?

    Dafür seit Jahren endloses selbstgefälliges Gelaber über die immense "Qualität" die die einzelnen Spieler und das Team hatten. Man sieht nur seit ca. 1 Jahr kaum mehr etwas davon und ich denke, das ist kein Zufall. Ich war immer ein großer Fan von Löw und habe ihn und seine Vertragsverlängerungen 12 Jahre lang immer sehr erhofft und ggfs. auch heftigst verteidigt. Klinsi und Löw hatten den richtigen Weg beschritten. Thomas Tuchel nannte das in einem Spoxx-Interview die technik- und spielorientierte Baden-Württembergische Fussball-Philosophie, welche die Nationalmannschaft die letzten 14 Jahre geprägt hat. Aber ich denke Löws Zeit ist gekommen und es braucht einen neuen Besen und frischen Wind auf diesem Weg. Seine Personalentscheidungen konnte ich zuletzt nicht mehr nachvollziehen.

    Das ganze Gehabe um die Mannschaft ist mir zu exaltiert und zunehmend befremdlich. Man kann ja den Eindruck haben, dass die Spieler alle Angestellte des Diplomatischen Dienstes wären und zu Schlands Top-Diplomaten zählen. Die politische Rechte schlachtet den Fehler von Özil und Gündogan für ihre eigene Agenda aus, die mit der berechtigten Kritik an diesem Fehler der beiden längst nichts mehr zu tun hat. Mich kotzt Fußball und der ganze Bohei drumherum allmählich nur noch an.

    Ich hatte auch schon vor der WM kein gutes Gefühl und habe mit Freunden gewettet, dass wir mit 2 Niederlagen und einem Unentschieden oder 1 Niederlage und 2 Remis, sieglos nach der Vorrunde nach Hause fahren werden. Leider scheint es so, dass ich die Wette gewinne.

    Das Problem war/ist doch beileibe nicht mangelnde Qualität im Umschaltspiel, in derartige Situationen kam Deutschland - als klarer Favorit - weder in der Quali noch heute gegen Mexico. Fragwürdig ist eher das Spiel mit Ball, das schon seit geraumer Zeit an Dynamik und Präzision verloren hat. Dadurch resultierten die vielen Kontersituationen von Mexico, wobei davor als Absicherungsinstrument normalerweise das Gegenpressing greifen sollte, aber das war heute eine einzige Katastrophe. Das nächste Problem waren die riesengroßen Abstände zwischen dem zentralen Mittelfeld und den Innenverteidigern; in dem Bereich konnten sich die Spieler von Mexico nach Gutdünken austoben und ohne große Gegenwehr über den kompletten Platz spazieren.


    Warum stellt Löw bitte Kimmich + Müller auf Rechtsaußen auf? Die logische Konsequenz war eine Armada von Halbfeldflanken, deren Sinnigkeit mal kräftig hinterfragt werden darf, angesichts der potenziellen Abnehmer Werner, Özil und Draxler. Zumal sich Müller und Kimmich permanent auf den Füßen standen und so ziemlich exakt die gleichen Räume beackert haben. Eine weitere Konsequenz diesen unpassenden Tandems war, dass Lozano auf dieser Seite Schalten und Walten konnte wie er wollte.


    Wenn ich so ähnlich spielen lassen möchte, wie heute getan, dann nehme ich entweder Wagner als kopfballstarken Spieler oder aber den linksfüßigen Sane mit, und spiele dann mit Draxler/Reus auf Links und Sane auf rechts mit jeweils inversen Wingern. Mit der finalen WM-Besetzung sehe ich aktuell keine Aufstellung, die mir hundertprozentig taugt. Am ehesten würde ich wie folgt spielen lassen: Neuer - Kimmich - Boateng - Himmels/Süle - Hector - Kroos - Goretzka - Gündogan - Brandt/Draxler - Reus - Werner.


    Goretzka ist sicherlich nicht die Ideallösung, aber so könnte man Kimmich absichern. Der wiederum könnte die rechts Außenbahn in gewohnter offensiver Ausrichtung alleine für sich beanspruchen, da Reus und Werner vor allem durchs Zentrum kommen, auf Links kann Draxler/Brandt die Seite relativ strikt halten. Insgesamt würde das das Dreiermittelfeld Kroos-Gündogan-Goretzka auch für mehr Stabilität sorgen als das heutige gegen Mexico. Özil und Khedira würden dann aus der Aufstellung fliegen, aus meiner Sicht absolut verdientermaßen. Özil ist ein Luftikus, der alle drei, vier Spiele von Genialität sprüht und pure Weltklasse zelebriert, in den übrigen Spielen fällt er vor allem durch seine recht lustlos erscheinende Attitüde auf. Dementsprechend ist auch sein Spiel gegen den Ball eine mittlere Katastrophe, was m.E. auch heute wieder eine der Kernproblematiken war. Bei Khedira bin ich seit Jahren auf der Suche nach versteckten Qualitäten, finde allerdings keine. Aus meiner Sicht reicht seine Qualität wortwörtlich vorne bis hinten für die Stammelf der deutschen Nationalmannschaft. Technisch bieder, läuferisch quantitativ sehr gut, qualitativ mangelhaft. Summa summarum sehe ich weder großartige Qualität im Offensiv - wie im Defensivspiel.


    Meiner Meinung nach resultierte der Auftritt aus der verkorksten Aufstellung. Motivationsprobleme und Arroganz konnte ich bei keinem der Spieler ausmachen. Falls Löw an den richtigen Stellschrauben dreht und ein paar Justierungen vornimmt, dann wird Deutschland auch wieder mehr Esprit mit Ball und gegen den Ball versprühen. Der Outcome ist noch vollkommen offen: bis auf Spanien hat mich bisher noch keine Mannschaft überzeugt, dementsprechend ist mMn noch vieeel zu früh einen Abgesang einzuleiten. Mir ist es ehrlich gesagt ziemlich gleichgültig, wer Weltmeister wird, ich will einfach nur guten, aktiven, auf Qualität mit Ball gepolten Fußball sehen und damit letzten Endes auf meine Kosten kommen. Am Ende bin ich für das Team, das über die komplette WM den besten Ball gespielt hat.


    Bin allerdings auch deiner Meinung, dass ein gewisser Abnutzungseffekt bei Löw und der NM zu beobachten ist. Langsam und schleichend, aber er ist da. Falls Deutschland ein erfolgreiches Turnier spielen sollte, wäre es, wie ich finde, der perfekte Zeitpunkt um ein Erfolgsstory zu beenden und eine neue zu starten.

    https://www.eurohoops.net/en/b…witter#Echobox=1529077743


    Tragisch._traurig Mir tut der "Junge" echt Leid. Mit so einem großen Talent gesegnet, aber leider mit chronisch anmutenden Knie"problemen". Das könnte schon gleichbedeutend mit einem viel zu frühen Karriereende sein. Aus Vereinssicht ist die Entwicklung der Situation ebenfalls suboptimal, da Mitrovic schön blöd wäre, falls er angesichts seiner ungewissen Zukunft als Basketballer auf derart viel Geld verzichten würde.

    https://sportando.basketball/e…-or-champions-league.html


    Anscheinend habe ich mich (schwer) getäuscht und du hast Recht, hätte ich ehrlich gesagt niemals für möglich gehalten. Kudos an dich! und einen fetten Daumen nach unten für die ULEB.


    Edit: Würde dennoch behaupten, dass Monaco eher die Ausnahme denn die Regel darstellt. Aber fix ist er für mich fortan erst, wenn der Verein dies veröffentlicht...

    Oh, c'mon! "Ist definitiv nicht erfüllt"?! Glaubst du ernsthaft, dass die ULEB ihr Teilnehmerfeld veröffentlicht, bevor die Vereine ihre vertragliche Zustimmung gegeben haben?


    Die nächste verdrehte Wirkungskette: Eurocup - Trainer - Spieler, nicht (!) Trainer - Spieler - Eurocup. Das ist empirisch bestätigt.


    Man vergleiche einfach mal das tatsächliche Teilnehmerfeld des Eurocups 17/18 mit der Publikation vom 14.06.2017. Und Surprise! Sie sind identisch. Überraschenderweise ist auch das Datum (Tag, Monat) identisch.

    https://twitter.com/SCU171091/status/1004996696227700736

    Es würde mich nach der derzeitigen Gerüchtelage schon sehr überraschen, falls Thiemann nicht nach Bamberg wechseln sollte.


    Wobei meines Wissens der "Medicheck" nicht mehr beim Klinikum stattfindet, oder? Außerdem hoffe ich mal stark, dass es sich bei dem Range Rover um sein Privatauto handelt, ansonsten sehe ich wenig Argumente auf unserer Seite. _zungeraus Am Ende ist es "nur" Czerny oder Mateo Seric. _blink

    Was qualifiziert Mike Koch denn für Bamberg?

    Nichts! ich kann und will ihn mir nicht in Bamberg vorstellen. Ging mir nur um die Sache mit der "Jungendförderung" _zustimmung

    Oh man, hättest du das nicht etwas deutlicher kennzeichnen können? Dann hätte ich mir den letzten Beitrag sparen können. _sauer_blink


    So, und um dem Ammenmärchen vom Untergang der Bamberger Basketball GmbH den Wind aus den Segeln zu nehmen; die Neuigkeiten aus der heutigen Printausgabe der SZ: Unser Budget soll wohl in etwa um drei bis fünf Millionen sinken, die genauen Einbußen sind allerdings nicht bekannt. Sprich, wir würden/werden statt dem letztjährigen Etat von knapp 22 Millionen "nur" noch 17-19 Millionen zur Verfügung haben. Unser Vorbild Alba Berlin besitzt nebenbei bemerkt einen Etat von 12 Millionen. Zitat von Ginas Rutkauskaus (!): "Wir sind auch in der nächsten Saison stark genug, um den FC Bayern herausfordern zu können." Das "auch" irritiert etwas. _zungeraus

    Ansonsten gibt es noch ein paar schwammige Passagen bezüglich Wright, Banchi und CL/Eurocup, aber nichts was hier Licht ins Dunkel bringen würde.

    Die Mike-Rotation lasse ich nur bedingt gelten. Man muss immer sehen, was/wen hatte er zur Verfügung und vor allem: Wie war die Ausrichtung des Vereins! Wenn du ein Borderlineteam oder gar einen Abstiegskandidaten coacht dann kannst du dir nicht "erlauben" junge unerfahrene leute einzusetzen wenn du "gute" Ausländer im Kader hast und der Verein sagt, mach einfach das beste für die Saison draus...

    Wenn der Verein von vornherein ausgibt: Hey, wir planen mit dir drei jahre, haben junge Nachwuchsspieler langfristig an uns gebunden und du sollst dafür sorgen, das sie eine gute Rolle spielen, sich weiterentwickeln und das Ergebnis ist erstmal zweitranging, dann sollte das ein Trainer auch hinbekommen.

    Hier schiele ich wieder zu Plaza...hat der nicht evtl. ne Oma die nen deutschen Schäferhund hat!?

    Das Argument lasse ich wiederum nur bedingt gelten: Wer war denn bei Bonn und Bayreuth für die Zusammenstellung des Kaders zuständig? Koch Senior und Koch Junior, wie ich meine: Insofern war Koch zumindest für die sportliche Umsetzung, sprich Kaderzusammenstellung, weitestgehend allein verantwortlich. Abstiegskandidat? Das war Bayreuth unter Koch, das ist richtig, unter Korner sind sie ohne eine signifikante Erhöhung des Etats nun zweimal hintereinander in die Playoffs gekommen.


    Man schaue sich einmal die Mannschaften von Koch an. Sie bestanden zumeist aus fünf, sechs Amerikanern und dementsprechend hoch war die Fluktuation der "Mike-Koch-Teams". Passt auch nicht wirklich zu der Aussage, man möchte langfristige Verträge abschließen und hier wieder etwas aufzubauen. Für mich liest sich seine Vita und Philosophie als genau gegensätzlich zu dem, was von Vereinsseite ausgerufen wurde, mal abgesehen davon, dass er meiner Erkenntnis nach kein guter Trainer ist.


    Klar kann man nun blind hoffen, dass sich ein 52-jähriger Trainer nach über zehn Jahren Coaching plötzlich an gewisse neue Gegebenheiten anpassen kann, das fände ich persönlich aber reichlich naiv. Dann lieber einen Trainer verpflichten, der zumindest ansatzweise bewiesen hat, dass er in der Lage ist strategisch zu planen und nicht nur den kurzfristigen Erfolg auf Teufel komm raus jagt. Mal abgesehen wäre es schon außerordentlich ulkig, wenn Koch bei Bonn und Bayreuth aufgrund des immensen Erwartungsdrucks nicht auf deutsche Spieler bauen konnte, um dann hier in Bamberg eben genau das zu tun. Das passt irgendwie nicht, meinste nicht selbst?


    Was qualifiziert Mike Koch denn für Bamberg?