Posts by Harvey Specter

    Vielen Dank fürs Verlinken. Ein sehr interessantes Interview, das eher einem gesamtseitlichen Ansatz folgt, was es aber nicht weniger spannend macht und mir eine neue Perspektive auf den Job als Development Coach ermöglicht. Die Arbeit, so hat es den Anschein, geht weit über technische Details hinaus und ich glaube, dass insbesondere der psychologische Part noch unterbewertet ist. Generell im Sport, aber auch im "gemeinen" Arbeitsleben. Er wirkt sehr sympathisch und bezogen auf seine Ausdrucksweise und Analogien hat es den Anschein, als würde er sich häufig und gerne mit Trinchieri austauschen.


    Hier ein Interview mit Hainer über die aktuelle Saison, Trinchieri und die Zukunft: https://fcbayern.com/basketbal…shortURL=Interview-Hainer

    Hamburg mag nicht das individuelle Defensivpotenzial der Bayern haben, als Kollektiv spielen sie die aus meiner Sicht beste/disziplinierteste/"fehlerfreiste" Defense. Dass sie diese auch ohne ihren Headcoach liefern, zeigt die Substanz dahinter. Auch offensiv spielen sie diszipliniert ihren Stiefel herunter. Das durchaus auf eine attraktive und selbstlose Art und Weise. Chapeau!


    Hamburg nimmt Bamberg die Penetration und damit die übliche Ballbewegung weg. Von den 21 Dreiern hätten durchaus mehr als die 3 fallen können, auch wenn viele davon contested waren, aber mir fehlt für den Fall ein Plan B. Eine Dreierlast von 65,6% ist schlichtweg nicht gesund, zudem konnte man sich mickrige drei Freiwürfe erarbeiten. So ist es ein ´Live By The Three, Die By The Three´. Eine Niederlage könnte ich dennoch gut akzeptieren, weil die Hambucher einen tollen Ball werfen und einfach besser sind. Voraussetzung für die Akzeptanz ist eine zweite Halbzeit, die Antworten auf die bisherigen Probleme liefert.

    Herzliche Glückwünsche! Ich glaube selbst wenn Sympathien für den FCBB fehlen, kann man sich schon für eigens erlesende Bayern-Stakeholder mitfreuen und sich vorstellen, was das für eine tolle Geschichte für den Verein sein muss. Trinchieri klang in der PK wie ein Elternteil, das wahnsinnig stolz auf seine Kinder ist, die unfassbar schnell erwachsen werden bzw. geworden sind. Ein wenig emotionale Rührung sprach da schon mit. Dass sich mancherorts über einen heulenden Pesic lustig gemacht wird, das verstehe ich nicht. Das ist für mich die Quintessenz des Sports, die unter Corona leidet: die Emotionen (Wut nach Niederlagen ausgeschlossen _zungeraus ). Schön so etwas zu sehen.


    Mein erster Reflex war zugegeben einen Beitrag zu den Entscheidungen gegen Ende des Spiels zu schreiben. Aber, das wäre in dem Fall einfach unangemessen - ich spreche nur für mich: Denn weder der FC Bayern, noch die Anhänger in diesem Forum, sei es aktiv oder passiv, haben Einfluss auf die Entscheidungen. Dass sich die Kaunas-Anhänger in ihren Bubbles beschweren, ist natürlich nur nachvollziehbar, aber genau wie an Festen wie Geburtstag und Weihnachten, sollten solche Momente der Glückseligkeit vor Missgunst bewahrt werden, vor allem wenn man nicht direkt involviert ist. Aber wie geschrieben, das ist nur meine Ansicht, die sich auch erst vor einer knappen Stunde manifestiert hat. Ich gönne fast jedem Bayern-Anhänger, hier jedem, das Weiterkommen und versuche nachzuempfinden, was für ein toller Moment das sein muss. Ist das vergleichbar mit der ersten Meisterschaft? Nicht dass wir uns falsch verstehen: Mögen tue ich den FCBB weiterhin eher weniger und schon bald wird von meiner Seite aus wieder über Lucic, Trinchieri und Co. gemotzt werden. _blink


    Um es mit Jürgen Klopp zu halten: Enjoy!

    Ist doch eine perfekte Aufgabenteilung: Ihr schreibt, wenn es ums Loben geht, die Franken wenns ums Schimpfen geht. Wenn sie gewinnen, gibt´s ein bassd scho von mir, versprochen.

    Definiere ihr ?

    Naja, vom Next Version Bird wird man auf sei Lebtag kein Wort der Kritik hören. Der gute ist indoktriniert, wobei ihn womöglich auch nur die Zwei-Zeilen-Begrenzung zu sehr einschränkt. Irgendwo sympathisch, aber auch anstrengend. Bei dir erkenne ich ein Reflektieren, aber zuletzt kritisiert du mir ein wenig zu häufig die Kritik anderer, das finde ich ein wenig albern. Warum nicht selbst einen Beitrag schreiben, anstatt ihn von anderen Usern einzufordern? Am Ende sind wir doch alle irgendwo Brösel Fans, nur die Kommunikation unterscheidet sich. Das ist ja durchaus belebend für ein Forum, dass unterschiedliche Perspektiven in Form von Beiträgen abgebildet werden, nur so entstehen Diskussionen.


    BASSD SCHO! Mund trotzdem abwischen und am Sonntag hau ma die Hamburcher wech.

    Die Analysen von Roijakkers sind ähnlich volatil wie das Leistungsgefälle. Sinngemäß wurde in der PK gesagt, man hätte nunmal nicht das Personal, um die Physis von Nymburk zu matchen. Sorry, aber wäre Nymburk eine Gemüse, würde ich sie im Kontext Profibasketball mit Lauch in Verbindung bringen. Warum dieses Mal kein Tacheles, sondern erwärmtes Breireden? Man hat fünfzehn Minuten guten Basketball gespielt und hat sich dann aus einer Mischung aus eigener Schönheit und tschechischer Ungeschicktheit, die zu dieser Phase jeden Ball weggeworfen haben, einlullen lassen. Danach hat man den Schalter nicht mehr gefunden. Passiert, nur "uns" leider allzu oft. Ich hätte es mir vor dem heutigen Tag auch nie erträumen lassen, dass Bamberg von Palyza abgeschossen wird. Zu Bayreuth-Zeiten wurde ein getroffener Feldwurf von Palyza bejubelt, wie in Göttingen ein getroffener Freiwurf von Jason Boone. Verrückte Zeiten.


    Noch kurz zu Larson: Er ist ein Ball Hog und für mich der Fehler im System. Ohne Ball nützt er nichts, weil er selbst den Pazifik nur seltenst treffen würde - was nicht in den Reisebeschränkungen begründet liegt. Mit (viel) Ball raubt er dem Team den Spielfluss, da er sich nur allzu ungern vom orangenen Leder löst. Keine gute Kombination. Dazu kommt, dass sich die Rolle von Hundt, der mit Verlauf der Saison immer mehr aufblühte, komplett geändert hat. Sicher, Larson braucht Zeit, seine individuellen Leistungen möchte ich daher nicht groß werten, es geht mir hierbei zu einem großen Teile um seinen potenziellen Einfluss auf das Team. Auch verstehe ich das Dilemma, in dem man sich befindet: Auf der einen Seite benötigt Larson Reintegration(-szeit), vor allem in Form von Spielzeit. Auf der anderen Seite gewann man zuletzt das Gefühl, dass sich das Team nach den ständigen Personalrochaden findet. Und nun kommt wieder ein Cut. Ob sich dieser auszahlt? Ich bin skeptisch.

    Das ging schon bei Minute 15 los, nur hat Nymburk zu dem Zeitpunkt den Basketball noch wie eine brennenden Kartoffel behandelt. Alles was danach geschah, ist mit Katastrophe noch nett umschrieben. Damit versinkt auch die CL ins mediale Niemandsland. Achso, Larson ist spielerisch Gift für die Mannschaft, ohne ihm hierbei eine Alleinschuld andichten zu wollen. Und in Zukunft keine Spiegel mehr in den Kabinen.

    Ich empfinde die Diskussion angesichts dessen, dass wir zwei konträre Standpunkte vertreten auch als ziemlich angenehm. Einen gemeinsamen Konsens werden wir allerdings wohl so schnell nicht finden, aber das ist bei einer Bauchgefühls-Debatte auch vollkommen legitim, denn es gibt hier kein richtig oder falsch.


    Schaumberger: Ein "Underdog-Bias" wäre doch gleichzusetzen mit systematischer Benachteiligung. Zumindest habe ich das gleichgesetzt. Falls fälschlicherweise, dann entschuldigt mich. Deine Ausführungen teile ich und das sollte auch mehr oder weniger meine Kernaussage darstellen. Von mir aus ist die Thematik abgeschlossen. :)

    https://drive.google.com/file/…Zj3T7mq1NCwCLYKKMIsN/view

    Diese so genannte Studie angeblicher Wissenschaftler ist eine bloß beschreibende Auswertung von drei (fachfremden) VWL-Professoren. Die haben Daten eines Datenanbieters übernommen, wonach angeblich schwächere Teams öfter berechtigte Elfmeter verweigert bekommen als die Platzhirschen.

    Professorinnen und Professoren sind demnach keine Wissenschaftlicher? Wobei der Status des Professors zugegebenermaßen nur Herrn Dr. Feess zusteht, aber auch Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter sind in der Lage wissenschaftlich zu arbeiten. Es wurde hier empirisch gearbeitet, insofern trifft dein Vorwurf nicht zu. Wissenschaftliches und empirisches Arbeiten beruht auf Literaturrecherche, sprich dem Nutzen adäquater Quellen respektive dem korrekten Anwenden und Auswerten von statistischen Methoden. Der Fachbereich ist hierbei mehr oder weniger komplett irrelevant. Zumal ich mich in dem konkreten Fall frage, inwiefern man Fachnähe aufweisen könnte.

    Sie haben weder die Spiele gesehen (wie auch), noch die Daten erfasst. Die Studie kann man nirgendwo nachlesen, ich halte das für keine wirklich belastbare Quelle.

    Korrekt, sie haben nicht selbst die Daten erfasst. Stattdessen bezogen sie die Daten von "Sportec Solutions". Nicht die schlechteste Quelle würde ich meinen.

    Wir haben Corona, Schiedsrichter sollen nicht reisen. Herr Cici, von dem ich nicht viel weiß, wohnt offenbar im Hamburger / Niedersächsischen Raum und durfte jetzt zweimal Bayern-Auswärtsspiele pfeifen. Nächstes Jahr ist das hoffentlich anders.

    Sollte Herr Cici im Niedersächsischen Raum leben, hat er (vergleichsweise) weder einen sonderlich weiten Fahrweg nach Vechta noch nach Hamburg. Folglich würde ich hier auf die geographische Nähe als Grund dafür tippen, weshalb der Herr Citi die zwei Auswärtsspiele pfeifen durfte. Die Einschätzung, dass Bayern nicht wegen der Schiedsrichter verloren hat, teile ich und rechne sie dir positiv an.


    Ich möchte dein Bauchgefühl nicht per se ins Reich der Fabel verfrachten, muss aber gestehen, dass mir die Vermutung, Spitzenmannschaften würden systematisch benachteiligt werden, zuvor noch nicht begegnet ist. Deshalb "urig" und tendenziell, bei allem Respekt vor deinem Bauchgefühl, unwahrscheinlich.