USC Heidelberg Zünglein an der Waage?

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    In den nächsten fünf Spielen gegen die ersten Fünf der Tabelle, am kommenden Samstag zum Auftakt beim Tabellendritten POM baskets Jena, steht das Team des USC Heidelberg vor der ebenso reizvollen wie schwierigen Aufgabe zu beweisen, dass die Einschätzung vor der Saison, der USC habe diesmal ein sehr respektabel besetztes Spitzenteam, vielleicht doch nicht so ganz falsch war. Motivationsprobleme sollte es für die Daume-Jungs in Jena eigentlich nicht geben. In der Vorrunde gab es zwar jeweils starke Phasen innerhalb der Begegnungen gegen die Top Five, doch alle fünf Partien gingen verloren. Ich freue mich auf diese bevorstehenden Spiele und ich denke, die Spieler auch, meinte Trainer Torsten Daume nach dem mühevollen 80:74 gegen den Tabellenletzten ASC Mainz am vergangenen Wochenende und fügte hinzu: Gott sei Dank sind wir endlich mal nicht Favorit und können zwar mit der nötigen Anspannung aber ohne Druck in die Spiele gehen.


    Die sportliche Qualifikation für die neue Liga Pro A ist jedenfalls bereits zu 99 % geschafft. Es bestehen lediglich theoretisch noch ganz kleine Bedenken, die mit ein oder zwei Siegen in den restlichen sieben Saisonspielen aus eigener Kraft vollends zerstreut werden könnten. Ganz anders ist die Situation für Jena. Die Thüringer haben als Tabellendritter mit nur zwei Punkten Rückstand auf Kaiserslautern und Bayreuth noch beste Chancen auf den Direktaufstieg, dürfen sich aber natürlich keinen Ausrutscher mehr leisten, zumal sie noch in Bayreuth und am letzten Spieltag in Kaiserslautern antreten müssen. Wie ernst es den Saalestädtern mit der Aufstiegschance ist, kann man daran ermessen, dass sie sich kurz vor Ablauf der Wechselfrist noch einmal mit dem Amerikaner Jernavis Draughn verstärkt haben. Und wie konzentriert sie an ihre Aufgabe herangehen, demonstrierten sie am letzten Wochenende beim 86:76-Erfolg gegen den zuletzt im Aufwind befindlichen VFL Kirchheim/Teck, als sie im 1. Viertel gleich mal 7/7 Dreier vorlegten. Wenn sie ihre Dreierstärke ausleben dürfen, sind sie kaum zu schlagen, zumal sie andererseits über die mit Abstand beste Team-Defense der Liga mit durchschnittlich lediglich 68 Gegenpunkten verfügen. Beim Hinspiel verschlief der USC damals ohne Adeberg - das 1. Viertel (9:21) und fand nie mehr richtig in die Partie. Eine derartige Schwächephase darf sich das USC-Team gegen die erfahrenen Jenaer diesmal sicherlich nicht leisten, wenn es eine Siegchance haben will.



    Presseinfo: USC Heidelberg (Claus Ebert)