PLAYOFFS VIERTELFINALE: ALBA BERLIN - BROSE BAMBERG

  • Danke Fishinator für den Thread.

    Dem Modus entsprechend "dürfen" wir vor dem Heimspiel 2 x in Folge in Berlin antreten und wie Chris es im Interview im heutigen FT versprach, so eine Schmach wie vor wenigen Wochen noch wird es nicht geben.

    Ich vertrau ihm da, denn das Selbstwertgefühl, auch ganz gut Basketball spielen zu können, dürften die meisten unserer Jungs zuletzt aufgesaugt haben.

    Keine Frage, an die Qualität der Hauptstädter kommen wir um Längen nicht heran, aber achtbar aus der Affäre ziehen und die Berliner bisschen ärgern, das erhoffe ich mir schon.

    Lassen wir uns überraschen was geht und alle benutzbaren Daumen drücken.


    WIR SIND BAMBERG !!!!! Brose_Bamberg

    Steter Tropfen höhlt den Stein

    Edited once, last by Erich ().

  • Wir haben absolut keine Chance, aber das ist okay. Das Erreichen der Playoffs, die Verlängerung von Sengfelder und der positive Ausblick auf die nächste Saison mit Amiel sind bereits ein gelungener Saisonabschluss. Jetzt gibt es hoffentlich noch ein paar hochklassige Spiele gegen Berlin, die vermutlich wieder Meister werden und, wer weiß, mit ganz viel Glück kann man vielleicht sogar ein Spiel gewinnen oder zumindest bis zum Schluss spannend halten. Denke, das sollte man einfach nochmal genießen, aber keine Erwartungen haben.

  • Realistisch gesehen, ist Berlin die qualitativ besser und auch noch tiefer besetzte Mannschaft.

    Damit Bamberg eine Chance hat, darf Berlin zunächst einmal keinen guten Tag erwischen, oder Bamberg muss sie dazu zwingen, dass sie keinen guten Tag haben. Da muss defensiv viel stimmen, wobei, wenn man sich die Berliner Bank ansieht, dann dürfte man auf ziemlich alles eine Antwort haben. Da hat der Coach eine harte Nuss zu knacken.


    Offensiv braucht man einen Sahnetag. Ein paar Anmerkungen:


    Auch wenn viele hier Lockhart in Schutz nehmen. Er MUSS die freien Dreier nehmen. Wenn er die weiterhin verweigert, dann kann sein Verteidiger weghelfen und für Sengfelder, Mitchell oder Geben wird es noch enger unter dem Korb. Egal, ob er nun ein guter Verteidiger ist oder Pfunds-Kerl .... dieses Verweigern selbst der offensten Dreier macht ihn offensiv eindimensional.


    Kyzlink muss seinen Wurf finden. Er hat Spiele, da fällt sein Wurf und dann hat er Spiele, da taucht er ab. Die Konstanz fehlt. Aber um gegen Berlin überhaupt eine Chance zu haben, brauchen wir sein Physis in der Offence und Scoring.


    Robinson braucht nen Sahnetag von der Dreierline. Aber das wird verdammt schwierig. Die Guards von Berlin werden physisch verteidigen und ihm kaum freie Würfe geben (deshalb wird es mehr auf Lockhart ankommen, wenn beide gleichzeitig auf dem Parkett stehen). Zudem wird Berlin versuchen, seine Defizite, die sich aus der Größe ergeben zu attackieren. Wir werden sehen, wieviel Spielzeit er bekommt.


    Dowe muss sich wieder besser ins Spiel kommen als zuletzt gegen Hamburg, wir brauchen den Drive zum Krob und auch den Floater. Fürchte allerdings, Berlin wird das mit Koumadje versuchen zu verhindern, indem sie mit ihm die Mitte dicht machen.


    Damit etwas Platz in der Mitte wird, werden Sengfelder und auch Mitchell versuchen, Koumadje nach Außen zu ziehen. Das mag er nicht. Wenn Sengfelder seinen Dreier wieder hochprozentig trifft, kann das eine Waffe sein. Geben und Mitchell haben zumindest einen langen Zweier.


    Prewitt muss liefern. Berlin wird physisch spielen. Es ist wichtig, dass er nicht zu schnell die Lust verliert und abtaucht, sondern den Kampf annimmt.


    Aber selbst wenn das alles zusammenkommt, wird es schwierig, ein Spiel zu gewinnen. Eine Serie? Buh, aber Bamberg hat einen Lauf, hoffen wir einfach einmal ... ein Sieg in einer Serie gegen Berlin wäre nach dieser holprigen Saison vermutlich eine der größten nationalen Überraschungen im Basketball der letzten zehn Jahre ...

  • Das Format ist 2 - 2 - 1.

    Wenn ich mich dunkel erinnere, hatten wir doch schon einmal so etas Schräges gegen Berlin, in 2002 oder 2003.

    Wir mussten / wollten damals unser Heimrecht tauschen - ist uns aber nicht gut bekommen.

    Und überhaupt braucht es zum Stürzen eines Serienmeisters ("Albakilling") sowieso immer drei Anläufe, War so bei Leverkusen - Alba, bei Alba - Bamberg, bei Bamberg - München sowieso _blink


    Also null Chance.

    ABER: Das Format und der mentale Zustand sind verführerisch für Berlin. Sie wissen, dass sie "in Wahrheit" die Allergrößten und die Allerbesten und das Alleredelste sind, was der deutsche Basketball zu bieten hat, konnte man ja erst gestern wieder bewundern. Alles andere von Bamberg über Artland (schluck ...) bis München sind nur bedeutungslose Intermezzos (Intermezzi?).

    Also auch aus deren Binnensicht ist das VF reine Formsache auf dem Weg zum Eigentlichen.


    Kann man daraus vielleicht doch irgendwie Kapital schlagen?

    (Das Dumme an dieser Sepp Herberger Taktik von neulich ist leider, dass Deutschland die Ungarn 1954 nur EINMAL auf dem falschen Bein erwischen musste ....)

  • Im übrigen - und vielleicht sogar zuvörderst, da der sportiche Teil ja bereits zu Gunsten von BERLIN (Eigenschreibweise bekanntlich in Grossbuchstaben) vorentschieden ist - rufe ich angesichts dieses unerhofften Aufeinandertreffens zu einer "battle of the systems" auf:


    LC (Brose) vs. SD (ALBA)

    Welches Forum bietet die zünftigere Begleitmusik, den höheren Mehrwert, die heftigere und deftigere Hingabe?

    Welches Forum fordert seine Moderatoren mehr? Wo werden die Medien besser gefüttert? Wer bekommt mehr Clicks und Likes und Hates?


    Denn das Sportliche wäre ein NICHTS ohne seine soziale Einbettung, und sei es die digitale.

  • DAMPF machen part II:


    From ALBA BERLIN Website (WEBSITE?):

    Gut zu wissen:

    Gegen keinen Gegner stand ALBA (sic!) seit seiner Vereinsgründung öfter auf dem Parkett als gegen Bamberg (sic!!). Das erste Playoff-Spiel am Freitag markiert wettbewerbsübergreifend die hundertste Auflage dieses Klassikers. In 32 gemeinsamen BBL-Jahren ging der Titel insgesamt 19 Mal entweder nach Berlin oder Bamberg. Nur Leverkusen (14) hat in der Geschichte der Liga mehr Meistertitel gewonnen als ALBA (zehn) und Bamberg (neun).