Basketball Weltmeisterschaft 2019

There are 237 replies in this Thread. The last Post () by Snake.

  • Vorab:

    - Der DBB ist nicht mit Geldmitteln "überfrachtet";

    - Es gibt keinen deutschen Trainer, der europäische Spitzenklasse oder gar Weltklasse coachen kann. Selbst in der BBL muß man nach Spitzenleuten mit der Lupe suchen;

    - Die deutschen Akteure verstehen dieses Spiel nicht, haben es nicht in den Genen (ganz anders die Südländer oder Amerikaner).

    - Schröder ist unbestritten ein Ausnahmeathlet. Es ist aber bekannt, daß er kein Pass-First-Mann ist, sondern dazu neigt, alle Aktionen an sich (und Theis) zu reißen.


    Nun gut, mit Rödl ist ein Mann zum Nationalamt gekommen, der sich auf dem Gebiet des Trainierens und Coachens weder in Berlin noch in Trier irgendwelche Meriten verdienen konnte. Viele "deutsche" Alternativen gibt es ja nicht, ausländische Top-Coaches sind nicht zu bezahlen.


    Trotzdem: Die Vorbereitung war viel zu lasch; z.B. hatten wir im Supercup nur Gegner der zweiten und dritten Stufe.

    Impusle von der Bank kamen fast keine. Man muß z.B. bei körperlicher Überlegenheit unter dem Brett den Ball eben nach innen bringen und auf Dreier verzichten.

    Die Angriffe verliefen fast allesamt zu schnell abgeschlossen und waren oftmals hilflos vorbereitet.

    Schröders Stärken muß man sich zunutze machen, seine Schwächen eliminieren und dies schon im Vorfeld mit ihm absprechen.

    Bescheidenheit im Vorfeld hätte allen Beteiligten gut getan, Spielern, Trainer und den Medien.

    Das war ja fast ein Medien-Hype!


    Ich persönlich hatte den Eindruck, daß es in der Mannschaft gar nicht stimmte. Meines Erachtens ist das besonders bei Kleber, Barthel und Akpinar aufgefallen. Die "Superachse" Schröder/Theis hat einigen Spielern gar nicht gefallen.


    Wirds nun besser?

    Ich glaube nicht und sehe auch keine ernstzunehmenden und bezahlbaren Trainer-Alternativen (und hört mir mit Leuten wie Leibenath oder Menz oder Harmsen auf).

  • Wenn man vor der WM schon hört, dass der Friseur bei Schröder auf dem Zimmer ist und die Spielerfrauen im gleichen Hotel untergebracht sind, sieht man, dass es da an Professionalität und Commitment fehlt. Dass Rödl elementare Grundsätze einer jeden Turniergruppe im Profisport außer Acht gelassen hat, zeigt, dass er sich gegen die sog. Superstars nicht durchsetzen konnte. Unser PG scheint Kumpeltyp Rödl auf dem Kopf herumgetrampelt zu sein. Gerade Schröder sollte einmal auf und abseits des Platzes sein Verhalten überdenken und sich wieder etwas mehr auf Basketball anstelle von Villen, Lounges und Autos in Tarnfarben konzentrieren.

  • Trotzdem: Die Vorbereitung war viel zu lasch; z.B. hatten wir im Supercup nur Gegner der zweiten und dritten Stufe.

    Einer dieser Gegner (Polen) hat allerdings bereits die nächste Runde erreicht! Wo liegt da dann wohl der Unterschied?

    "Eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt"

    Lao-Tse

  • Ich hab schon die letzten Länderspiele immer wieder mal gesagt, ein Schröder kann das ganze Spiel kaputt machen.
    Da hieß es dann immer... schau mal die Stats an, wie gut der ist usw.
    Fakt ist halt... er nimmt alles in die Hand und versucht es selbst zu regeln.
    Die Idee dass es eine Teamsportart ist, und man manche Spieler nach Ihren Fähigkeiten einsetzen könnte... die kommt ihm irgendwie nicht sehr oft in den Sinn.
    Ein Rödel lässt ihn aufm Feld einfach machen... mir kam es so vor wie wenn er als Trainer da auch null Einfluss drauf hat.

    Das Ergebnis ist dann... hat Dennis nen guten Tag gewinnt Deutschland. Läufts mal nicht so...Kopf durch die Wand, und ja nichts abgeben an andere...und man verliert.
    Er ist als Spieler von dem was er kann wirklich gut. Nur ob er die Reife, Erfahrung und den nötigen IQ im Basketball hat... das frag ich mich manchmal schon.

  • Das nie dagewesene Talentlevel hat nun einen nie dagewesenen Fehlstart gleichbedeutend mit dem Aus zustande gebracht.


    Den einen Grund dafür gibt es natürlich nicht, aber es wurde deutlich aufgezeigt, dass Talent allein keinen Run erzeugt.


    Auffällig ist, dass alle Spieler ein absolut wackeliges Händchen hatten. Selbst in der desolaten Anfangsphase gehen Frankreich waren die Würfe zT gar nicht schlecht, allerdings wurden diese nicht getroffen. Wenn Zipser und Kleber beide aus <1 Meter den Ball nicht in den Korb bekommen ist das zu wenig.


    Zudem fehlt es dem Team an Variantenreichtum und an einem zweiten guten Ballhandler.

    Schröder ist der mit Abstand beste Spieler des Teams, er kann/will das Spiel übernehmen, das weiß aber auch jeder Gegner.

    In Vorbereitunggsspielen mag das dann funktionieren, bei einer WM aber nicht mehr. Ihn aus dem Spiel zu nehmen hat quasi dem Team den Zahn gezogen. Das ist auf der einen Seite Schröder selbst anzukreiden, aber sicher nicht nur.


    Es hat bspw nie geklappt ihn off Ball in Szene zu setzen, den Fokus etwas von ihm zu nehmen.

    Dass er viel über Theis laufen lässt, ok, dann muss dieser aber auch treffen. Zudem wurden kaum Spot-ups kreiert.


    Die Defense im ersten Spiel viel gelobt, im zweiten viel verweigert oder einfach nicht richtig umgesetzt, wie bspw Giffey als 2er.


    Darüber hinaus fehlte es an Leadership. Schröder hat den Anspruch, erfüllt die Rolle aber (noch) nicht im erforderlichen Maß.


    Ob Rödl an der Seitenlinie der richtige ist und ob ein Vollzeit Trainer, dh ohne nennenswerte Praxis über das Jahr, der richtige Ansatz ist, ist müßig zu diskutieren.

    Fleming stand 2017 auch in der Kritik, de facto hat es aber auch keine Weiterentwicklung seitdem gegeben, obwohl es der gleiche Grundstock ist.

  • Darüber hinaus fehlte es an Leadership. Schröder hat den Anspruch, erfüllt die Rolle aber (noch) nicht im erforderlichen Maß.

    Richtig, deshalb könnte man auch Benzing dafür kritisieren, dass er in so einem wichtigen Spiel in 21 Minuten lediglich 2 Würfe aus dem Feld nimmt und so seiner Rolle als Kapitän auf dem Feld nicht nachkommt.


    Oder Zipser, der sich zwar seinen Distanzwurf kreieren und zum Korb ziehen könnte, aber nur 3 Würfe nimmt.


    Voigtmann 2 Würfe, Kleber keinen einzigen.

  • Wenn Schröder die ganze Zeit den Ball hat und fast nur P&R mit Theis spielt wird es schwierig für die anderen.

    Ohne Ball, kann man nicht auf den Korb werfen.....

  • Hier noch eine Kommentar bei Spiegel Online, wiederholt so ziemlich was gesagt wurde, welchen Punkt ich absolut unterstreiche, ist der letzte Absatz. Die notwendigen Siege gegen Jordanien, Kanada und Senegal, um am Qualifikationsturnier für Olympia teilnehmen zu können, werden nach den Leistungen eine große Herausforderung.

    https://www.spiegel.de/sport/b…hes-wm-aus-a-1285051.html


    Noch eine Anmerkung zum Spielstil der deutschen Mannschaft. Ich persönlich mag es nicht, wenn einer immer nur die Uhr runterdribbelt und dann vielleicht was passiert (so wie Rice bei Bamberg letzte Saison oder eben Schröder). So kommt kein Spiel zustande, so kann man die gegnerische Defense nicht groß aushebeln. Ich habe auch das Gefühl, dass sich die anderen zum Teil auch nichts trauen und auf Schröder hoffen.

    Die Extravaganzen von Schröder (wie z.B. der angesprochene Frisör) hat man diesem übrigens zugestanden, da er wohl sonst nicht spielen würde.

    Vielleicht wäre es aber sogar besser auf den ein und anderen vermeintlichen "NBA-Star" zu verzichten und mehr auf die Leute zu setzen, die die Quali gespielt haben bzw. wenn die o.g. Speiel gewonnen werden, die Quali für Olympia spielen sollen (damit dann die vermeintlichen NBA-Stars zu Olympia fahren können).