ratiopharm ulm - Lokomotiv Kuban Krasnodar, 16.01.2019, 20:00 Uhr

There are 56 replies in this Thread. The last Post () by bobut.

  • die 3er-quote von kuban war -vorallem durch das dauerfeuer von lacey- bei über 60%. das war definitiv eine fehlannahme, dass man die schützen draußen frei lässt. aber dann kam die auszeit und ab dann wurde die quote deutlich schlechter. knapp bei 50% zur halbzeit und am ende unter 40%. ich finde, das haben sie ganz gut in den griff bekommen.

  • Im Heimspiel gegen Galatasaray war man 22 Sekunden vor Schluss 76-78 hinten.

    Leibenath hat keine Auszeit genommen, Ulm trifft den Wurf zum Ausgleich, gewinnt hinten nochmal den Ball und hat dann 2 Sekunden vor Schluss noch diese eine Auszeit, um vorne einen letzten Wurf zu kreieren (was man nicht schafft).

    Ulm gewinnt das Spiel, keiner redet über die nicht genommene Auszeit.


    Im Heimspiel gegen Brescia war man 20 Sekunden vor Schluss 81-82 hinten.

    Leibenath hat die Auszeit genommen, Ulm trifft, gewinnt und keiner redet über die genommene Auszeit.


    Jetzt ist man 17 Sekunden vor Schluss 79-82 hinten und hat den Ball eh schon im gegnerischen Halbfeld.

    Leibenath spart sich seine letzte Timeout für einen möglichen weiteren Angriff, wenn man den Ball eventuell unter dem eigenen Korb einwerfen müsste.

    Ulm trifft den Wurf nicht und auf einmal wird Leibenath wie der größte Amateur dargestellt.


    Ich finde man macht es sich zu einfach, wenn man nach Niederlagen jede potentiell spielentscheidende Entscheidung vom Trainer derart kritisiert.

    Beispielsweise hätte die Taktik von Leibenath, wie gegen Galatasaray, perfekt aufgehen können:

    Ulm trifft ohne Auszeit einen 2er, ist dann noch 81-82 hinten, kann dann foulen und durch die Auszeit nochmals in der gegnerischen Hälfte einwerfen und einen strukturierten 3er, u.U. reicht sogar ein 2er, herausspielen.



    Jede Kritik an dieser Entscheidung ist erlaubt.

    Ich sage nicht, dass sie gestern richtig war, aber zum vom Klappstuhl fallen war sie nicht.

  • Jetzt ist man 17 Sekunden vor Schluss 79-82 hinten und hat den Ball eh schon im gegnerischen Halbfeld.

    Leibenath spart sich seine letzte Timeout für einen möglichen weiteren Angriff, wenn man den Ball eventuell unter dem eigenen Korb einwerfen müsste.

    Ulm trifft den Wurf nicht und auf einmal wird Leibenath wie der größte Amateur dargestellt.


    Ich finde man macht es sich zu einfach, wenn man nach Niederlagen jede potentiell spielentscheidende Entscheidung vom Trainer kritisiert.

    Nach der neuen Regel seit dieser Saison muss man nicht mehr im Rückfeld einwerfen. In den letzten zwei Minuten des Spiels darf der Trainer der die Auszeit beantragt hat, selbst darüber entscheiden ob im Rückfeld oder Vorfeld begonnen wird. Die Uhr wird dann selbstverständlich auch umgestellt.

    Deswegen ist das Argument des Sparens der Auszeit hinfällig. Das man bei 17 Sekunden zu spielen noch ein zweites mal in ballbesitz mit genügend Zeit und realistischer Chance kommt bei dem Spielstand ist recht gering.


    Wie schon mal geschrieben. In der Schlussphase gewinnen gute Trainer die Spiele durch ihre Entscheidungen. Natürlich nicht zu 100%. Aber recht oft.

  • Das man bei 17 Sekunden zu spielen noch ein zweites mal in ballbesitz mit genügend Zeit und realistischer Chance kommt bei dem Spielstand ist recht gering.

    Man hatte gestern nach den Freiwürfen doch nochmal 9 Sekunden!

    Genau da hätte es schon geholfen, wenn man nicht erst über's ganze Feld dribbeln muss, sondern direkt in der gegnerischen Hälfte einwerfen kann und somit direkt im Setplay ist.

  • In 17 sek kann der Ballbesitz noch x mal wechseln. Und es kann noch so viel passieren. Gibt's genug Beispiele und letztendlich entscheiden es die Spieler.

    Anmaßung ist der Kopf der Schlange

    (Martin Luther)

  • Gestern ein gutes 3. Viertel und ein richtig starkes letztes Viertel gesehen.

    Kratzen, beissen und kämpfen bis zum Schluß.

    Schade dass Kuban im entscheidenden Moment, ungefähr die letzten 45 sec, einfach zu stark und abgezockt war. Die Rebounds haben uns letztlich den Sieg gekostet. Trotzdem starke Leistung unseres Teams. Nach der Pause nochmal so zurückzukommen gegen diesen Gegner. Chapeau, hätte ich nicht gedacht.

    Ob nun letztlich die nicht genommene Auszeit, oder einige überhastete Würfe,oder doch die einseitige Pfeifferei, zur Niederlage führten, egal.

    Es war sicher eine Niederlage mit der man sehr zufrieden sein kann, (muß)

    Einzige kritische Frage: Warum nicht öfter, oder sogar immer so??? Vor allem in der BBL wärs wichtig.

    Würde mich sehr freuen wenn wir morgen geg. den MBC ähnliches zu sehen bekämen.

    Natürlich dann mit dem besseren Ende für uns.

  • Kleine Regelfrage zu der Situation von gestern:

    Wäre es denn überhaupt erlaubt, zwischen den Freiwürfen und dem Einwurf eine Auszeit zu nehmen?

    Weil diese beiden Sachen (Freiwürfe UND Ballbesitz) bei einem unsportlichen Foul direkt zusammen gehören?

    Oder hätte - wenn überhaupt - eine Auszeit VOR den Freiwürfen erfolgen müssen?

    Dann wäre für mich eindeutig klar, warum keine genommen wurde:

    Dann hätte man in dieser Situation auf mehrere Möglichkeiten Rücksicht nehmen müssen und quasi für jedes Szenario einen Plan entwickeln und ansagen müssen. Schließlich ergibt das schon einen großen Unterschied, ob man bei Ballbesitz "nur" drei oder gar 4 oder 5 Punkte zurück liegt...