Organisation der Euroleague

There are 47 replies in this Thread. The last Post () by Dönchen.

  • Die Diskussion hier soll sicher nicht in Fußball oder Olympia ihren Schwerpunkt kriegen, daher wird das Thema hier langsam OffTopic.

    (ich weise nur darauf hin, daß die offiziellen Zahlen sowohl im Fußball als auch im Basketball inzwischen dadurch geschönt sind, daß die Karten zwar gekauft sind bzw. von Sponsoren aufgekauft und verteilt sind, die Kartenbesitzer aber ihre Plätze nicht nutzen und fernbleiben).


    Hinter der gesamten Situation, die ich zu beschreiben versuche, steht der Ansatz, daß Kommerz nicht das ausschlaggebende Kritierium für einen sportlichen Wettbewerb sein darf.

    Bartomeu, Infantino und viele andere sind Treiber dieser Entwicklung; auch weil sie ihr eigenes Schäfchen ins Trockene holen wollen und persönlich immens davon profitieren.


    Der Profisport wird inzwischen - fast unwidersprochen - als Produkt bezeichnet, der Fan als Kunde usw.


    Jedes Produkt hat einen Produktlebenszyklus, das lernst man im ersten Semester BWL.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Produktlebenszyklus

    Irgendwann ist es halt zu Ende.


    Der Basketball-Sport wird nie aussterben; die Art wie er inzwischen präsentiert, organisiert und vermarktet wird, ist nach meinem Dafürhalten auf dem absteigendem Ast.

    Denn das Gefälle von reichen Clubs zu nicht so reichen und armen Clubs wird immer größer. Die Durchlässigkeit von unten nach oben wird unterbunden.



    Man kann in Europa sicher eine private und "echte geschlossene" EL wie die NBA gründen. Mir persönlich widerstrebt die Geschlossenheit aufgrund meiner europäischen Lebensbildung zwar, das ist aber wirklich nicht entscheidend. Tut es halt!



    Man kann auch eine höchste europäische Liga "EL" bilden, die ein Aufstiegs- und Abstiegsverfahren hat und somit Durchlässigkeit.


    Dieses aktuelle komische Zwischending ist doch total unzureichend und kann auch dadurch nicht bereinigt werden, daß man argumentiert: "Ich schaue es mir halt wegen der sportlichen Extraklasse an.".

    Das zeigt doch die EL-Tabelle 2018/20.



    Daß die Amerikaner dies Entwicklung mit den ungezügelten Gehältern schon lange hinter sich haben und die Gelder aus Gründen der Durchlässigkeit gedeckelt haben, darf nicht vergessen werden. Schließlich ist eine Situation entstanden, daß in einem der kapitalistischsten Länder der Erde das größtmögliche Regelwerk (im Prinzip reiner Sozialismus) im Hintergrund steht, um gähnende Langweile und zu vermeiden.

  • Nur weil Bamberg auf Grund der errungenen Meisterschaften an der EL teilnehmen (Achtung: aber nicht teilhaben an der Verteilung der Sponsorengelder !!) durfte, heißt das nicht automatisch, dass dieser "Modus" auch jedem gefallen hat in Bamberg.


    Wem es gefällt wegen des sicherlich von einigen Lizenzinhabern dargebotenen fantastischen Basketball, der gebe sich dem gerne hin. Wer bitte hat denn ein Problem damit ?


    Wer solche Privatligen hinterfragen möchte, sollte dies auch tun dürfen.

  • Aha, und weil man den Kommerz nicht mag, sondern lieber den sportlichen Wettbewerb, sichert man sich einen Startplatz für 5 Jahre unabhängig der eigenen sportlichen Qualifikation... Und das ist dann besser oder wie?

    Weil man sich von dem einen Kartell ausgeschlossen fühlt, wirft man sich dem anderen Kartell an den Hals und verteufelt alles andere?


    Ich bin ja im Grunde bei dir was Kommerz im Sport anbelangt. Aber dann muss man auch akzeptieren dass Bamberg längst Teil des Kommerz ist und eben nicht der weiße Ritter...

  • Natürlich leben die Spieler in Bamberg nicht von den grünen Wiesen und kostenlosen Pizzen, natürlich wird in Bamberg der Basketballclub mit betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt.


    Für die Teilnahme an der EL in der heutigen Form gibt es nur zwei Alternativen:


    1) In den Kreis der Eigentümer aufgenommen zu werden, um Gleichbehandlung zu erfahren oder

    2) aus der Kartell-Liga und ihrem Beruhigungsveranstaltung EC auszuscheiden.


    Diese Alternativen wurden hier immer wieder während der letzten zwei Jahre diskutiert (als Bamberg in der EL teilnahm) und sind nachzulesen. Es gab sehr wohl Fans, die trotz der sportlichen Klasse bereit waren aus dem Reigen auszusteigen.


    Die Teilnahme an der CL ist durchaus reizvoll und Stoschek hat aufgrund der Vorkommnisse nach meinem Dafürhalten vollkommen richtig entschieden. Eine Teilnahmeberechtigung für 5 Jahre gibt es meines Wissens nicht, nur eine kündbare Teilnahmeverpflichtung (Ich kann mir durchaus vorstellen, daß Jordie ein kapitalstarkes Bamberg mit ausverkaufter Halle in seiner Liga dabei haben will und entsprechende Gespräche sucht. Dann müßte er aber Gleichbehandlung aller Teilnehmer garantieren).


    Für mich befindet sich bezüglich Kommerzialisierung die BBL an der Grenze, der gesamte EL-Basketball hat sie überschritten. Beim Fußball bin ich schon ausgestiegen, inzwischen auch bei der Nationalmannschaft. Könnte beim BB auch so passieren.


  • Was interessiert mich als Zuschauer was hinter den Kulissen läuft ?

    Was interessiert mich ob ein Club Geld bringen muss um in der EL zu spielen ?

    Was interessiert mich ob 11 oder xx Clubs gesetzt sind oder nicht ?


    Es juckt mich nicht. Weshalb ?

    Weil ich guten Basketball mit tollen Spielern sehen mag. Der Rest ist nicht mein Problem.

    Das bietet mir die beste europäische Liga an und ich geniessen es.

    Anmaßung ist der Kopf der Schlange

    (Martin Luther)

  • Auch eine Einstellung.

    Ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß im privaten Leben Deine Einstellung gegenüber Deiner Umwelt so ist.

    Es ist natürlich in den Foren ein bekanntes Phänomen auf Teufel komm raus zu widersprechen, weil man der anderen Fangemeinschaft angehört.

  • MICH interessiert´s enorm ............ und es juckt mich auch.

    Nochmal; jedem den es nicht interessiert und nicht juckt - herzlich gerne sollen die ihre hochklassige Euroleague genießen solange sie wollen.

    Dieses Hin und Her könnte man jetzt noch tage- oder wochenlang so fortführen.

    Ändern wird sich nix.


    Aber, wieder ist der Beweis erbracht, dass gewisse Ansichten sich intensiv unterscheiden je nachdem, ob man an der Donau oder an der Regnitz beheimatet ist.

    Und diese werden dann auf Gedeih und Verreck verteidigt, beansprucht und zigfach wiederholt.

    Aber auch das ändert nix am jeweiligen Standpunkt des Kommentators.


    Monukly

    Bei allem Verständnis für DEINE Meinung; wer bitte hat denn Bamberg zum weißen Ritter ernannt ?

    Klar ist Bamberg Teil des Kommerz und ist es nicht erst seit dem Brose-Einstieg als Sponsor.

    Ich habe beim franz seinen Kommentaren nix rauslesen können, was dem widersprechen könnte.

  • Steigendes Zuschauerinteresse, auch an den Bildschirmen (ich gehe davon aus die Statistiken stimmen) zeigt deutlich auf, das Jordi nicht alles falsch macht und jeder Konsument bestimmt letztendlich ob er ein Produkt mag und gleichzeitig auch, ob es lange am Markt besteht. Wir werden sehen wie lang das Produkt EL sich hält.

    Anmaßung ist der Kopf der Schlange

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  • Dafür könnte es passieren das ein paar Bayern Fans dazugekommen sind.

    Wenn die Zuschauerzahlen steigen, kannst davon ausgehen das mehr dazu kommen als weg gehen.

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