Diskussionskultur

Es gibt 350 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Air-G.



  • Ich sage es mal knallhart.


    Wenn so etwas ein User meldet, weil er sich auf den Schlips getreten fühlt und meldet, sollte er mal seine Anwesenheit in einem Forum, sowie den Sinn und Zweck eines solchen überdenken.

  • Genau an solchen Beiträgen erhitzen sich aber immer wieder die Gemüter. Entweder wird es gemeldet oder man nimmt das Heft selber in die Hand und schießt dagegen, was dann oftmals zu einer Verwarnung führt. Etwas mehr Gelassenheit täte da sicher gut.

  • Danke für die Beispiele villain .

    Wenn wir dann mal das Lagerdenken über Bord werfen würden, dann könnte man beide Posts einfach als Meinung von Basketballfans nehmen. Da wir aber mittlerweile so eingefahren sind, dass wir Meinungen über unseren Verein von Fans eines anderen Vereins grundsätzlich als Stöckchen definieren und dann auch noch immer meinen, man müsste "gegenhalten", schaukelt sich das immer wieder auf.


    Wir sollten uns alle überprüfen, ob wir nicht manchmal einfach gerne etwas in den "falschen Hals" kriegen wollen um dann zurückzufeuern.

    Und ich sag es nochmals: manchmal einfach lesen, sich seinen Teil denken und nix dazu schreiben, wäre schon der erste Schritt.

    Bei dem ersten Teil bin ich voll bei dir.


    Bei dem zweiten Teil, "Und ich sag es nochmals: manchmal einfach lesen, sich seinen Teil denken und nix dazu schreiben, wäre schon der erste Schritt." widerspreche ich aber dann eben doch. :) Der erste Schritt wäre nämlich nicht, dass jemand sich seinen Teil denkt und es einfach sein lässt. Das wäre der zweite Schritt. Der erste Schritt wäre in meinen Augen, dass derjenige, der etwas schreibt, sich überlegt, ob er damit jemand provozieren will (dass es unabsichtlich zu Provokationen kommen kann, ist noch etwas anderes) oder nicht. Wenngleich beide Beispiel von villain gut gewählt sind, weil sie eben keine klaren Provokationen enthalten. Aber - und das wissen wir alle - es gibt eben durchaus noch deutlichere Beispiele.


    Und jetzt noch ein Satz zu villain : Ich darf einmal das Beispiel von Bamberg, das du gewählt hast herausgreifen. Und das ist genau das, was ich meinte. Natürlich kann man das abtun und sich denken, ok, eine Meinung eines Users. Aber wenn bei dem gleichen User (ohne dass ich jetzt recherchiere, von wem diese Aussage kommt) praktisch jeder Gegner von Bamberg maximal Mittelmaß ist, selbst wenn die Golden State Warriors in Bestbesetzung aufschlagen würden, dann denkt man sich halt irgendwann doch seinen Teil. Ich habe beruflich ein dickes Fell und ignoriere so Dinge - aber selbst ich habe mir manchmal bei manchen Antworten gedacht "echt jetzt? ist das dein ernst?" (und das ist noch die freundliche Variante). Nur weiß ich auch, wenn man auf manche Sachen antwortet, wirds nur schlimmer. Nur wie gesagt, manch einer will den eigenen Verein eben doch stärker verteidigen. Dann wird eben die xte Bemerkung in diese Richtung als Provokation aufgefasst. Und wenn man erst einmal ein Feindbild entwickelt hat, lässt sich das nicht mehr so leicht abstellen. So zumindest mein Eindruck


    Noch eine Metapher: Wenn ich kein McDonald mag, dann geh ich nicht rein. Täglich in den McDonald zu gehen und dann die ganze Zeit zu erzählen, wie Scheiße ich es finde, mag von den anderen Anwesenden irgendwann als irrtierend aufgefasst werden :)

  • Das Zitat stammt von mir und ich finde Banvit auf CL Niveau im Mittelfeld.

    Dazu stehe ich und wenn du es anders einschätzt ist das ok. Würde dich aber deswegen nicht "angreifen".

    Wenn einer diese Einschätzung als Stöckchen sieht - sorry selber Schuld.


    Manche wollen hier in allem Stöckchen sehen.

    Es gab mal den Vorschlag einen Thread nur für Bamberger.

    Zeigt doch die Gedanken mancher.

    Solange also jede Meinung direkt als Angriff und Stöckchen interpretiert wird, wird sich nichts ändern.

    Anmaßung ist der Kopf der Schlange

    (Martin Luther)

  • Solange also jede Meinung direkt als Angriff und Stöckchen interpretiert wird, wird sich nichts ändern.

    Ich wollte zum Thema "eigene Meinung" gestern schon etwas schreiben, verweilte aber gerade im durchaus sonnigen Rom, sodass ich erst jetzt dazu komme.


    Ich schließe ich dem Beitrag von pizza4ever voll und ganz an, da er eben auch zeigt, was es für Moderatoren so schwierig macht, kontrollierend einzugreifen.


    Ich finde die beiden von villain geposteten Zitate auch nicht schlimm und gehe konform, dass diese so stehen bleiben dürfen.


    Dennoch sehe ich einen Unterschied zwischen beiden Aussagen. Und das ist etwas, was mich ehrlich gesagt bei manchen Usern extrem stört und weshalb es mich nicht wundert, dass Beiträge immer wieder gemeldet werden:


    Im einen Beitrag wird klar und deutlich betont, dass es sich um die Meinung des Users handelt: "Ich denke..." Das nimmt für mich von Beginn an die Spannung aus dem Beitrag, da sich über eigene Meinungen immer diskutieren lässt. Man stelle sich vor, der Beitrag hätte gelauten: "Wenn Ulm daheim gegen Crailsheim verliert, ist Leibenaths Entlassung geboten." Für mich bringt diese kleine aber feine Abänderung eine gewisse Schärfe in die Aussage. Es scheint sich nämlich nicht mehr um eine Meinung zu handeln, sondern es wird als Fakt dargestellt.


    Ich versuche inzwischen bewusst, solch eine Schärfe in meinen Beiträgen zu vermeiden und setze soweit möglich immer ein "Ich denke..." oder "Meiner Meinung nach.." vor meine Aussagen.


    Das zweite Zitat von villain ist ein gutes Beispiel. Obgleich ich es nicht beanstandet habe, hat es mich doch gestört, weil es unnötig Schärfe hat. Ich zitiere:


    "Ein Ausscheiden wäre ne sportliche Blamage für Bamberg." Eigene Meinung, über die man diskutieren kann... Oder Fakt, so wie es dargestellt wird?


    Ich bin ehrlich: Ich habe schon seit langer Zeit keine Lust mehr, mir die Mühe zu machen und auf derartige als Fakt formulierte Beiträge zu antworten. Ich finde, wer ernsthaft an einer Diskussion und am gegenseitigen Meinungsaustausch interessiert ist, der kann Beiträge entsprechend anders formulieren. Das gilt für den zitierten Beitrag ebenso wie für viele andere Beiträge von allen möglichen Usern.


    PS: Wer Tippfehler findet, darf sie gerne behalten. Beim Stadtspaziergang landet der Finger doch das ein oder andere Mal auf der falschen Taste oder man bemerkt die falsche Autokorrektur nicht.

  • Mal ehrlich ist es denn nötig einen Beitrag mit " Meiner Meinung nach..." zu beginnen ?


    Was ich poste ist doch automatisch meine Meinung (ausgenommen zitiertes) oder nicht ?


    Edit wünscht noch schönen Urlaub

    Anmaßung ist der Kopf der Schlange

    (Martin Luther)

  • Beim ersten lesen und drauf reagieren und empfinden geb ich Dir schon recht Mastermind00  
    ABER... wenn hier ein User was schreibt, dann ist das erst mal IMMER die eigene Meinung, und das was er denkt.
    Denn ich wüßte nicht dass hier ein User in Form einer Pressestelle agiert und Fakten veröffentlicht. Oder?

    Oder anders rum... Wenn ein User sagt das sei Fakt... welche Grundlage hat er dass es Fakt ist? ...keine, weil er keine offizielle Funktion hat...sondern "nur" User ist. Und somit ist selbst etwas das ein User als Fakt hinstellen will, erst mal immer noch nach seiner eigenen Meinung (was ER denkt) fakt. Ob es wirklich so ist, müsste erst von offizieller Stelle bestätigt werden um von der eigenen Meinung des Users weg zu kommen (Beleg, Veröffentlichung, Pressebericht, Aussage eines Offiziellen usw.)

    Daher... ja vom lesen nimmt es die Schärfe weg, wenn ich vorher anfüge "ich denke"
    Es bleibt aber immer noch die eigene Meinung des Users (und was er darüber denkt).

  • Somit liegt es dann bei jedem Einzelnen, ob er Schärfe reinbringen will oder nicht.

    So wie Mastermind00 es darstellt, so ist das auch meine Vorstellung. Man kann wenn man möchte alles so formulieren, dass kein persönlicher Angriff, auf was auch immer, draus abzuleiten ist.

    So verhalte ich mich und werde ich mich auch künftig danach richten, und genau so verstehe ich auch die Forenregeln.



    Brose_Bamberg Mein Kommentar stellt meine ganz persönliche Meinung dar zum jeweiligen Thema; Korrekturen oder Ergänzungen nehme ich gerne auf.

    Einmal editiert, zuletzt von Erich ()

  • Mark Twain, einer meiner absoluten Lieblingsautoren, hat es einst schön gesagt:


    „Wir schätzen die Menschen, die offen ihre Meinung sagen. Vorausgesetzt sie meinen das selbe wie wir.“


    Merkt man ja auch an den eigentlich unwichtigen Likes. Da wird ja oft aus Prinzip und einer gewissen Lagergefolgschaft „geliked“, auch wenn die Argumente wenig Überzeugung beinhalten. Man will halt Recht bekommen und nicht überzeugt werden.


    Daher kann Argumentation nur gelingen, wenn man nicht ständig seine Abneigungen gegenüber Vereinen, Personen oder sonst wen zur Geltung bringen muss. Wenn ich hier schreiben würde:“Geil, Ulm/Bamberg hat schon wieder verloren“, dann knallt es. Daher: Es ist völlig unbedeutend, wen ich mag oder nicht, denn für die Bewertung von Leistungen oder Fähigkeiten der Teams und Spieler ist das unerheblich.

  • Mal ehrlich ist es denn nötig einen Beitrag mit " Meiner Meinung nach..." zu beginnen ?


    Was ich poste ist doch automatisch meine Meinung (ausgenommen zitiertes) oder nicht ?


    Edit wünscht noch schönen Urlaub

    Man sollte schon kapieren, dass durch das Voranstellen die Schärfe in der Aussage genommen wird.


    Oder:


    Meiner Meinung nach hilft es dabei, die Emotionen auf der Seite der Leser zu reduzieren, sofern die Aussage als eigene Meinung und nicht als Absolute Wahrheit dargestellt wird.



    Hoffe, das macht meine Meinung sichtbarer.

    Ja, es ist mehr Aufwand für die Schreiber, reduziert allerdings den Stress hinterher. Denn es ist nicht immer unterscheidbar ob es eine Meinung oder der Versuch der absoluten Wahrheit ist.