Da es im anderen Thread offtopic ist, überführe ich es einfach mal hierher.
Also erstmal...regelmäßig justiert und geprüft...das musst erstmal belegen. Schreiben können die viel....
Was aber im Fall Basketball wesentlicher das ganze betrifft... es sind in Deutschland 5000 Meßhaushalte mit 10500 Personen.
Heißt aber wenn wir das gleichmäßig über Deutschland verteilen... wer schaltet zum Top4 ein !? ...wesentlich doch erstmal die Leute die ein Team am Start haben. Also die jeweiligen Städte.
Wie aber ergibt sich daraus der Schluss, dass die Top Four Zuschauer zu einem wesentlichen Anteil Bewohner der teilnehmenden Städte sind? Wie lässt sich aus der bloßen Anzahl der Zuschauer ablesen, dass es Zuschauer aus Bamberg/Berlin/Frankfurt/München waren und nicht aus Buxtehude/Castrop-Rauxel/Zwickau?
Und somit hast keine Flächendeckende gleichmäßige Einschaltquote, sondern eine die in manchen Städten wesentlich höher ist.
Was ist denn dann eine flächendeckende gleichmäßige Einschaltquote? Welche Sendung kann denn diese Bedingung erfüllen? Wenn die öffentlich-rechtlichen Musikantenstadl übertragen, dann wird das überwiegend von Zuschauern höheren Alters geschaut, d.h. in Regionen, in den das Durchschnittsalter signifikant niedriger ist, wird diese Sendung wesentlich weniger geschaut, es handelt sich demnach nicht um eine flächendeckend gleichmäßige Einschaltquote. Ähnlich verhält es sich mit allen Sendungen, die entweder männer- oder frauenaffin sind, die für junges/altes Publikum sind, die Geschichts-/Sport-/Modeinteressierte anspricht, etc. Letztendlich lassen sich täglich unzählige Sendungen finden, die somit keine flächendeckend gleichmäßige Einschaltquote haben.
Im hier betrachteten Fall würde ich sogar soweit gehen, dass der BR nie eine flächendeckend gleichmäßige Einschaltquote hat, sondern im Kernsendegebiet eine wesentlich höhere Quote als in den restlichen Teilen Deutschlands.
Was aber für z.B. Oldenburg oder Bamberg immer noch vielleicht nur je 2 Personen sind.
Dann nehmen wir noch je 3 Personen für Berlin und München. und 3 Personen frei verteilt aus Deutschland die zu den Meß-Personen zählen.
Und daraus ergibt sich dann mit den 13 Personen die aktuelle Einschaltquote (bei 10500 Meßpersonen in Deutschland...dürft gern nachrechnen).
Repräsentativ...naaaaja....
[...]
Zum Rechenbeispiel:
Die Top Four Übertragungen hatten 130.000 Zuschauer bei einem Potenzial von 72,36 Millionen (Zuschauer 3+), d.h. von den 10.530 FZ müssten demnach 18,9 eingeschaltet haben.
Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Basketball, als Randsportart, von einer eher begrenzten Anzahl in Deutschland geschaut wird und in absehbarer Zeit auch kein veritabler Quotenerfolg wird, der die Massen vor dem TV vereint.
Legt man allerdingd zugrunde, dass es überwiegend Anwohner der teilnehmenden Städte sind, so stellt sich die Frage, wie ein Spiel Artland-Hagen mehr Zuschauer haben kann als München-Bonn?
Es lohnt sich aber auch einen Blick auf die Quoten der BBL im Allgemeinen zu legen:
Insgesamt sind die Quoten der BBL im TV in den letzten Jahren deutlich zurück gegangen, sowohl in der Spitze als auch im Durchschnitt.
Waren es 2013 noch 180.000 Zuschauer im Schnitt, so sind es aktuell nur noch 90.000 und auch in der Spitze kann Sport1 von 450.000 Zuschauern, die das 5. Finale Bamberg-München 2013 geschaut haben, nur noch träumen.
- 2013 hat Sport1 85 Partien übertragen, 180.000 Zuschauer im Schnitt - am häufigsten übertragen: München, Bamberg, Ulm
- 2014 hat Sport1 100 Partien übertragen, 120.000 Zuschauer im Schnitt - am häufigsten übertragen: München, Berlin, Oldenburg
- 2015 hat Sport1 90 Partien übertragen, 100.00 Zuschauer in Schnitt - am häufigsten übertragen: München, Bamberg, Ulm/Berlin
In diesem Zeitraum waren 18,2% aller Partien mit Münchener Beteiligung, gefolgt von Bamberg (13,8%) und Berlin (13,1%). Insgesamt kamen 20 Vereine in den Genuß eines Livespiels.
Der Zuschauerschnitt im Free-TV ist in den letzten Jahren um über 40% Prozent rückläufig.
Sport1 ist generell ein Sender mit sehr geringem Marktanteil, die Basketballübertragungen schaffen es aber reihenweise, diesen Schnitt noch deutlich zu unterbieten. Wirklichen Nutzen kann Sport1 aus diesen Rechten kaum schlagen. Die Telekom hat unlängst den 100.000sten Abonnenten geehrt und unabhängig davon, wie hoch der Anteil zahlender Nutzer ist, ist es also durchaus möglich, dass die Telekom bald mehr Zuschauer hat als Sport1.
Für die BBL stellt sich die Frage, wie sie die Rechte in Zukunft umgesetzt haben möchte.
Für die Fans ist der Telekomdeal sehr attraktiv, da jedes Spiel in guter Qualität verfolgt werden kann. Dadurch, dass die Quoten des Free-TVs dadurch beeinträchtigt werden, findet die BBL natürlich noch weniger in der Öffentlichkeit statt, wobei die Quoten vor dem Deal auch niemanden vom Hocker gahauen haben werden. Dass das Potenzial der BBL begrenzt ist, zeigen die "Ausflüge" zu anderen Sendern, ob BR, Kabel1 oder ZDF, große Zuschauerzahlen wurden von der Liga nie erreicht, denn die Länderspiele der letzten EM hatten durchaus hohe Zuschauerwerte (hoch aus Basketballsicht).