Die allerletzte Chance

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    Am Samstag gastiert die BV Chemnitz 99 beim punktgleichen Tabellennachbarn VfL Kirchheim Knights. Nur mit einem Sieg könnten die NINERS ihre minimalen Chancen auf eine erfolgreiche Playoffqualifikation weiter am Leben halten. Dies ist allerdings nur der zweite Grund, warum sich Cheftrainer Felix Schreier einen guten Auftritt seines Teams erhofft: „Wir gehen als Sportler immer aufs Feld, um zu gewinnen, unabhängig davon, wie realistisch es ist, doch noch unter die besten acht Teams zu kommen. Auch die Trainingseinheiten der letzten Tage haben gezeigt, dass unsere Spieler sehr konzentriert sind und sich noch einmal von ihrer besten Seite zeigen wollen.“


    Neben dem zweifellos vorhandenen Siegeswillen könnte ein Rückblick auf das Hinspiel den letzten Motivationsschub geben. Damals unterlagen die BV-Korbjäger den Knights in eigener Halle nur knapp mit 81:86 und diese offene Rechnung würde man jetzt natürlich gern begleichen. Dabei scheinen die Chancen trotz der jüngeren Misserfolge gar nicht so schlecht zu stehen. Schließlich ist auch Kirchheim momentan nicht gerade in Bestform und konnte nur vier seiner letzten zwölf Partien gewinnen. „Die Knights und wir teilen eigentlich das gleiche Schicksal. Nach einer starken Hinrunde bauten wir beide etwas ab und rutschten demzufolge aus den Playoffplätzen“, bemerkt Schreier, der zugleich aber auch vor dem nächsten Gegner warnt: „Kirchheim hat dennoch ein starkes Team, das in eigener Halle nur schwer zu schlagen sein wird.“


    Im Gegensatz zum Hinspiel sollte man laut Schreier vor allem die gefährlichen Distanzschützen der Teckstädter besser kontrollieren. „Damals ließen wir uns 13 Dreier bei einer Quote von über 50 Prozent einschenken. Kirchheim spielt diese Würfe sehr gut heraus, weshalb wir äußerst wachsam und engagiert verteidigen müssen.“ Ohnehin haben die Knights zahlreiche Scoringoptionen, wie etwa Ben Beran (14.1 Punkte pro Partie), DJ Byrd (13.1), Radi Tomasevic (11.5), Max Rockmann (11.3), Björn Schoo (8.3), Sebastian Adeberg (7.6) oder den erst kürzlich nachverpflichteten US-Boy Tavares Speaks (5.2). Dagegen steht hinter dem Einsatz von Pointguard Bryan Smithson ein großes Fragezeichen, nachdem er letzte Woche zu seinem erkrankten Vater in die Staaten gereist war und der Zeitpunkt seiner Rückkehr bislang offen ist. So werden wohl die jungen deutschen Talente Michael Baumer (3.0), Ivan Buntic (2.3) und Johannes Joos (0.9) abermals einige Spielzeit von Kirchheims erfahrenem Trainerfuchs Frenkie Ignjatovic erhalten.


    „Selbst ohne Smithson sind die Knights tief genug besetzt und haben die nötige Qualität, um uns erhebliche Probleme zu bereiten“, sagt Schreier, zumal sein eigenes Team in den letzten Wochen auch nicht unbedingt in Bestform war. Gerade offensiv wirkten die NINERS bisweilen zu lethargisch, woran man diese Woche intensiv gearbeitet hat. „Wir müssen unsere Punktausbeute im Vergleich zum Heidelberg-Match deutlich verbessern. Wenn wir dann noch eine ähnliche Defensivleistung zeigen, ist ein Erfolg in Kirchheim sicherlich möglich“, glaubt Schreier fest an eine Siegchance.


    TERMIN: Kirchheim Knights – BV Chemnitz 99, Samstag, 15.03.2014, 19:30 Uhr, Sporthalle Stadtmitte


    Presseinfo: Chemnitz 99ers (Matthias Pattloch)