Alles oder Nichts!

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    Die BV Chemnitz 99 bestreitet diesen Samstag um 19 Uhr gegen die MLP Academics Heidelberg ihr letztes Heimspiel der regulären Zweitligasaison. Nur wenn der Sprung auf den achten Rang, zu dem man momentan zwei Punkte Rückstand hat, gelingt, würden die NINERS in den Playoffs noch einmal in der „Hartmann-Hölle“ antreten. Mit Hinblick auf die heiß begehrte Meisterschaftsrunde ist das Match gegen die aktuell sechstplatzierten Heidelberger von enormer Bedeutung. „Wenn wir am Samstag verlieren, wäre der Zug fast abgefahren. Mit einem Heimsieg könnten wir uns im Kampf um die Playoffplätze aber noch einmal richtig zurückmelden. Das ist uns allen bewusst und so werden wir auch ins Spiel gehen“, verspricht BV-Cheftrainer Felix Schreier.


    Seine Mannschaft muss aller Voraussicht nach in den verbleibenden vier Partien drei Siege holen und dabei eben auch gegen die direkten Konkurrenten punkten, um sich doch noch für die Playoffs zu qualifizieren. „Das ist wahrlich nicht leicht, aber so lange wir noch eine Chance haben, werden wir darum kämpfen. Man merkt auch, dass der jüngste Erfolg gegen Leverkusen unseren Spielern wieder Auftrieb gegeben hat und jeder im Training Vollgas gibt“, freut sich Schreier über die höchst intensiven Einheiten der letzten Tage, an denen alle Akteure bis auf den Langzeitverletzten Robert Cardenas teilnehmen konnten. So werden die NINERS am Samstag wohl in Bestbesetzung antreten können, was laut Schreier eine wichtige Voraussetzung für den Sieg ist: „Mit Heidelberg erwartet uns ein äußerst starker Gegner, der gerade auf den ersten neun Positionen sehr ausgeglichen besetzt ist. Da müssen wir an unsere Grenzen gehen und noch konstanter als gegen Leverkusen spielen.“


    Nicht weniger als die beste Saisonleistung wird ausgerechnet gegen jenen Kontrahenten nötig sein, gegen den man in der Hinrunde seine schlechteste Partie machte. „Wir sind am ersten Spieltag in Heidelberg mit 57:91 richtig unter die Räder gekommen. Das haben wir nicht vergessen. Es ist zugleich aber auch eine Extramotivation, diese offene Rechnung jetzt begleichen zu können“, sagt Schreier. Dennoch zeigt das Hinspielergebnis, wer am Samstag als Favorit aufs Parkett gehen wird, zumal sich Heidelberg im Winter noch einmal verstärkt hat. Für den allenfalls durchschnittlichen US-Center Braxton Dupree kamen mit Anthony Hill (12.6 Punkte pro Partie) und Namensvetter Adrian Hill (3.2) gleich zwei Amerikaner als Ersatz, die gerade unter den Brettern viel Unruhe stiften können.


    Noch gefährlicher sind aber ihre Landsleute Shyron Ely (20.2), Jay Threatt (16.0) und Scharfschütze Nico Adamczak (14.2). „Ely ist einer der besten Spieler der Liga. Threatt ist sehr schnell und hat uns damals mit 24 Punkten ebenso wie Adamczak mit seinen gefährlichen Dreiern extrem weh getan“, kann sich Schreier nur allzu gut erinnern. Mit Michael Jost (11.9), Sprungwunder Devin White (9.6), Verteidigungsspezialist Jannis Heindel (4.4), Kai Barth (3.6) und Eric Curth (3.3) hat Heidelbergs Trainer Tony Garbelotto zudem noch zahlreiche weitere Alternativen parat, die ein Spiel jederzeit entscheidend beeinflussen können. Trotz dieses durchaus beeindruckenden Kaders sieht Schreier sein Team nicht chancenlos: „Wenn wir an unser Limit gehen und über vier Viertel konstant spielen, können wir nahezu jeden Gegner schlagen, zumal wir am Samstag ja auch den Heimvorteil haben. Deshalb hoffe ich auf eine volle Halle und dass uns die Fans vielleicht den letzten Schub geben.“


    TERMIN: BV Chemnitz 99 – MLP Academics Heidelberg, Samstag, 08.03.2014, 19 Uhr, R.-Hartmann-Halle


    Presseinfo: BV Chemnitz (Matthias Pattloch)