Drei Körbe, zwei Punkte, ein Derby-Sieg

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    Die MLP Academics Heidelberg haben sich mit einem 68:87-Sieg bei der BG Karlsruhe den ersten Auswärtssieg gesichert. Ohne die Führung abzugeben landeten die Academics vor 1126 Zuschauern in der Karlsruher Europahalle einen Start-Ziel-Sieg.


    Verzögerter , aber guter Start.


    Das Match begann mit erheblicher Verzögerung, da in der Aufwärmphase ein Korb zu Bruch ging und repariert werden musste. Als es dann endlich los ging erwischten die MLP Academics einen tollen Start. Nachdem Devin White für Heidelberg und Jeremy Black für die Gastgeber die jeweils ersten Punkte erzielten, zogen die Academics schnell davon. Grund dafür waren hervorragend aufgelegte Heidelberger von der Dreierlinie und in der Defense. Eine hohe Anzahl an Turnovern auf Karlsruher Seite bestraften erst Nico Adamczak, dann Jay Threatt mit Würfen vom Parkplatz. White beschloss schließlich einen 9:0-Run (2:11). Danach fand die BG etwas besser in die Partie. Zwar verkürzten die Hausherren auf 7:11 doch Michael Jost und erneut Adamczak von „downtown“ erhöhten die Führung wieder (21:11). Am Ende der ersten zehn Minuten hatte Black für Karlsruhe das letzte Wort und stellte auf 15:21.


    Knappe Pausenführung


    Im zweiten Viertel mussten die mitgereisten Anhänger der Academics lange auf den ersten Korb warten. Viel Hektik und vergebene Würfe prägten das Bild. Erst nach 2:30 Minuten gab es wieder Zählbares für die Academics. Dann zogen sie jedoch erneut recht zügig davon. Devin White mit drei Steals in Folge, davon schloss er zwei im Fast Break selbst ab, ließ die Führung abermals ins zweistellige wachsen (17:27). Als Karlsruhe erneut den Ball im Aufbau verlor, wurde Shy Ely unsportlich gefoult. Zunächst verwandelte er einen Freiwurf und schloss anschließend den folgenden Angriff selbst ab. Das brachte den Academics einen Vorsprung von zwölf Zählern. Doch Karlsruhe blieb im Spiel, kam bis zur Schlussminute der ersten Hälfte auf vier Punkte heran (31:35). Ein 11:0-Lauf der Gastgeber, der diese wieder befreiter atmen ließ. Zwischenzeitlich zog sich die Heidelberger Schlinge merklich zu, doch bis zu diesem Zeitpunkt konnten sie die Gäste noch nicht festzurren.


    Mit 31:36 ging es in die Kabinen.


    Vorentscheidung herbeigeführt


    Die Anfangsphase nach dem Seitenwechsel verlief ausgeglichen. Erst als Threatt von der Dreierlinie erfolgreich war, begann ein bärenstarker Run der Academics. Zahlreich Steals, kaum freie Würfe des Gegners zugelassen und ein sicheres Händchen vor dem gegnerischen Korb. Insbesondere Shy Ely lief richig heiß und war für die BG-Defense nicht zu kontrollieren. Sein Dreier zum 41:56 bezeichnete die bis dato höchste Führung der MLP Academics. Dann begann wieder die Zeit im Viertel,



    in der sich Karlsruhe in den ersten beiden Vierteln heran kämpfte. Doch ein Dreier von Andre Calvin reichte nicht, um dieses Mal mit den Heidelbergern Schritt zu halten. Als Nico Adamczak mit dem Buzzer einen Fast-Break jenseits der ominösen Linie zum 47:66 versenkte, waren die Academics endgültig obenauf.


    Academics souverän


    Im Schlussabschnitt sahen die Zuschauer in der Karlsruher Europahalle ein unverändertes Bild. Erst 6:30 Minuten vor Ende wurde es plötzlich wieder aufregend. Der frisch verschraubte Korb wurde wieder aus der Verankerung gerissen. Eine zehnminütige Unterbrechung war die Folge. Als die Cheerleader ihr gesamtes Repertoire ausgepackt hatten, konnte wieder Basketball gespielt werden. Allerdings war nach der Zwangspause die Luft raus. Die Verteidigung der Hausherren löste sich allmählich in Einzelteile auf und ließ leichte Heidelberger Punkte zu. In den letzten beiden Minuten erhielten die Perspektivspieler weitere Einsatzzeiten. Julius Haag und Adrian Lind schaufelten sogar noch je zwei Punkte auf ihr Konto. Letzterer besorgte den 68:87 Endstand.


    Überragender Akteur auf Heidelberger Seite war Shy Ely. Er erzielte 24 Punkte, pflückte 8 Rebounds und ihm gelangen 8 Steals und 6 Assits. „Er hat heute wieder gezeigt, dass er einer der besten Spieler der Liga ist“, so Headcoach Tony Garbelotto, der noch einen anderen Akteur auf dem Lob-Zettel hatte: „Über Michael Jost wird wenig gesprochen, aber er hält unser Team zusammen“, so Garbelotto. „Das Spiel hat in der ersten Hälfte keine richtigen Rhythmus gehabt. Wir müssen uns weiter verbessern“, so sein Fazit.


    Dieses steigt dann in eigener Halle gegen die Ottobaskets Magdeburg. Tip-off im OSP ist am Sonntag, den 20. Oktober um 17 Uhr. Tickets sind wie immer unter erhältich.


    BGK: Calvin (15), Roessler (4), Schwartz (16), Black (9), Ferguson (19) – McDuffie (5), Müller, Davis, Menck – Orlovic, Schäfer, Eberhardt
    MLP HD: Ely (24), Threatt (16), Jost (11), White (17), Adamczak (12) – Curth, Barth (1), Heindel (2), Haag (2), Schmitz, Lind (2), Dupree


    Presseinfo: MLP Academics