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Die Fans der Artland Dragons haben eine imposante Marke gesetzt: Bei der 56:82 (36:35)-Niederlage der Artland Dragons gegen die DEUTSCHE BANK SKYLINERS aus Frankfurt am Samstagabend war die Artland Arena in der Beko Basketball Bundesliga zum 126. Mal in Folge ausverkauft. Doch nicht nur Sport-Fans wissen: alle Serien können reißen - So wie es zur Zeit aussieht, wird das nächste Beko BBL-Heimspiel gegen die LTi GIESSEN 46ers am Mittwoch, 10. November, (19.30 Uhr) die erste Partie der Quakenbrücker Basketballer im Oberhaus sein, die nicht ausverkauft ist. Die Artland Dragons bedanken sich bei allen Menschen, die diesen - im deutschen Profisport herausragenden - "126-Mal-in-Serie-voll-Rekord" möglich gemacht haben.
Auf dem Parkett boten die Dragons zu Beginn diesem Rekord einen würdigen Rahmen. Erst nach drei Minuten erzielten die hessischen Gäste die ersten Punkte, die Quakenbrücker Basketballer hatten zu diesem Zeitpunkt schon sieben Zähler auf der Anzeigetafel stehen. Adam Hess ließ kurz darauf einen Dreier zur 10:2-Führung folgen. Doch die Frankfurter kamen nun immer besser ins Spiel und kamen durch Bradley Buckman und A.J. Moye auf 12:8 heran (6.). Die Mannschaft von Dragons-Headcoach Stefan Koch störte das wenig. Auch eine Auszeit von SKYLINERS-Trainer Gordon Herbert brachte die Gastgeber nicht aus dem Rhythmus, die durch Ekene Ibekwe nun 18:8 in Front gingen (9.). Zum Viertelende kam Frankfurt durch unnötige „Drachen“-Fouls und die daraus resultierenden Freiwürfe allerdings noch auf 18:12 heran.
Zu Beginn der zweiten Abschnitts bauten die Dragons ihre Führung zunächst auf 23:14 aus, doch dem Dreier von Darren Fenn ließ DaShaun Wood ebenfalls einen Treffern von jenseits der 6,25-Meter-Linie folgen. Joe Dabbert verkürzte sogar auf 23:19, doch schon eine Minute später waren die Quakenbrücker schon wieder auf zehn Punkte davongezogen, so dass Herbert die nächste Auszeit nahm. Diese zeigte dieses Mal besser Wirkung als im ersten Viertel. In der 18. Minute brachte Dominik Bahiense de Mello sein Team durch fünf Punkte in Folge auf drei Zähler heran (32:19). Ein Drei-Punkte-Spiel des 25-jährigen Deutschen und ein weiterer Freiwurf von Quantez Robertson sorgten dafür, dass der einstige Zehn-Punkte-Vorsprung der Dragons zur Halbzeitpause fast komplett dahingeschmolzen war (36:35).
Die Frankfurter erwischten den besseren Start in die zweite Hälfte und erzielten durch Moye ihre erste Führung, die Kimmo Muurinen mit einem Dreier auf 36:40 ausbaute (22.). Erst drei Minuten nach Viertelbeginn kamen die Dragons durch Tyrese Rice zu ihren ersten Punkten. Bei den Quakenbrückern lief nun nichts mehr im Angriff. Zudem spielten die Hessen nun ihre Stärke beim Rebound aus und kamen nach Fehlwürfen zu einfachen Korberfolgen. In der 28. Minute erzielte Domonic Jones erst die Punkte fünf und sechs für die Koch-Truppe, während die Herbert-Truppe weiter nach Belieben punktete und ihren Vorsprung zum Ende des Abschnitts auf 15 Zähler ausgebaute.
Auch im letzten Viertel reihte sich bei den Dragons Fehlwurf an Fehlwurf. Dieses Mal dauerte es sogar fast dreieinhalb Minute bis die Quakenbrücker durch Hess zu ihrem ersten Korberfolg kamen (46:65). Doch die Niedersachsen wirkten verunsichert, während das Selbstvertrauen der Gäste von Minute zu Minute größer wurde. In der 37. Minute baute Pascal Roller die Frankfurter Führung mit zwei Freiwürfen auf 26 Punkte aus (53:79), und die Dragons ergaben sich ihrem Schicksal.
Stimmen zum Spiel:
Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Die letzten fünf Minuten des zweiten Viertels waren entscheidend. Wir haben 15 Minuten gut gespielt, es aber versäumt, höher in Führung zu gehen. Wir haben dann unseren Fokus in der Defensive verloren und Aufgaben als Team nicht mehr wahrgenommen. Zudem haben wir auch in der ersten Halbzeit nicht gereboundet, aber dennoch geführt. In der zweiten Halbzeit hat Frankfurt mit einer höheren Intensität als wir gespielt, und das macht mir am meisten Sorge. Wir haben verloren, weil Frankfurt härter gespielt hat als wir. Das ist alarmierend.“
Gordon Herbert (Headcoach DEUTSCHE BANK SKYLINERS):
„Wir hatten in den ersten 15 Minuten zu kämpfen und es war Glück, dass wir nicht höher zurückgelegen haben. In den letzten 25 Minuten haben wir sehr guten Basketball gespielt und sind zurück ins Spiel gekommen. Wir haben die Intensität, die wir in den letzten fünf Minuten des zweiten Viertels hatten, mit in die zweite Halbzeit genommen. Ich bin zufrieden damit, wie wir als Team gespielt haben.“
Artland Dragons - DEUTSCHE BANK SKYLINERS 56:82 (36:35)
Die Viertel im Überblick: 18:12, 118:23, 8:24, 12:23
Artland Dragons:
Rice (10 Punkte, 6 Assists), Seggelke (5/1 Dreier), Mangold (n.e.), Strasser, Jones (2), Niebuhr (n.e.), Bailey (7), Fenn (13/1, 7 Rebounds), Ibekwe (6), Hess (8/1), Boumtje Boumtje (5).
DEUTSCHE BANK SKYLINERS:
Bahiense de Mello (12/2), Muurinen (8/2), Roller (4), Franke, Nolte (4), Wood (8/1, 4 Assists), Buckman (11), Dabbert (8), Robertson (5, 10 Rebounds), Moye (18/2), Powell (4).
Presseinfo: Artland Dragons