Déjà-vu in Crailsheim

  • Am Samstag mussten sich die Spieler von Science City Jena erneut nach
    Verlängerung geschlagen geben: 86:90. Diesmal ging es gegen die
    Crailsheim Merlins.

    Nachdem die Gastgeber den besseren Start erwischten, konnte Jena durch
    Simon Schmitz und Michael Jost kontern und die Führung übernehmen.
    Jedoch konnten sich die Jenaer nicht deutlich absetzen und gingen mit
    einer knappen 18:17-Führung in das zweite Viertel. Keins der beiden
    Teams konnte zu Beginn des zweiten Spielabschnittes Punkte für sich
    verbuchen. Erst mit dem Korberfolg von Crailsheims Harald Debelka begann
    erneut ein Schlagabtausch zwischen den beiden Mannschaften. In der
    fünften Minute des zweiten Spielabschnittes konnte sich Jena dann durch
    Henry Uhegwu und Gary Tucker auf 29:22 absetzen. Doch die Gastgeber
    ließen nicht locker und hatten sich bis zur Halbzeit auf vier Punkte an
    Science City Jena herangekämpft.

    Beide Teams kamen enorm motiviert aus der Halbzeitpause. Das Spiel war
    noch lange nicht entschieden. Die zweite Halbzeit begann, wie die erste
    geendet hatte. Das junge Jenaer Team konnte seine Gegner immer auf ein
    paar Punkte Abstand halten. Vor allem war es Simon Schmitz, der seine
    Mannschaft immer wieder nach vorn brachte. Kurz vor Ende des dritten
    Viertels kam dann die Wende. Sean Brooks holte mit zwei Freiwürfen die
    Führung für seine Crailsheimer und legte anschließend noch zwei Punkte
    drauf. Nun führten die Gastgeber am Ende des Viertels mit einem Punkt.
    Jena startete mit einem Dreier von Henry Uhegwu ins letzte Viertel, doch
    Crailsheim glich sofort aus. Danach schien es auf beiden Seiten, als
    wolle der Ball nicht mehr so richtig in den Korb gehen. Noch immer lief
    Jena der knappen Führung der Crailsheimer hinterher, bis Ermen
    Reyes-Napoles in der achten Minute das 71:70 erzielte. Durch Mike
    Zuiderveen setzten sich die Merlins noch einmal in Führung. 22 Sekunden
    vor Schluss konnte Jenas Jermyl Jackson-Wilson jedoch durch einen Dreier
    ausgleichen und läutete damit die Verlängerung ein. Für Jena schien es
    wie ein Déjà-vu, war man bereits im letzten Spiel gegen Karlsruhe in die
    Verlängerung gegangen.

    Doch dieses Mal wollten die Jenaer das Blatt zu ihren Gunsten wenden. So
    richtig wollte dies bis zur dritten Minute nicht funktionieren, bis
    Frieder Diestelhorst Jena durch einen Freiwurf in Führung brachte.
    Danach wechselte die Führung ständig. In der letzten Minute erst konnte
    sich Crailsheim durch Freiwürfe auf 90:86 absetzen und das Spiel für
    sich entscheiden. Doch trotz der unglücklichen Niederlage lässt man in
    den Reihen der Jenaer nicht die Köpfe hängen: Die wohl beste
    Saisonleistung unserer Mannschaft blieb unbelohnt. Leider, die Jungs
    hatten sich den Sieg redlich verdient. In der Verteidigung haben wir uns
    perfekt an den Plan gehalten, das war schon klasse, sagte Chefcoach
    Tino Stumpf, Warum es trotzdem nicht gereicht hat, die erste Mannschaft
    zu sein, die nach fast einem Jahr in Crailsheim gewinnt? Tino Stumpf:
    Freiwürfe und einige abgegebene Offensivrebounds, die gerade in der
    Verlängerung den Gastgebern zu leichten Punkten verhalfen, die wir da
    nicht mehr hatten. Schade, aber der Kampfgeist und die steigende
    Qualität im Spiel, und das von Woche zu Woche, macht uns viel Mut für
    die anstehenden Aufgaben.

    Presseinfo: Science City Jena (Michael Ulbrich)