Beiträge von Motuler

    Heute also die nächste Blamage und ich frage mich weiterhin, mit welcher Art von Basketball man eigentlich dieses Jahr plant (geplant hat) Spiele erfolgreich zu gestalten? Also mal ganz unabhängig von fehlender Einstellung (die auch heute sicher wieder mit ausschlaggebend war): Da passt ja sowohl defensiv als auch offensiv das System überhaupt nicht. Hinten lässt man sich mit einfachsten Mitteln übertölpeln und vorne kommt bis auf Einzelaktionen überhaupt nichts zu Stande...


    Also ich habe ja an anderer Stelle zu Beginn der Woche geschrieben, dass die Teamzusammenstellung überhaupt nicht passt. Aber selbst das kann meiner Meinung nach doch nicht der Grund dafür sein, dass man dermaßen ideenlos agiert? Da muss einfach vom gefühlt 100-köpfigen Trainerteam bei so einer Ansammlung an Spielern mehr zusammen kommen als das, was uns zum Großteil in diesem Jahr geboten wird. Bis auf die offensive Gala gegen Barcelona in Nürnberg fällt mir eigentlich kein Spiel ein, in dem man offensiv so richtig mit System agiert hat. Und das ist wirklich ein Armutszeugnis!


    Wenn dann noch so eine "Null-Bock"-Einstellung wie heute dazu kommt, braucht man sich nicht wundern, dass man in der Tabelle mittlerweile die zweite Hälfte anführt (statt der ersten).


    Ratlos, fassungslos und auch ein Stück weit wütend lässt einen das Alles zurück. Ich bin bedient! _traurig

    Na ich bin ja schon gespannt auf heute Abend. Den letzten Auswärtssieg in der BBL gab es am 04.11.17 gegen Braunschweig, seitdem hat man in der Fremde alles verloren. Auch wenn die Gegner Bonn, Bayreuth, Oldenburg, Berlin und Bonn hießen, ist das natürlich alles andere als ein Ruhmesblatt. Gegen Jena kann man die Favoritenrolle natürlich nicht von sich weisen, aber ich bin dennoch ziemlich pessimistisch was das Ganze heute Abend angeht.


    Das Team MUSS jetzt liefern, alles andere ist wirklich nicht mehr akzeptabel. Das ist heute mehr als nur eine Charakterfrage, das ist eigentlich ein richtiges Schlüsselspiel. Mehrere Tage Vorbereitung, keine EL-Belastung und ein Gegner außerhalb der Playoff-Regionen. Meine Herren, da muss heute Abend ein Sieg her! _blink


    Ich schau mir das Ganze mal ganz entspannt von der Couch aus an _zustimmung

    Hier sind ja schon ganz interessante Beiträge dabei, bei denen ich den meisten im Großen und Ganzen zustimmen kann. Allerdings verstehe ich unter einem „Reset“ ein wenig mehr, als nur sporadisch 1-2 Spieler auszutauschen. Wenn man im Sommer einen Neustart wagen möchte, sollten auch Entscheidungen gegen Spieler fallen, die nur auf Grund ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses (wobei hier die Betonung ganz klar auf Preis liegt) oder ihres Passes „akzeptabel“ sind.


    Meine persönliche Meinung: Ein Grundgerüst aus Hackett, Lo, Rubit und Radosevic (macht je 2 Deutsche und 2 Ausländer-Spots) sollte stehen, alles andere muss hinterfragt werden. Logischerweise wird man auch noch den ein oder anderen aus der Gruppe Staiger, Heckmann und Olinde mangels Alternativen wiedersehen, sollte aber auch hier ganz klar zwischen Vor- und Nachteilen abwiegen. Deutsche Spieler zu bezahlen nur der Quote wegen, die am Ende dann keine Rolle spielen, macht meiner Meinung nach keinen Sinn.


    Allerdings hängen sämtliche Gedankenspiele natürlich davon ab, wer im kommenden Jahr an der Seitenlinie stehen wird. Auch wenn Trinchieri schon bewiesen hat, dass er einen Neustart erfolgreichen meistern kann, ist glaube ich dieses Jahr einfach zu viel „schief“ gelaufen, als dass eine weitere Zusammenarbeit noch auf solidem Boden stehen könnte.


    Prinzipiell sollte man sich verjüngen, wieder mehr auf Qualität statt Quantität setzen (ein Wahnsinn, wie viele Spieler inklusive Baunach dieses Jahr auf der Gehaltsliste stehen, von denen eigentlich niemand „den Unterschied“ ausmachen kann) und die deutschen Spots hochklassig besetzen. Das Kerngeschäft ist die BBL und das sollte man im Sommer bei der Spielerakquise auch priorisieren. Und was ich auch ganz entscheidend finde: Egal wie der europäische Wettbewerb in der kommenden Saison heißen mag, an dem man teilnimmt, sollte man bitte nicht mehr zwischen einem „europäischen Team“ (Hickman, Zisis, Wright) und einem „BBL-Team“ (Lo, Staiger, Heckmann) unterscheiden. Das führt nur zu unklaren Rollen im Team („Zweiklassen-Gesellschaft“) und zu falscher Priorisierung („europäisch ist wichtiger als BBL“).


    Ok, das mag jetzt alles ein wenig hart klingen, aber so würde ich mir einen „hard reset“ vorstellen. In wie weit das möglich ist, steht natürlich in den Sternen und ich vermute, dass es eher auf eine „softe“ Variante hinauslaufen wird – wie sie hier von einigen Usern ja auch schon skizziert wurde. Und natürlich hängt das Alles auch vom schlussendlichen Abschneiden in diesem Jahr ab. Ein Verpassen der Playoffs oder ein frühes Playoff-Aus erhöhen natürlich die Wahrscheinlichkeit eines harten Resets, eine Finalteilnahme oder gar der Titel werden das Ganze natürlich weit moderater ausfallen lassen. Es bleibt also spannend!

    wie der ganze Mist - angefangen von der viel zu späten Reaktion auf den sich andeutenden Weggang des Ex-Sportdirektors bis hin zur merkwürdigen Transferpolitik, die einfach nullkommanull zum bisherigen Spielstil passt - überhaupt passieren konnte.

    Genau das sind die beiden Fragen, die mich auch die komplette Spielzeit über schon beschäftigen.


    Für mich zeigen die meisten (verlorenen) Spiele in dieser Saison, dass man im Sommer einfach essentielle strategische Fehler gemacht hat, die jetzt im Februar auch nicht mehr aufzuholen sind. Da kann man dann wegen mir gerne noch die Verletzungen, die ungleiche Spielzeitverteilung und den "knappen" Spielplan aufführen, aber all das sind sicher nicht die Hauptgründe, weswegen es in dieser Saison nicht läuft.


    Der Kader ist einfach nicht stimmig zusammengestellt und - anders als zu Beginn der Saison von einigen Verantwortlichen kommuniziert - auch einfach nicht so talentiert wie der in den Vorjahren. Dazu natürlich - wie Du Shad0w richtig schreibst - Spielertypen, die zu Trinchieris Spielstil nicht passen. Da fehlt sowohl auf Guard als auch auf den Flügelpositionen die shooting power. Weiterhin darf man schon auch fragen, wieso man von der Taktik "junge, entwicklungsfähige" Spieler zu akquirieren so diametral abweicht und auf (zu) viele "erfahrene" Spieler setzt. Also bitte nicht falsch verstehen: Eine stimmige Truppe sollte unbedingt auch aus erfahrenen Recken bestehen. Aber man sollte aufpassen, dass man sich nicht komplett von ihnen abhängig macht und sie zu den absoluten Leistungsträgern gehören sollen. Denn dann kann so etwas wie diese Saison passieren: Zisis & Hickman kämpfen am meisten mit ihren eigenen schwankenden (und auch zeitweise wirklich schlechten) Leistungen und können das Team einfach nicht anführen.


    Im nächsten Sommer wird man korrigieren, ist aber natürlich zwei Restriktionen unterworfen. Zum einen haben viele der Akteure mehrjährige Verträge unterschrieben, aus denen man nur mit großem finanziellem Aufwand heraus kommt. Und zum anderen kann man potentiellen Neuzugängen sehr wahrscheinlich keine EL mehr bieten.


    Schade irgendwie, weil die Probleme alle hausgemacht sind. _traurig

    Schöner Sieg, der allerdings ohne einen Erfolg am Sonntag ein Muster ohne Wert sein wird. Die Mannschaft muss jetzt in Berlin liefern, dann kann man sich auch wieder über solche (Prestige-)Erfolge freuen.


    Interessant heute: Mit der Auswechselung von Hickman (Eff. +6 in 17 Minuten) und Zisis (Eff. +3, in 18 Minuten) Mitte des 3. Viertels kam die defensive Galligkeit und offensive Spielfreude zurück und man konnte Panathinaikos den Zahn ziehen. Heckmann, Rubit, Lo, Olinde und Hackett mit einer tollen Partie. Vielleicht dürfen die Herren ja zukünftig öfters ran.


    Mehr gibt es zu dem Spiel heute nicht zu schreiben. Am Sonntag gilt es! _zustimmung


    P.S.: Calathes mit einem sensationellen Auftritt heute Abend. 31 Punkte, 7 Assists. Sieht man auch nicht häufig. Respekt!

    Falls mich meine Erinnerung nicht völlig trübt, war man vor knapp einem Jahr schon ziemlich „konkret“ was die Hallenneubau-Pläne anging. Da wurde das alte Postgelände in der Memmelsdorfer Straße als Standort auserkoren und man war bei der Stadt vorstellig bezüglich eines ganzheitlichen Konzeptes. Die Idee wurde dann im Laufe des Sommers verworfen (ich meine, dass der gute alte Denkmalschutz als Begründung genannt wurde).


    Seitdem hat sich die Ausgangslage für den Verein wohl ziemlich verändert. Wenn man den Teil des Podcasts über die Hallensituation hört, ist der Hallenneubau in weite Ferne gerückt. Und nicht nur das: Offensichtlich steht er auch nicht mehr auf der Agenda des Vereins. Investoren und Kommune sollen sich um das Thema kümmern, nicht Brose Bamberg als Verein. Stattdessen will man weiter in der Metropolregion Fans und Sponsoren gewinnen, die dann eventuell künftig eine mögliche Halle füllen sollen.


    Mal unabhängig von einer Wertung der neuen Strategie drängt sich mir dabei zumindest die Frage auf, was für Parameter sich in den letzten Monaten geändert haben, dass man von den doch ziemlich offensiv vorgetragenen Hallennebau-Plänen zu dem kurzfristigen „Rückzug“ kommt. Was für eine Rolle die Kommunalpolitik dabei spielt können wir hier natürlich nur mutmaßen. Generell braucht es für so ein großes Projekt eben ein Miteinander von Verein, Investoren und Kommune – und den gemeinsamen Nenner konnte man wohl nicht finden.


    Für den Verein hat das erstmal in der kurzen und mittleren Frist die Auswirkung, dass man für die Verlosung der begehrten dauerhaften Startplätze der Euroleague ein Asset weniger einbringen kann. Das ist grundsätzlich natürlich bedauerlich. Dass man aber auch über gutes Scouting und neue Sponsoren weiter erfolgreich sein kann mag niemand anzweifeln – es mag nur ungleich schwerer werden als heute.


    Die große Frage ist: Wo soll der Bamberger Basketball in 5/10/20 Jahren stehen?

    Wow, das wäre natürlich ein Schock. Für mich - ungeachtet der Staatsbürgerschaft - eine der absoluten Säulen in diesem Team und vor allem mit dem Skillset ausgestattet, dass uns diese Saison besonders abgeht: Hervorragender Dreierschütze, gute Übersicht und feine Verteidigung auf dem Flügel. Quasi der einzige "reine" Small Forward in Trinchieris Guard-Ensemble.


    Irgendwie hat man den Eindruck, es soll dieses Jahr einfach nicht sein. Verkorkste Kaderplanung, schwere Verletzungen, Formschwankungen, ...


    In einem Punkt möchte ich mich meinen Vorschreibern übrigens uneingeschränkt anschließen: Die nicht vorhandene Informationspolitik des Vereins ist wirklich ein Ärgernis.


    Jetzt kann man nur noch hoffen, dass es nicht ganz so "schlimm" ist wie Pick schreibt (vielleicht meint er ja mit Saisonende auch das Ende der EL-Hauptrunde _blink ) und ansonsten gegebenfalls doch noch über eine weitere Nachverpflichtung nachzudenken. Man oh man...